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Umwelttechnik, Abwasser, Trinkwasser, Wasserkraft

Die Wasservorkommen

Die unterschiedlichen Wasservorkommen

Nimmt man die Menge aller unterschiedlichen Wasservorkommen dieser Erde zusammen, so ergibt dies eine Menge von rund 1,65 Trilliarden Liter Wasser. Hiervon ist allerdings lediglich ein Anteil von 0,03 Prozent als Süßwasser verwertbar. Wasser kommt in den folgenden Bereichen vor: mit weniger als 0,0008 Prozent ist Wasser selbst in der Atmosphäre (sprich: als Feuchtigkeit) enthalten, als nutzbares Grundwasser (in diesem Zusammenhang werden das förderbare und das nicht förderbare Grundwasser unterschieden) mit etwa 0,015 Prozent sowie als nicht nutzbares Wasser mit rund 15,45 Prozent. Letzteres befindet sich in derartig tief gelegenen Erdschichten, dass eine Förderung nicht möglich ist.

Wasser ist ferner im (polaren) Eis enthalten mit einem Anteil von etwa 1,007 Prozent. Der Gesamtanteil an Wasser in den Flüssen, Bächen und Seen beträgt circa 0,015 Prozent und in den Weltmeeren entspricht die Menge einem Wert von 83,51 Prozent

Niederschlagswasser

In Anbetracht der Tatsache, dass sich in den vergangenen Jahren die Zahl der Hochwasser und Überschwemmungen erhöht hat, und betrachtet man gleichzeitig auch die Tatsache, dass die Wohngebiete vielerorts immer enger besiedelt werden, ist de facto Handlungsbedarf gefragt. Noch in früheren Zeiten verhielt es sich so, dass das Niederschlagswasser auf direktem Wege in die Kanalisationen umgeleitet wurde. Heutzutage macht es jedoch Sinn, das Niederschlagswasser direkt wieder dem Wasserkreislauf zuzuführen und es dementsprechend „an Ort und Stelle“ versickern bzw. in angrenzende Gewässer fließen zu lassen. Nicht selten werden daher auch so genannte Versickerungsmulden angelegt.

Wasservorkommen als Oberflächenwasser: Flüsse, Seen, Talsperren

Oberflächenwasser können natürliche oder künstlich angelegte, oberirdische Gewässer sein wie zum Beispiel Teiche, Seen, Flüsse, Talsperren oder Bäche. Diesbezüglich ist auch vom so genannten Rohwasser die Rede. Leider verhält es sich vielerorts so, dass die Qualität des (Roh-)Wassers, aus dem das wertvolle Trinkwasser gewonnen wird, nach und nach immer schlechter wird.

Nicht nur die kontinuierliche Umweltverschmutzung, sondern auch die stetig wachsende Bevölkerungszahl etc. ist verantwortlich für diesen Umstand. Diesbezüglich ist übrigens zu berücksichtigen, dass auch Talsperren mittlerweile vermehrt als Erholungs- und Freizeitgebiete genutzt werden und daher nicht selten einem gewissen Verunreinigungsrisiko unterliegen.

Fakt ist aber, dass Talsperren unter anderem auch der Trinkwasserversorgung dienen. Gleichzeitig werden sie häufig als Hochwasserschutz, zur Energie- und Betriebswasserversorgung sowie zur Niedrigwasseraufhöhung und Schiffbarmachung genutzt.

Wasserkörper

Oberflächengewässer werden in unterschiedliche Wasserkörper unterteilt. Das bedeutet, dass zwischen so genannten naturbelassenen, künstlichen und veränderten Wasserkörpern unterschieden wird. Veränderte Wasserkörper beispielsweise weisen bestimmte, morphologische Belastungen auf.

Auch beim Grundwasser wird in der Regel eine Unterteilung in „Grundwasserkörper“ vorgenommen. Zum Zwecke einer vereinfachten Gliederung werden überdies detaillierte Wasserkörper-Steckbriefe erstellt, mit denen ein jeder Wasserkörper nach seiner Beschaffenheit zugeordnet werden kann. Dieses sind insbesondere der jeweilige „Ist-Zustand“, die individuellen Rahmenbedingungen (auch die der entsprechenden Umgebung des zu bewertenden Wasserkörpers wie zum Beispiel Kanalisierung, Nutzung für Freizeit-Zwecke, als Trinkwasser etc.) sowie die Wechselbeziehung zu möglichen, bereits vorhandenen Belastungen.

Vielerorts ist geplant, so genannte Wasser-Steckbriefe über kurz oder lang sogar im world wide web der breiten Öffentlichkeit zugängig zu machen.

Hydromorphologie

Als Hydromorphologie wird die Beschreibung bzw. die Bewertung der gegenwärtigen Beschaffenheit (bzw. des Potentials) von Gewässern bezeichnet. Hydromorphologische Untersuchungen ermitteln beispielsweise die Eignung eines Wasserkörpers als Trinkwasser. Darüber hinaus wird im Zuge dessen ebenfalls analysiert, ob bzw. inwiefern gar hydromorphologische Belastungen vorliegen. Letzteren liegen in der Regel Ein- und Überleitungen zugrunde, Wasserentnahmen oder auch zweckentfremdende Maßnahmen. Dieses können zum Beispiel der Ausbau des Gewässers als Wasserschifffahrtsstraße oder das Anlegen von Häfen sein.