In Stuttgart wurde nun die Entwicklung vorangetrieben, um sich für die Zukunft vorzubereiten. Hier wurden insgesamt acht Tochtergesellschaften zur Tagung am Stuttgarter Unternehmenssitz zusammengerufen. Dort wurde dann das Memorandum of Understanding unterzeichnet. Der Kern dieser Vereinbarung beruht auf dem Themenbereich des intelligenten Netzes.
Unterschiedliche Kompetenzen sollen auch hier die Erfahrung fördern und das Unternehmen besser machen. Die Vorteile werden genutzt und somit ein Ganzes geschaffen. Individuelle und unterschiedlich regionale Rahmenbedingungen kommen zusammen. Die Einspeisung der Windkraft wurde in Deutschland mit der EWE AG in Oldenburg und der EnBW entwickelt und hat natürlich in diesem Fall eine ganz andere Bedeutung. Beim neuen Projekt besitze man jedoch viel mehr Erfahrung und somit könne man die Wissensvielfalt in die Entwicklung bei der Veränderung des Stromnetzes einfließen lassen. Dies soll einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern verschaffen.
Der Anteil der erneuerbaren Energien steigt an und somit wird ein Paradigmenwechsel eingeläutet. Bisher wurden konventionelle mit regelbaren Erzeugungen gekoppelt und gerade soviel Strom produziert, wie er gebraucht wurde. In Zukunft will man den Vorgang so steuern, dass die Energie steuerbar wird und somit aus regenerativen Quellen genommen wird. Die Energiewirtschaft und die Konsumenten werden damit jeweils vor eine neue Herausforderung gestellt. Dabei spielen natürlich auch wetterabhängige Faktoren eine Rolle. In Zukunft müssen nicht nur die Großkraftwerke den Stromverteilen können sondern auch die Entwicklung und der Ausbau des intelligenten Stromverteilnetzes soll eingesetzt werden. Bis zum Jahr 2030 wird hier ein Investitionsvolumen von 20 bis 25 Milliarden Euro eingesetzt.
Um einen Einklang von Erzeugung und vorhandener Netzkapazität zu erreichen, werden im klassischen Verteilernetz hohe Investitionen notwendig sein. Eine stärkere Netzinfrastruktur ist die Folge. Unweigerlich werden hier steigende Netzentgelte entstehen und höhere Belastungen für die Endverbraucher bedeuten. Deswegen wird jede Hoffnung in das intelligente Energiesystem gesetzt und die Energie soll effizienter genutzt werden.
Inzwischen arbeiten insgesamt acht Gesellschaften zusammen an einem intensiven Informationsaustausch und schaffen ein gemeinsames Kompetenzzentrum, welches sich Smart Grid nennt. Hier sollen die einzelnen Gesellschaften ihr eigenes Wissen einbringen und das System wird weiterentwickelt. Somit soll für eine gute Übergangsphase gesorgt werden, in der die Umstellung stattfindet und die erneuerbaren Energien ausgebaut werden.