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Umwelttechnik, Abwasser, Trinkwasser, Wasserkraft

Die Wasserversorgung

Wasserversorgung in Deutschland

Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland vergleichsweise schlecht ab, wenn es um die finanziellen Aspekte hinsichtlich der Wasserversorgung in Deutschland geht. Denn im Gegensatz zu den USA, Frankreich, Belgien oder den Niederlanden ist der Wasserpreis hierzulande mit Abstand am höchsten. Woran mag das liegen?

Denn Wasser ist zwar an sich in gewisser Weise ein Handelsgut, aber dennoch nicht vergleichbar mit den übrigen, „klassischen“ Ge- und Verbrauchsgütern. Denn man bedenke, dass Wasser eine geradezu unverzichtbare Lebensgrundlage darstellt. Betrachtet man jedoch die preisliche Struktur beim Wasserhandel, so stellt man fest, dass das Preisniveau in Deutschland, das ja von staatlicher Seite her festgelegt wird, in den letzten Jahren nur minimal angestiegen ist.

Nicht aber in Australien oder Belgien: beide Länder hatten – ähnlich wie andere Regionen – in der Vergangenheit mit einem Kostenanstieg für den Erwerb von Wasser von mehr als 80 Prozent zu „kämpfen“. Schaut man sich im Zuge dessen auch einmal die Wasserqualität hierzulande an und stellt wiederum einen Ländervergleich an, so fällt auf, dass die Güte „unserer“ Wasserqualität einen Platz in den „vordersten Reihen einnimmt.

Dennoch kann man auch am „falschen Ende“ sparen: Untersuchungen ergaben, dass ein zu geringer Wasserverbrauch dazu beiträgt, dass nicht genügend Wasser durch die unterirdischen Leitungen des Wasserversorgungsnetzes fließen und dementsprechend eine Bakterienbildung begünstigt werden kann. Verständlich, dass somit die finanziellen Aufwendungen für die Abwasseraufbereitung kontinuierlich ansteigen.

Trinkwasser: Verbrauch oder Gebrauch?

Wasser ist in der Tat ein überaus wertvolles Gut und die Ressourcen der einzelnen Länder sind höchst unterschiedlich verteilt. So gehört zum Beispiel Deutschland zu einer der wasserreichen Regionen dieser Erde. Bekanntlich ist es generell zwingend erforderlich, sparsam und achtsam mit dem kostbaren Nass umzugehen. Kann man jedoch – wenn es um Wasser geht – tatsächlich von einem „Verbrauch“ sprechen oder sollte in diesem Zusammenhang vielmehr von einem „Gebrauch“ die Rede sein?

Sicherlich kommt es dabei auf die individuelle Betrachtungsweise an, jedoch sollte berücksichtigt werden, dass Wasser einem immer währenden Kreislauf unterliegt; dem so genannten Wasserkreislauf der Erde. Schon allein aufgrund dieser Tatsache kann also nicht von einem Verbrauch gesprochen werden, denn das Wasser gelangt nach jedwedem Gebrauch früher oder später in den Wasserkreislauf zurück.