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Kalifornische Wissenschaftler raten zum Ausbau Erneuerbarer Energien

Berlin, 4.1.2005. Auch wenn der Streit um Erdgaslieferungen zwischen
Russland und der Ukraine beigelegt ist, zeigt der Vorfall, dass unsere
derzeitige Energieversorgung auf tönernen Füßen steht. Dem wachsenden Druck
auf die Erdgaspreise kann durch den Ausbau Erneuerbarer Energien wirksam
begegnet werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle volkswirtschaftliche
Studie der Universität Berkeley (USA). Danach kann der Ausbau Erneuerbarer
Energien die Nachfrage nach Erdgas und damit auch die Preise senken. Zehn
Prozent Stromerzeugung zusätzlich aus Erneuerbaren Energien (ohne
Wasserkraft) könnten den Gaspreis in den USA ab Förderstelle um zehn Prozent
reduzieren. Dabei wirken sich zwei Effekte aus: Kurzfristig sei vor allem
von Bedeutung, dass ein Energieträger mit variablen Preisen durch
Energiequellen mit stabilen Preisen ersetzt würde. Dies wirke sich direkt
Risiko minimierend aus. Längerfristig senke die geringere Nachfrage nach
Erdgas die Preise auf der Angebotsseite.

Dass der Ausbau Erneuerbarer Energien die Erdgasnachfrage auch in
Deutschland senken wird, zeigen die Szenarien der dena-Netzstudie. Der
Ausbau der Windenergie bis 2015 führt demnach zu einem um 20 bis 80 Prozent
geringeren Gasverbrauch als ohne Windenergie. Schon heute stellen
Erneuerbare Energien eine tragende Säule der Energieversorgung in
Deutschland dar. Die heimischen Energiequellen Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme
und Bioenergie deckten nach Angaben des Bundesverbands Erneuerbare Energie
(BEE) im vergangenen Jahr bereits einen Anteil von rund 6,4 Prozent am
Endenergieverbrauch; er lag damit erstmals über dem der Kernenergie (5,7
Prozent). Zudem haben Erneuerbare Energien Energieimporte im Wert von über 3
Milliarden Euro vermieden.

Erneuerbare Energien haben ein immenses Potenzial, um Kohle, Öl, Gas und
Uran zu ersetzen. Das ist längst durch Studien belegt. So stellte bereits
die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags 2002 fest, dass bis zur
Mitte dieses Jahrhunderts mehr als die Hälfte unserer Energie aus
Erneuerbaren Energieträgern stammen kann. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt
eine Gemeinschaftsstudie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt
(DLR), Wuppertal-Institut und ifeu-Institut aus dem Jahr 2004.
Untersuchungen, die geringere Anteile Erneuerbarer Energien prognostizieren,
gehen teilweise von sehr niedrigen Preisen für konventionelle Energien aus.
So nimmt die EWI/Prognos-Studie „Die Entwicklung der Energiemärkte bis zum
Jahr 2030“ an, dass der Ölpreis bis 2030 auf real 37 Dollar steige, eine
angesichts der derzeitigen Preisentwicklung eher unrealistische Annahme.

„Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und Energie auf Dauer bezahlbar zu
halten, müssen wir unsere Energieversorgung zwingend auf heimische
Erneuerbare Energien umstellen“, resümiert Dr. Simone Peter, Leiterin der
Informationskampagne für Erneuerbare Energien in Berlin.

Der Original-Artikel zur Berkeley-Studie in Englisch sowie die deutsche
Übersetzung der Schlussfolgerungen können heruntergeladen werden unter
www.unendlich-viel-energie.de.

Das Thema „Erneuerbare Energien und Versorgungssicherheit“ steht zudem im
Zentrum der Jahreskonferenz Erneuerbare Energien 2006 (ee06) am 15. und 16.
Februar. Mehr Informationen hierzu unter www.jahreskonferenz.de .

Herausgeber: Informationskampagne für Erneuerbare Energien
Kampagnenleitung: Dr. Simone Peter
Redaktion: Claudia Kunz, Tel.: 030-200535-43
E-Mail: c.kunzunendlich-viel-energie.de
Internet: http://www.unendlich-viel-energie.de

Stralauer Platz 34
10243 Berlin


News Quelle: @pressbot.net - Hydrogeit | Datum: 04.01.2006 | 3085 Mal gelesen






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