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Jedes Auto, das zum Erdgastanken gerüstet ist, kann diesen Treibstoff aufnehmen und damit auch noch Kohlendioxideinsparungen von 90 Prozent erreichen. Der neue Kraftstoff namens verbiogas ist sehr leistungsfähig, wie bei dem Internationalen CAR-Symposium in Bochum festgestellt werden konnte. Der Produzent des Produkts stammt aus Sachsen-Anhalt und will in Zukunft schrittweise sein Produkt an den Mann bringen. Seit Ende 2010 werden Erdgasfahrzeuge immer mehr mit dem neuen Kraftstoff betankt, der in München bereits zu erwerben ist. Das Verbiogas wird aus agrarischen Reststoffen hergestellt und ohne die Nutzung von Nahrungsmitteln. Aufbereitet auf das Niveau von Biogas ist es der beste Kraftstoff, den sich derzeitige Erdgasautos leisten können. Mit der Hilfe des neuen Kraftstoffs wird auch ein neuer Ansatz behandelt und eine Strategie entwickelt. Die Ganzpflanze bei der Gewinnung zu nutzen, war bei der Herstellung von Erdgas zunächst nicht vorgesehen und somit kommt nun das eigens entwickelte und patentierte Verfahren der Verbio-Hersteller zum Einsatz. Bei den eingesetzten Rohstoffen werden 90 Prozent der Pflanze in entsprechenden Kraftstoff umgewandelt. Der abgesonderte Rest wird als Biodünger weiterverwendet und geht zurück in den Kreislauf der Landwirtschaft. Dies ist eine absolute Weltneuheit und bereits im Dezember 2010 bekam Verbio für dieses Verfahren einen Biogas-Innovationspreis der Deutschen Energie-Agentur. Verbio stellt seit Anfang 2011 einen Vorrag von 500 GWh Verbiogas zur Verfügung. Somit sind schon 25 Erdgastankstellen innerhalb Deutschlands mit dem neuen Stoff versorgt und bis 2015 soll das Ergebnis noch gesteigert werden. Wachsendes Potenzial ist das Resultat, wie eine Studie belegt. Für die Thematik wurde innerhalb der letzten Jahre auch eine Arbeitsgruppe in der Deutschen Energie-Agentur aufgesetzt und dort zusammen mit anderen Verfahren verglichen. Bis Mitte 2011 soll ein Maßnahmenplan weitere Regelungen klarstellen, welche dann umgesetzt werden sollen. Das Ziel, einen Anteil von Erdgas und Biogas zu verwenden und in einen deutschen Kraftstoffmix zu wandeln, steht gut. An der Aufarbeitung arbeitet auch die Bundesregierung mit.
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