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Umwelttechnik, Abwasser, Trinkwasser, Wasserkraft

Die Wasserstandsmessung

Pegel und Wasserstandsmessung

Insbesondere bei Hochwasser werden eifrig Wasserstandmessungen in Flüssen oder Bächen durchgeführt. Eine Wasserstandmessung erfolgt in der Regel mithilfe eines Pegels. Pegel wurden schon im Mittelalter als so genannte Messlatte eingesetzt. Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffes „Pegel“ entstammt dem niederdeutschen Sprachgebrauch: während der Durchführung von Messungen zur damaligen Zeit wurde oftmals ein Eichstrich gezogen, der so genannte „Pegel“. Hiermit wurde – und wird noch heute – der Pegelstand des Wassers gemessen.

Pegelnullpunkt

Der so genannte Pegelnullpunkt (PNP) bezeichnet im eigentlichen Sinne das Bezugsniveau, anhand dessen bestimmte Wasserstandangaben erfolgen. Dementsprechend bezeichnet der Pegelnullpunkt den Ausgangspunkt eines Pegels. Jedoch ist hierbei zu beachten, dass die Höhenlagen in Bezug auf die Pegelnullpunkte stets voneinander abweichen können. Grundsätzlich gilt, dass der Pegelnullpunkt (PNP) sich auf das Meeresniveau bezieht (sprich: Normalnull (NN)).

Normalnull NN

Im Allgemeinen wird die Bezeichnung Normalnull (NN) mit dem Wert des mittleren Meeresspiegels gleichgesetzt. Früher galt Normalnull NN als das vom Gesetzgeber vorgegebene Bezugsniveau für Höhen, die oberhalb des Meeresspiegels lagen. Generell gilt heutzutage jedoch folgendes: der Normalnullpunkt befand sich noch bis etwa zum Beginn des 19. Jahrhunderts an der ehemaligen Berliner Sternwarte; als entsprechender Richtwert galt der Amsterdamer Pegel. Aktuell liegt der Normalhöhenpunkt 37,000 m unterhalb des Wertes der einstigen Berliner Sternwarte und kann mittlerweile an mehreren Fixpunkten in Berlin-Hoppegarten abgelesen werden.