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Blogbeitrag

Posted: 23.12.2010 - 0 comment(s) [ Comment ] - 0 trackback(s) [ Trackback ]


Noch steht uns erneuerbare Energie aus Windanlagen und Fotovoltaik-Anlagen nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. Aber die Möglichkeit, auch alte Häuser so zu sanieren, dass sie nur noch sehr wenig Energie benötigen, die gibt es bereits.

Laut der Deutschen Energie-Agentur (dena) rechnet sich das sogar. Dieses Fachinstitut hat 330 sanierte Altbauten genau unter die Lupe genommen und festgestellt, dass sich die Kosten so gut wie ganz amortisierten.


Dennoch will die Bundesregierung die Förderung zur thermischen Gebäudesanierung neu auflegen. Mit den Anteilen der Bundesländer wird mit einem Gesamtzuschuss von 300 Millionen kalkuliert, der dafür bereit gestellt werden soll. Mit einem Zuschuss in Höhe von 15 bis 20 % der Kosten soll erreicht werden, dass noch mehr Eigentümer ihre Häuser wärmedämmend sanieren.

Ein guter Ansatz für den Klimaschutz, jedoch sollte dieses Mal explizit darüber nachgedacht werden, wer wieviel Förderung erhält, damit die Förderung auch wirklich den gewünschten Zweck erfüllt. Denn die genaue Ermittlung der Personen, die nur wegen des Zuschusses moderniert haben, wurde nach der letzten Förderung schlichtweg vergessen. Wer sowieso kein Geld hat, wird auch bei einem Zuschuss von 4.000 Euro keinen Sanierungsauftrag über 20.000 Euro erteilen.

Mit der bisherigen Handhabung wurden somit keine zusätzlichen Hausbesitzer zum energiebewussten Modernisieren animiert. Eine Befragung von 1000 privaten Hausbesitzern, die Fördergelder in Anspruch genommen hatten, ergab, dass lediglich sechs Prozent ihre Modernisierung nur allein wegen dem Zuschuss durchgegeführt hatten. Der Rest hätte sowieso umgebaut, weil er es sich leisten konnte.
Viel effektiver wäre somit eine individuelle Prüfung nach dem tatsächlichen Bedarf, damit auch für sozial schwache Haushalte eine Wärmedämmung ihrer Gebäude möglich wird. Der prozentuale Anteil der Förderung könnte dann auch höher ausfallen.


Zusätzlich sollte die Regierung per Gesetz forcieren, dass alle Immobilien, ob neu oder alt, innerhalb der nächsten 20 Jahre wärmegedämmt sind.
 


Erneuerbare Energie




erstellt am 23.05.2013 00:12 |