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Blogbeitrag

Posted: 10.2.2011 - 0 comment(s) [ Comment ] - 0 trackback(s) [ Trackback ]
Kategorie: know-how

Oft stellt sich dem Bauherren oder Gebäudesanierer die Frage, auf welche Weise die benötigte Heizenergie am kostengünstigsten bereitgestellt werden kann. 
Werden zu diesem Zweck nur die zu erwartenden jährlichen Heizkosten herangezogen, so greift dieser Ansatz zu kurz. Zu groß sind die Unterschiede bei den Anschaffungskosten zwischen den verschiedenen Heizsystemen.
Einen groben Überblick, beruhend auf österreichischen Preisen, zeigt die folgende Tabelle: http://www.ktt-heizungen.at/kostenvergleich.html
Darin wird deutlich, dass das Heizen mit Strom hinsichtlich der jährlichen Heizkosten mit Abstand am teuersten ist. Auch heizen mit Öl ist in den letzten Jahren sehr teuer geworden, wobei sich dieser Trend noch immer fortsetzt. Etwas günstiger als Öl ist der Energieträger Gas. Zu den kostengünstigsten Heizsystemen zählen Heizungen mit Wärmepumpen und Holzöfen.
Wie wirken sich nun die unterschiedlichen Anschaffungskosten auf dieses Ranking aus?
Dazu müssen die Kapitalkosten unter Zuhilfenahme eines realistischen langfristigen Zinssatzes berechnet und berücksichtigt werden. Dieser Kalkulationszins ist nicht nur bei einer Kreditfinanzierung sondern auch bei einer Finanzierung mit eigenen Ersparnissen anzusetzten, denn niemand ist schließlich bereit seine Ersparnisse zinslos einer Bank zu überlassen.
Die Berechnung selbst erfolgt mittels der bekannten Annuitätenformel.

Damit erhält man beim Vergleich von

  • Elektro-Nachtspeicherheizung um 5000,-  Gesamtkosten
  • Ölbrenwert-Zentralheizung mit wassergeführter Wärmeverteilung samt Öltank um gesamt 35000,-
  • Gasbrennwert-Zentralheizung mit wassergeführter Wärmeverteilung um gesamt 30000,-
  • automatischen Hackschnitzelheizung mit wassergeführter Wärmeverteilung samt Hackschnitzellagerraum um gesamt 40000,-
  • Sole-Heizungswärmepumpe mit wassergeführter Wärmeverteilung um gesamt 40000,-
  • Heizsystem aus Inverter-Klimaanlagen (Luft/Luft-Wärmepumpen) um gesamt 9000,-

bei einem

  • Kalkulationszins von 5%
  • mittleren Jahresheizbedarf des Gebäudes von 30000 kWh und einer
  • Nutzungsdauer der Heizsysteme von jeweils 20 Jahren bzw. 10 Jahren bei den Inverter-Klimaanlagen 

folgende Kostensituation:

"""alt"""alt
""""alt""""Auch wenn man sich über die getroffenen Annahmen streiten kann, so zeigt sich, dass die jährlichen Gesamtkosten bei Ölzentralheizsystemen am höchsten, bei dem bei uns unüblichen Heizen mittels Inverter-Klimaanlagen am niedrigsten ausfallen.

Jedem Bauherren kann empfohlen werden ebenfalls Berechnungen nach obigem Schema, angepasst an seine spezielle Situation durchzuführen, wobei als zusätzliche Alternative das Senken des Heizwärmebedarfs durch Maßnahmen der Gebäudeisolierung mitberücksichtigt werden sollte.
Auf diesem Weg wird das jeweils optimale Heizsystem sicherer gefunden, als wenn man auf Prospekthalbwahrheiten der diversen Hersteller angewiesen ist.


Erneuerbare Energie




erstellt am 24.05.2012 16:41 |