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Blogbeitrag

Posted: 21.3.2011 - 0 comment(s) [ Comment ] - 0 trackback(s) [ Trackback ]



Es scheint, als sei unsere Politik in Bezug auf Alternative Energien aufgewacht. Bedenkenswert ist allerdings, dass es dazu die Geschehnisse in Japan bedurfte. Erst jetzt wird allzu deutlich, dass eine Laufzeitverlängerung unserer Atomkraftwerke nicht unbedingt eine gute politische Entscheidung war.
Die anstehenden Wahlen in diversen Bundesländern haben die neuen Überlegungen, dass zumindest die alten Reaktoren abgeschaltet werden, wahrscheinlich nicht unerheblich forciert.

Geht die Politik noch einen Schritt weiter und realisiert tatsächlich einen frühzeitigeren kompletten Ausstieg aus der Kernkraft, bedeutet das für unser Land wohl zunächst einen Versorgungsengpass mit Energie. Wahrscheinlich würde erst mal auf die Märkte unserer Nachbarstaaten, vor allem Frankreich, zurückgegriffen werden, was für uns ja nicht unbedingt mehr Sicherheit bedeutet, von der Endlagerungsproblematik ganz abgesehen.

Was ist zu tun? Zunächst bedarf es konkreter Rahmenbedingungen von Seiten der Politik. Für die Unternehmen muss es sich lohnen, auf erneuerbare Energien zu setzen. Der Endverbraucher wird nicht begeistert sein, wenn er die Kosten für die Umstellung tragen muss, zumal er schon etliche Strompreiserhöhungen hinter sich hat. Durch die Einspeisevergütungen auf die Netzentgelte ist er ja bereits direkt an diesen Investition beteiligt. Dabei hätte es durchaus Alternativen gegeben, wie zum Beispiel den Anschluss an sauberen und günstigen Strom aus Norwegen, der aus Wasserkraft erzeugt wird. Letztendlich scheiterte es an der Kraftanschlussverordnung des Netzanschlussvertrags (KraftNAV), in dem der Zusatz „Seekabel“ fehlte.

So lange Strom aus Sonne und Wind noch nicht in großem Umfang gespeichert werden kann für Zeiten, an denen diese Energieträger nicht ausreichend zur Verfügung stehen, werden wohl vorüber gehend noch Kohle- und Gaskraftwerke zum Einsatz kommen. Da diese aber keinesfalls umweltverträglich sind, eigenen sie sich nicht für eine Investition in die Zukunft.

Bleibt dann doch nur der saubere Strom aus Wasser, Wind und Sonne. Das bedeutet aber auch die Akzeptanz der Bevölkerung, Hochspannungsnetze direkt vor Ort zu haben, sowie Windparks und Sonnenkollektoren, die optisch nicht unbedingt in ein gediegenes Landschaftsbild passen, aber dafür für Sicherheit und Sauberkeit sorgen.

 


Erneuerbare Energie




erstellt am 23.05.2013 23:37 |