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Diskussionsforen beleuchten Perspektiven auf den Märkten



09.06.2005 - Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren auf dem Bauerntag

Auf dem Deutschen Bauerntag in Rostock werden die Zukunftschancen für den Ackerbau, die Veredlung, die Milch, die Regional- und Ökoprodukte sowie für Obst und Gemüse in fünf Diskussionsforen beleuchtet. "Im Jahr eins der Agrarreform Perspektiven sichern auf den Märkten", so lautet das Motto, unter dem am 21. Juni 2005 von 11.00 bis 15.30 Uhr in der Stadthalle bzw. HanseMesse Rostock namhafte Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus dem In- und Ausland sowie Praktiker die Entwicklung der Agrarmärkte aufzeigen werden. Mit den Foren verfolgt der Deutsche Bauernverband (DBV) das Ziel, strategische Perspektiven für die Unternehmen zu diskutieren und Handlungsempfehlungen für Betriebe, Berufsstand und Politik abzuleiten.

Im Forum 1 werden die Chancen und Risiken nach der EU-Agrarreform für den Ackerbau thematisiert. So stellt die Entkopplung der Direktzahlungen den deutschen Ackerbau vor weit reichende Herausforderungen. Die Unsicherheiten auf den globalen Märkten fordern ein strategisches Handeln von den Betrieben und verlässliche Rahmenbedingungen von der Politik. Im Mittelpunkt des Forums steht die Frage, wie der Ackerbau im internationalen Wettbewerb bestehen kann und neue Energiemärkte erschlossen werden können. Heiße Diskussionen lassen auch die Debatte über die Zuckermarktordnung, die Potentiale der nachwachsenden Rohstoffe und die Vermarktungsstrukturen in der Getreidewirtschaft erwarten.

Spannend wird auch das Forum zur Veredlungswirtschaft sein, die innerhalb der deutschen Landwirtschaft den wichtigsten Produktions- und Einkommensfaktor darstellt. Im Forum 2 wird die Frage behandelt, wie Investitionen und Innovationen für mehr Wettbewerbsfähigkeit in der Veredlungswirtschaft ermöglicht werden können. Experten werden aus Sicht der Schlachtstufe, der Landwirtschaft, der Futtermittelwirtschaft, der Zuchtunternehmen und ebenso aus Sicht der jungen Generation aufzeigen, dass die gesamte Kette der Veredlungswirtschaft das Potential besitzt, sich trotz verändernder Rahmenbedingungen am Markt und im Wettbewerb zu behaupten und im Binnenmarkt fest verankert ist. Unverzichtbar hierfür sind aber ein fairer Wettbewerb sowie eine Abkehr von nationalen Sonderwegen im Tier-, Umwelt und Verbraucherschutz. Im Forum 3 wird aus Sicht des Handels, der Molkereien, des Bauernverbandes und der Politik die Frage zur Diskussion stehen, welche Weichen jetzt gestellt werden müssen, damit die Milchproduktion auch zukünftig wettbewerbsfähig ist. So bedeutet der sich aktuell vollziehende Wechsel hin zu einer liberalen Marktwirtschaft große Herausforderungen für die Milcherzeuger, Molkereien und das gesamte Umfeld. Besonders die Vermarktungsstrukturen auf dem Binnenmarkt sind bei der übermächtigen Marktmacht der Discounter und des Lebensmitteleinzelhandels effizienter zu gestalten und die Milcherzeuger sind aufgefordert, auf die sich verändernden Rahmenbedingungen zu reagieren.

Kann man "Platz schaffen für Regionalität und Ökolandbau in globalisierten Märkten", fragen sich die Experten aus Politik und Wirtschaft im Forum 4. Eine emotionale Debatte verspricht sich der DBV von diesem Forum. So werden zwar den Regional- und Ökoprodukten gute Chancen am Markt eingeräumt, da bei zunehmender Globalisierung viele Menschen diese Produkte wieder zu schätzen wissen. Gleichzeitig ist jedoch der deutsche Verbraucher äußerst preisbewusst und gerade die hohen nationalen Standards senken die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Erzeugnisse. Genauso steht Obst und Gemüse aus Deutschland in einem extrem harten internationalen Wettbewerb. Forum 5 thematisiert die Tendenzen beim Obst- und Gemüsebau aus Sicht des Lebensmitteleinzelhandels, der Politik und des Verbraucherschutzes. Da immer mehr Handelspartner versuchen, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen, wird es schwieriger, weitere Marktanteile zu gewinnen. Im Mittelpunkt des Podiums wird dabei die Frage stehen, wie man "Zukunftsmärkte zwischen Handels- und Ernährungsfragen gestalten" kann.



Ansprechpartner: Pressestelle Deutscher BauernverbandE-Mail: pressebauernverband.de


News Quelle: @pressbot.net - pressrelations.de | Datum: 10.06.2005 | 7899 Mal gelesen






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