Energiekosten senken mit Solar- und Brennwerttechnik
Sparsame Wärmeversorgung das ganze Jahr
Die deutlich gestiegenen Rohölpreise werden in so manche Haushaltskasse ein großes
Loch reißen, da die Heizung und Warmwasserbereitung durchschnittlich rund 90 Prozent des
gesamten Energieverbrauchs eines Haushaltes verschlingen. Eine elegante Möglichkeit,
Energiekosten einzusparen, ist nach Ansicht der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen
und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. die Nutzung von kostenlos verfügbarer
Sonnenenergie.
Solarkollektoranlagen zur Heizung und Warmwasserbereitung kommen in immer breiterem
Umfang zum Einsatz: Allein in Deutschland rechnet man bis 2006 mit rund zehn Millionen
Quadratmetern installierter Kollektorfläche 2001 waren es noch rund 4,2 Millionen.
Und das aus gutem Grund, lässt sich doch mit einer Anlage üblicher Größe also 1
bis 1,5 m² Kollektorfläche pro zu versorgender Person das Warmwasser von
Frühjahr bis Herbst bei entsprechender Sonneneinstrahlung erwärmen. In den Monaten Mai
bis September kann die Solaranlage den Energiebedarf für die Warmwasserbereitung fast
vollständig decken. Auf diese Weise lassen sich jährlich etwa 60 Prozent der für die
Trinkwassererwärmung notwendigen Energie einsparen!
Als ergänzendes konventionelles Heizsystem raten Experten zu einem
Erdgas-Brennwertgerät. Es zeichnet sich nicht nur durch einen hohen Wirkungsgrad aus,
sondern nutzt darüber hinaus den aufgrund seiner vergleichsweise geringen Emissionen
umweltschonendsten fossilen Energieträger.
Der günstigste Zeitpunkt für die Installation einer Solarwärmeanlage liegt in der
Neubauphase eines Gebäudes. In der Regel können dabei etwa 20 Prozent jener Kosten
eingespart werden, die bei einem nachträglichen Einbau anfallen würden. Soll ein bereits
bestehendes Gebäude mit einer Solaranlage ausgerüstet werden, bieten sich eine
anstehende Heizungsmodernisierung oder Dachsanierung an. Für eine solche Ein- oder
Umbaumaßnahme ist in Deutschland in der Regel keine spezielle Baugenehmigung
erforderlich.
Die Installation einer neuen Solarkollektoranlage und auch die Erweiterung eines
bestehenden Systems können auf Antrag staatlich gefördert werden, wobei unterschiedliche
Fördersätze zur Anwendung kommen. Bei einer Neuinstallation beträgt die
höchstmögliche Förderung 110 EUR/m² Kollektorfläche, bei der Erweiterung einer
bestehenden Anlage sind es maximal 60 EUR/m². Förderanträge können beim Bundesamt für
Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Eschborn (www.bafa.de) gestellt werden.