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Nanotechnologie und synthetische Biologie: Basler Appell fordert strenge Kontrolle


Die Nanotechnologie gilt als Wachstumsgenerator für die Pharmabranche. Die synthetische Biologie ihrerseits soll das Leben neu definieren. Über Risiken wird, wie schon bei der Gentechnologie, kaum informiert. Der Basler Appell gegen Gentechnologie geht den kritischen Fragen in zwei neuen Broschüren nach.

Nanotechnologie ist ein Begriff, der zur Zeit in aller Munde ist. Die viel gepriesene Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts verspricht grosse Wirkung in fast allen Disziplinen. Der Nanotechnologie wird nicht nur in wissenschaftlicher, sondern auch in ökonomischer Hinsicht ein enormes Potenzial zugeschrieben.

Die synthetische Biologie ihrerseits hat zum Ziel, die molekularen Grundlagen einfacher einzelliger Organismen genau und vollständig zu verstehen. Damit soll es möglich werden, Lebewesen wie etwa Bakterien zu manipulieren, umzubauen und mit neuen Eigenschaften zu versehen. Die Hoffnungen und damit auch Versprechungen sind gewaltig: massgeschneiderte Bakterien, die Gifte aufspüren, Medikamente gegen noch nicht behandelbare Krankheiten herstellen oder gar neuartige Treibstoffe produzieren.

Immer mehr Nanoprodukte kommen auf den Markt, ohne dass man den Überblick über diese Produkte hat. Denn sie müssen nirgends registriert und nicht einmal gekennzeichnet werden. Erste toxikologische Untersuchungen geben allerdings Hinweise darauf, dass Nanopartikel Mensch und Umwelt schädigen können. Auch gegen die synthetische Biologie werden Vorbehalte laut. Es wird auf nicht absehbare Risiken hingewiesen. Immerhin könnten Produkte der neuen Technologie auch militärisch genutzt werden. Vor allem aber können mögliche Interaktionen zwischen natürlichen und künstlichen Organismen nicht eingeschätzt werden.

Der Basler Appell publiziert aus diesen Gründen zwei neue Broschüren. In ihnen wird gut verständlich erklärt, worum es bei den genannten Technologien geht, was die Hoffungen sind und wo die kritischen Punkte liegen. Die Diskussion der Risiken muss unbedingt in Gang kommen, damit mögliche Folgen kontrolliert werden können. Die Broschüren sind auch in grösseren Mengen, etwa als Unterrichtsmaterial, kostenlos erhältlich (www.baslerappell.ch oder info@baslerappell.ch).

Nanomedizin: Invasion der Zwerge, 2010. Broschüre, 12 Seiten
Synthetische Biologie, 2010. Broschüre, 12 Seiten

Für Rückfragen: Pascale Steck, Basler Appell gegen Gentechnologie,
T 061 692 01 01 (Mo/Mi 14-17 Uhr, Fr 10-13 Uhr)


Basler Appell gegen Gentechnologie
Postfach 205
4013 Basel
T 061 692 01 01
F 061 693 20 11
www.baslerappell.ch

Basel - Veröffentlicht von pressrelations


News Quelle: @pressbot.net - Basler Appell gegen Gentechnologie auf pressrelations.de | Datum: 23.08.2010 | 1093 Mal gelesen