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Blogbeitrag

Posted: 24.8.2010 - 0 comment(s) [ Comment ] - 0 trackback(s) [ Trackback ]
Kategorie: know-how

Bereits seit 14 Jahren wird der Förderpreis “Das Architekturdetail im Gesamtentwurf” verliehen und in diesem Jahr ging die Auszeichnung an zwei junge Studenten der Leibniz Universität Hannover, die mit ihrem Passivhaus in Lehmbauweise die Jury überzeugen konnte. Vor allem war die Jury davon beeindruckt, dass sich die Studenten Frank Lindner und Elias Fuchs nicht den klassischen Klischees eines Ökohauses bedient haben.


Ziel der beiden Planer war es, den Technik- und Baustoffaufwand, welcher bei einem Passivhaus eigentlich mit jeder eingesparten Kilowattstunde zunimmt, zu minimieren. Dafür verwendeten die Studenten ökologische Baustoffe, die genau diesen Effekt bewirkten und gleichzeitig Raum für die Bewohner des Hauses schafften. Denn Lehm bietet nicht nur eine effiziente ökologische Bauweise, sondern reguliert ebenfalls die Luft in den Innenräumen und fördert so zudem auch das gesunde Wohnen.

Das Konzept erzielte so einen solar gedeckten Heizwärmebedarf von 35 Kilowattstunden pro Quadratmeter, gleichzeitig aber einen 36 Prozent niedrigeren Primärenergiebedarf bei der Herstellung und darüber hinaus eine 34 Prozent bessere Ökobilanz. Um das zu erreichen wurde für die Planung ein Massivhaus in Betracht gezogen, welches 42 Zentimeter dicke Außenwände aus Stampflehm besitzen, über eine Innendämmung aus Schilfrohrmatten verfügt und auch die Innenwände bestehen aus Lehmsteinen und Putz. Zudem sollen alle Geschoßdecken mit Holzbalkendecken ausgeführt werden, um eine wärmebrückenminimierte Ausführung zu erzielen.


Von besonderer Wichtigkeit für die Jury war nicht nur, dass das Konzept ökologischen Standards entspricht und eine effektive Methode der Energieeinsparung bietet, sondern auch, dass es in die Praxis umgesetzt werden kann. Denn das Modellgebäude der beiden Studenten soll auf einem Baugrundstück im Expo Stadtteil in Hannover realisiert werden.


Erneuerbare Energie
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erstellt am 10.02.2012 13:25 |