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Blogbeitrag

Posted: 18.7.2010 - 0 comment(s) [ Comment ] - 0 trackback(s) [ Trackback ]
Kategorie: other

Die Technik im Passivhaus muss perfekt abgestimmt sein, um auch perfekt funktionieren zu können.

 

Die Lüftungsanlage

Durch die luftdichte Bauweise des Passivhauses wird eine kontrollierte Wohnraumlüftung benötigt. Die Luft wird durch einen Wärmetauscher von der Abluft vorgewärmt, im Winter eventuell befeuchtet und so in die Wohnräume eingebracht. Alternativ kann man die Luft auch dezentral (also raumweise) wärmen, um so zum Beispiel Wohnräume wärmer beheizen zu können als Schlafräume.

Durch den integrierten Wärmetauscher entweicht so nur ein Bruchteil der Wärmeenergie durch die Abluft als durch die „natürliche“ Lüftung durch Fenster. So können bis zu 95% der Wärmeenergie zurückgewonnen werden.

Viele führen die Frischluft, bevor diese durch das Lüftungsgerät geht, noch durch einen Erdwärmetauscher. Dies hat den (energiesparenden) Vorteil, dass die Frischluft durch die relativ konstante Erdtemperatur im Winter vorgewärmt und im Sommer leicht gekühlt wird.

 

Heizungsloses Haus

Sitzt ein Mensch im Passivhaus, erzeugt er genauso viel Energie wie eine herkömmliche Glühbirne – ungefähr 60W. Tanzt er durch die Wohnung, erzeugt er sogar 240W. Diese Abwärme und Abwärme von Geräten wie Glühbirnen, Kühlschränken, TV-Geräten usw. bleiben durch die gute Wärmedämmung im Haus. Auch die Ausrichtung der großen Fenster nach Süden spielt eine wichtige Rolle; somit wird durch die so genannten solaren (=Sonne) und inneren Gewinne eine Heizung unnötig.

Die einzige Heizung im Haus befindet sich in der Lüftungsanlage. 90% der Energie werden durch den Wärmetauscher zurückgewonnen, lediglich 10% müssen nachgeheizt werden.

 

Warmwasser

Anders als die Heizenergie kann das Warmwasser nicht „passiv“ gewonnen werden, sondern muss aufgeheizt werden. Hier empfiehlt sich alternative Energie wie Solarwärme, Pellets oder eine Wärmepumpe, deren Energie in einem Pufferspeicher zwischengespeichert wird und bei Bedarf entnommen wird.

 

Dämmung der Außenhülle

Passivhäuser speichern 90 % der Raumwärme. Fenster, Türen oder Balkonanschlüsse lassen weder Luft noch Wärme entweichen. Der beheizte Raum ist von der Bodenplatte bis zum Dachstuhl lückenlos verpackt. 

Fenster in Passivhäusern werden normalerweise mit Dreifachverglasung ausgeführt. So sinkt die Temperatur an der Fensterinnenseite nicht unter 17°C. Achtung! Man benötigt Fenster mit guten Ug-Werten (3fach-Verglasung, Edelgas-Füllung); diese Fenster sind im Normalfall relativ teuer.

Fassade, Decke und Keller werden im Normalfall mit speziellen Dämmstoffen gedämmt. Dies kostet zwar ein Mehr an Investition, spart jedoch jedes Jahr eine Unmenge an Heizkosten. Eine Passivhausdämmung bringt den zusätzlichen Vorteil, dass sie Schimmelbildung und Feuchtigkeitseinschlüsse verhindert. Für Passivhäuser gibt es spezielle Formteile, um typische Wärmebrücken bei Decken-, Balkon- oder Fensteranschlüssen minimieren zu können.

 

Luftdicht bauen

Die Luftdichtheit ist für ein Passivhaus essentiell. Dadurch wird verhindert, dass zu viel warme Luft nach außen strömt und kalte Luft ins Innere eindringt. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Feuchte der Innenluft nicht in die Wand dringt und so Schimmelbildung und Feuchtigkeitseinschlüsse in der Dämmung verhindert werden.

 

 

 


Erneuerbare Energie
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erstellt am 11.02.2012 03:17 |