Morgens gleich nachdem aufstehen nehmen wir uns Wasser und kochen erst einmal einen Kaffee, dann geht es unter die Dusche, um richtig wach zu werden und die morgendliche Toilette gehört auch dazu. Für all die kleinen Dinge, die zu einem morgendlichen Ritual gehören benötigen wir eins: und zwar Wasser!
Eigentlich das größte Hab und Gut auf dieser Welt. Trotzdem verbraucht jeder deutsche Bürger täglich 127 Liter Wasser. Und wenn man einmal sieht, dass davon rund 40 Liter Wasser nur für die Toilette drauf gehen, dann ist es alles andere als sparsam. Gleichzeitig aber lassen wir das Regenwasser ungenutzt in den Boden sickern, dabei kann gerade das einen hohen ökologischen Nutzen bieten.
Die Regenwassernutzung ist inzwischen eigentlich nichts Ungewöhnliches mehr und das Prinzip der Funktionsweise auch sehr simpel, dennoch höchst effizient. Zunächst wird das Niederschlagswasser, welches über das Dach fließt, in einem Regenwasserfilter gesammelt und in den Regenwasserspeicher geleitet, der sich wiederum – je nach Platzmöglichkeit - innen oder außen auf dem Grundstück befindet. Danach kommt das Regenwasser mittels einer Saugpumpe in die einzelnen Verbraucherstellen. Der Schlamm wird bereits im Speicher abgelagert und so entsteht kein weiterer Dreck, der in die weitergeleiteten Stellen kommen kann.
Bei einer Dachfläche von 100m² und einem durchschnittlichen Niederschlag im Jahr von 800mm und einer Speichergröße von 3000 Litern, ergibt sich bei einem Vier-Personen-Haushalt, der täglich 160 Liter Wasser verbraucht, eine Speicherkapazität von 16 Tagen. Die Kosten für solch eine Anlage beträgt rund 4.000 Euro, aber im Vergleich zu den langfristigen Einsparungen durchaus eine sinnvolle Investition.