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"Gärten der Weltreligionen" in Osnabrück eröffnet



Die Allianz Umweltstiftung hat den islamisch-maurischen Garten des Gymnasiums "In der Wüste" in Osnabrück gefördert. Heute werden die Gärten feierlich eröffnet.

Allianz Umweltstiftung - Osnabrück, 10. Juni 2005

Alle haben mit angepackt: Schüler, Lehrer und Eltern des Osnabrücker Gymnasiums "In der Wüste" haben geschuftet und sogar einen Samstag an ihrer Schule verbracht, um bei der Bepflanzung der neu gestalteten Innenhöfe zu helfen. In den Monaten zuvor waren die Fachleute aktiv, haben Pflaster gelegt, Brunnen gebaut und eine Pergola errichtet.

Diese Mühe zahlt sich aus: Keine sechs Monate nach der Unterzeichnung des Fördervertrags, der dem Projekt 70.000 Euro von der Allianz Umweltstiftung zusprach, werden die "Gärten der Weltreligionen" feierlich eröffnet.

Die zuvor sanierungsbedürftigen Innenhöfe der Schule präsentieren sich in neuem Gewand: Der jüdisch-christliche "Paradiesgarten", der fernöstliche und der maurische Garten stehen als Orte der Begegnung nicht nur den Schülern des Gymnasiums, sondern auch anderen Gruppen als Orte der Begegnung sowie interreligiösen und interkulturellen Lernens offen. Die Idee war Schülern und Lehrern nach den Anschlägen des 11. September 2001 gekommen.

Langfristige Wirkung

Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, freut sich über die vollendeten Gärten: "Bereits mit dem Islamischen Garten in Berlin hat die Allianz Umweltstiftung versucht, dem Auseinanderdriften der Kulturen etwas entgegen zu setzen. Da mit den Gärten der Weltreligionen der gleiche Ansatz verfolgt wird, hat sich die Stiftung gerne in Osnabrück engagiert. Besonders angetan waren wir von dem großen Engagement aller Beteiligten."

Er ist zuversichtlich, dass das Projekt auch langfristig wirken kann: "Wir sind sicher, dass mit der Umgestaltung der drei Innenhöfe des Gymnasiums in die Gärten der Weltreligionen ein bleibender Beitrag zum besseren Verständnis anderer Kulturen und Religionen geleistet wird."

Paradies in maurischer Architektur

Der islamisch-maurische Garten, den die Allianz Umweltstiftung unterstützt hat, verkörpert die Paradiesvorstellung des Korans, umgesetzt mit maurischer Gartenarchitektur.

Dieser Stil (die meisten seiner Baumeister waren übrigens Juden) knüpft an eine Phase des Dialogs und intensiven kulturellen Austauschs zwischen Muslimen, Juden und Christen an - die Jahrhunderte arabischer Herrschaft in Spanien. Typisch dafür sind symmetrische Formen, eine ornamentreiche Klinkerpflasterung, schattige Lauben und eine hohe Mauer, die den Garten umgibt.

Durch ein symbolisches Tor an der Ostwand ist der Gartens nach Mekka ausgerichtet. Die fünf Wasserrinnen stehen symbolisch für die fünf Säulen des Islam: Glaubensbekenntnis, Gebet, Almosen, Fasten und die Pilgerfahrt nach Mekka.

Symbolisches Abbild eines islamischen Gartens

Die "paradiesischen" Elemente des Gartens ähneln vielfach denen des christlich-jüdischen Paradiesgartens: fließendes Wasser, weiße Lilien als Symbol der Reinheit und Unschuld sowie rote Rosen als Zeichen für den Propheten Mohammed. Hinzu kommen Obstbäume mit süßen Früchten, dem Klima angepasst Äpfel, Pfirsiche und Kirschen, und Wein.

"Wir erhoffen uns", so die Schüler in ihrer Projektskizze, "dass wir über diesen Garten und in diesem Garten, der kein authentisches Abbild eines islamischen Gartens sein soll und kann, sondern ein symbolisches, in einen intensiven Dialog mit Muslimen treten können."



Dr. Lutz SpandauAllianz UmweltstiftungFon:+49.89.4107.336 E-Mail senden


News Quelle: @pressbot.net - pressrelations.de | Datum: 10.06.2005 | 15252 Mal gelesen






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