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Über deine Höhen pfeift der Wind so kalt

Besonders kalt war es in Elkenroth im Westerwald in einem Einfamilienhaus. Hier zeigte sich, dass 40 cm Dämmung in der obersten Geschossdecke kein Luxus, sondern extrem wirtschaftlich sein können. Die ergab die Berechnung von Arnold Drewer, Geschäftsführer vom Fachverband Einblasdämmung.

Das Objekt

Der Kontakt zwischen dem Bauherrn und der Einblasfirma Dämmline Dämmsysteme aus Köln, Mitglied im Fachverband kam wie so oft über eine Empfehlung zustande. Das Einfamilienhaus mit ausgebautem Dachgeschoss verfügte im Bereich der Decke über eine 12,5 mm Gipskartonplatte mit 20 mm Styropor, befestigt an einer Holz Lattung. Die Gesamtfläche der obersten Geschossdecke lag bei 118 m2. Neben dem hohen Energieverbrauch waren vor allem Geräusche Anlass für die Maßnahme: Die Wärme stieg vor der Sanierungsmaßnahme durch die wenig gedämmte Decke, kondensierte dort innen am Dach und tropfte auf die Styroporplatten, was zu erheblichen Geräuschbelästigungen im Wohnzimmer führte. Außerdem war nach Auskunft des Bauherrn früher die erzeugte Wärme des vorhandenen Kamins nach spätestens 2-3 Stunden durch die Decke verschwunden.

Die Ausführung

Vorgesehen waren vom Bauherrn 30 cm Supafil der Firma Knauf, wegen der geringen Kosten für den Dämmstoff und der höheren Energieeinsparung wurde die Dicke auf 40 cm erhöht. In einem großen Projekt im Köln sind vor einigen Jahren insgesamt 50.000 m2 oberste Geschossdecken in städtischen Gebäuden in gleicher Art und Stärke mit den gleichen Argumenten gedämmt worden. Der Einbau des Dämmstoffes mittels eines Einblasgerätes auf die Geschossdecke war in einem Tag abgeschlossen. In einem Teilbereich entstand zusätzlich auf dem Material eine kleine Abstellfläche und die Bodenluke, die häufig bei solchen Projekten vergessen wird, bekam eine 50 mm starke hochwertige Dämmverkleidung. Die Gesamtprojektkosten lagen inkl. aller Nebenarbeiten und An- und Abfahrt bei brutto 3.170. Die Kosten dieses Verfahrens sind deshalb so gering, weil nur geringer Aufwand für Umbauten oder Transport anfallen.

Der Wirtschaftsfaktor

Der Fachverband Einblasdämmung hat für dieses Projekt eine Berechnung zur Wirtschaftlichkeit der Dämmmaßnahme durchgeführt. Danach verbessert sich der U-Wert der Deckenkonstruktion von 1,5 W/m2K auf 0,1 W/m2K. Der Energieverbrauch reduziert sich so von 16.992,00 kWh/a auf 1.132,80 kWh/a. Bei angenommenen Energiekosten von 7 Cent pro kWh liegt die Einsparung pro Jahr bei 1.110,14 Euro. Die Kosten haben sich also spätestens in drei Jahren amortisiert. Gleichzeitig wird durch diese Maßnahme die Umwelt pro Jahr mit 4.123,39 kg CO2 entlastet.

Der Bauherr

Das überzeugendste Argument für dieses Projekt kommt jedoch vom Bauherrn selbst: Zitat „Früher liefen im Wohnzimmer 3 Heizungen, jetzt komme ich bei gleicher Temperatur mit einer Heizung hin“ Zitat Ende. In Elkenroth pfeift der Wind jetzt nicht mehr gar so kalt und vielleicht hat der Bauherrn jetzt die ein oder andere Heizung abzugeben. Es war auf jeden Fall eine Maßnahme, die allen Beteiligten Spaß gemacht hat.

Profil FVED: Der Fachverband Einblasdämmung hat das Ziel, Einblassysteme öffentlich bekannt zu machen. Außerdem sollen Qualitätsstandards und -siegel entwickelt werden, die für alle Einblasverfahren und -produkte gelten. Auf der Internetseite des Fachverbandes findet man auch die Adresse von Dämmline Dämmsysteme, die Niederlassungen in Hannover und Köln unterhält. Ansprechpartner dort ist Herr Landenberg
Fachverband Einblasdämmung FVED - Geschäftsführer Arnold Drewer
Mönchebrede 16 - 33102 Paderborn - Tel.: 0 52 51 / 1 47 85 57 - Fax: 0 52 51 / 7 09 95 16
Homepage: http://www.fved.net/ Email: a.drewerfved.net
Das Bild in einer druckfähigen Version können Sie hier herunterladen https://photos.google.com/album/AF1QipNJ9aWbSiP8j08pjXGH3D4ToF9KvsBSW6ykNC5b
Der Artikel wurde verfasst von Helmut König koenigkoenigskonzept.de


News Quelle: @pressbot.net - Königskonzept | Datum: 22.03.2017 | 340 Mal gelesen






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