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Kategorie:
research & development
Im Bereich der regenerativen Energie hat Deutschland im Laufe der letzten Jahre einen Status erworben, der gemeinsam mit der Weltmacht USA, als Vorreiterposition bewertet werden kann. Dennoch nehmen Diskussionen Überhand, die sich speziell auf die Versorgungslücken von erneuerbarer Energie innerhalb Deutschlands beziehen. Ob eine 100%ige Abdeckung tatsächlich möglich ist, ist nach wie vor fraglich, wodurch eine Wachstumsverzögerung innerhalb der Branche eingetreten ist.
Neuesten Zahlen des Forschungsinstituts Bloomberg New Energy zufolge brachen in Europa die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel ein und liegen mit 4,5 Milliarden Euro nun hinter den USA, die inzwischen 5 Milliarden im Bereich erneuerbare Energie investiert hat. Bei weiterer Durchsicht des Berichts des Forschungsinstitutes ist jedoch erkennbar, dass die USA und Europa, im Speziellen Deutschland, schon bald nicht mehr an der Spitze stehen werden. Grund hierfür ist die effektive Aufholjagd Chinas, die durch Investitionen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro allein im zweiten Quartal des Jahres 2010 untermauert wurde. Damit wendet das Land des Lächeln inzwischen mehr in das Segment auf als die USA und Europa zusammen. Ein Rückblick zeigt, dass es eigentlich erst fünf Jahre sind, in denen sich China mit erneuerbarer Energie beschäftigt; dies jedoch in einer rasanten und nicht mehr aufzuhaltenden Geschwindigkeit. Allein im Jahr 2009 wurden in China Windmühlen mit einer Leistung von 14.000 Megawatt aufgestellt. Im Vergleich dazu schaffte es Deutschland gerade einmal im gleichen Zeitraum auf 1.900 Megawatt. Doch trotz des Ziels bis 2020 15 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus Ökostrom zu liefern gibt es auch Barrieren, die China noch überwinden muss. Laut der Expertin für erneuerbare Energie bei der Unternehmensberatung Frost & Sullivan, Alina Bakhareva, seien nämlich von den 2009 aufgestellten Windrädern die Hälfte noch nicht ans Stromnetz angeschlossen. Auch die Lager, die hoch belastbar sein müssen, werden derzeit noch aus Europa geliefert. Dafür aber werden vier von fünf Windräder im Land selbst produziert. Damit der Boom in China nicht in Europa für Pessimismus sorgt, möchte der europäische Rat für erneuerbare Energie dem entgegentreten und diskutiert über weitere Entwicklungs-und Investitionsmöglichkeiten.
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