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Umwelttechnik, Abwasser, Trinkwasser, Wasserkraft

Die Wasserversorgungsnetze

Wartung, Instandhaltung und Sanierung der Wasserversorgungsnetze

Ein einmal gelegtes Rohrleitungsnetz für die Wasserversorgung soll nach Möglichkeit viele Jahre seinen Dienst reibungslos tun. Das gilt für ein Wasserversorgungsnetz auf dem eigenen Grundstück genauso, wie für die großen Leitungen der städtischen Wasserversorgung.

Entscheidend ist deshalb, dass schon beim Bau der Versorgungsnetze mit äußerster Sorgfalt geplant und ausgeführt wird. Die Rohrleitungen müssen auf die Bodenverhältnisse abgestimmt werden, um frühzeitige Korrosion zu verhindern. Darauf ist vor allem bei unterirdisch verlegten Rohrleitungen zu achten, die vielfältigen Belastungen innerhalb des Erdreichs, als auch über die Aktivitäten auf der Erdoberfläche ausgesetzt sind.

Ein besonderes Augenmerk muss den Verbindungsstücken gelten, da diese immer eine Unterbrechung des geschlossenen Rohres darstellen und starken Belastungen standhalten müssen, ohne sich als Schwachstelle zu entpuppen.

Von Anfang an muss ein Wasserversorgungsnetz regelmäßig mit geeigneten Methoden überprüft werden. Dies gilt für den Innenraum, der auf Risse und Verstopfungen abgesucht wird, wie für den Außenraum, der auf Druck- und Belastungsstellen untersucht werden muss. Für diese Arbeit gibt es kleine Kameras, die in die leeren Rohre eingeführt werden. An einem Monitor können die Innenrohre bequem überprüft werden.

Kleinere Schäden müssen sofort in Ordnung gebracht werden. Oft ist es sinnvoller gleich ein Teilrohr komplett auszuwechseln, als in regelmäßigen Abständen Flickstellen abzudichten oder Folgeschäden aus undichten Rohren beseitigen zu müssen.

Brunnen

Der Bau und die Nutzung von Brunnen sind so alt wie die Menschheit selbst. Er sichert in wasserarmen Gegenden die Versorgung mit Trink- und Brauchwasser. Jedoch ist nicht grundsätzlich jedes Brunnenwasser so keimfrei, dass es unbedenklich getrunken werden kann.

Voraussetzung dafür ist, dass der Brunnen von gespanntem Grundwasser oder gar Quellwasser gespeist wird. In den letzten Jahren gehen immer mehr Hauseigentümer dazu über, sich im Garten einen Brunnen anlegen zu lassen. Sollte das gewonnene Wasser keine Trinkqualität haben, lässt es sich auf jeden Fall für die Gartenbewässerung nutzen. Mit einigen verlegten Rohren und einer Pumpe kann man auch die Waschmaschine oder die Sanitäranlagen mit dem Brunnenwasser betreiben. Nicht zuletzt ist es möglich, dieses Wasser mit Filtern in Trinkwasser umzuwandeln.

In südlichen Ländern, wo das Wasser schon immer ein kostbares Gut war, werden Brunnen ortsnah für die Bevölkerung angelegt, um ihnen jederzeit frisches Wasser zur Verfügung zu stellen. Legt man Leitungen vom Brunnen zu verschiedenen Abnahmestellen, müssen Pumpen zwischengeschaltet werden, um das Wasser zu transportieren.

Das Warten und Betreiben derartiger Pumpen an ihrem Brunnen sind oft Kosten, die ein armes Land nicht aufbringen kann. Eine energieunabhängige Möglichkeit, um das Wasser aus der Erde und über Land zu pumpen, besteht im Einsatz von solarbetriebenen Wasserpumpen. Sie pumpen das Wasser aus dem Brunnen an jeden beliebigen Ort. Sei es auf die Felder zur Bewässerung oder in die Haushalte.

Trinkwasserversorgung: Rohre und Leitungen

Wer Wassergeld einsparen möchte, macht sich Gedanken um den Bau eines Brunnens oder um die Nutzung des Regenwassers. Auf jeden Fall werden Rohre und Wasserleitungen benötigt. Will man nur Nutzwasser gewinnen, kann man eventuell Kompromisse beim Kauf von Rohrleitungen eingehen.

Anders sieht es aus, wenn man Trinkwasserqualität haben möchte. Die Zuleitungen sollten auf jeden Fall so gelegt werden, dass das Wasser den kürzest möglichen Weg zu dem Ort hat, an dem es gebraucht wird. Die Rohre selber müssen langlebig und möglichst pflegeleicht und außerdem aus einem Material sein, das auch nach längerem Gebrauch, keine chemischen Schadstoffe in das Wasser abgibt.

Unerlässlich sind Filtersysteme, die in die Wasserführung eingebaut werden. Dies gilt für Regenwassernutzung noch mehr als für die Nutzung von Brunnenwasser. Die Filteranlagen in den Rohren und Leitungen sind der Schlüssel, um das gewonnene Wasser überhaupt gewinnbringend nutzen zu können. Ein falscher Filter wird früher oder später verstopfen und immer wieder Reparatur- und Wartungsarbeiten hervorrufen.

Im schlimmsten Fall seine Aufgabe nicht mehr erfüllen und das Wasser unzureichend reinigen. Es hat also keinen Sinn an dieser Investition zu sparen, da mit dem richtigen Filter das ganze System steht oder fällt.