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Umwelttechnik, Abwasser, Trinkwasser, Wasserkraft

Eigenschaften von Wasser

Eigenschaften von Wasser

Wasser an sich ist geschmacksneutral und geruchlos. Grundsätzlich ist ein einzelner Wassertropfen zwar von einer durchsichtigen, lichtdurchlässigen Beschaffenheit, jedoch ändert sich dies bei größeren Mengen: Wasser wirkt optisch blaustichig, jedoch ist dieser Eindruck mit dem menschlichen Auge erst ab einer gewissen Wassermenge feststellbar. Darüber hinaus gilt, dass Wasser in der Natur nur in den seltensten Fällen absolut rein vorkommt, denn mögliche Verunreinigungen tragen zu einer teils gravierenden, optischen Veränderung bei. Diese Veränderungen spielen eine entscheidende Rolle im Hinblick auf die Qualität von Wasser. Die Oberflächenspannung von Wasser ist relativ hoch; sogar kleine Insekten sind in der Lage sich auf der Wasseroberfläche fortzubewegen.

Waschtenside verringern die Oberflächenspannung, sodass Wasserläufer & Co. unmittelbar nach der Benetzung des Wassers (zum Beispiel mit Seifenlauge) ertrinken würden.

Ein weiteres Phänomen von Wasser ist die Tatsache, dass heißes Wasser weitaus eher zum gefrieren neigt, als kaltes Wasser. Apropos Wärme: Wasser weist eine vergleichsweise hohe Wärmeleitfähigkeit auf. Je höher die Wassertemperatur, desto höher die Wärmeleitfähigkeit. Umgekehrt hingegen gilt, dass Wasser im festen Zustand, also in Form von Eis um ein vielfaches besser leitet als dies Wasser im flüssigen Zustand zu tun vermag. Eis schmilzt übrigens bei einer Temperatur von 0 °C; Wasser hingegen gefriert bei 0 °C. Zahlreiche Versuche in der Vergangenheit haben darüber hinaus veranschaulicht, dass die Siedetemperatur von Wasser bei 100 °C liegt.

Aggregatzustände des Wassers

Wir kennen Wasser im so genannten „Normalzustand“ als durchsichtige, lichtdurchlässige Flüssigkeit. Dennoch ist es ein Stoff, welcher in drei Aggregatzuständen bekannt ist: fest, also in gefrorenem Zustand in Form von Eis, gasförmig als Wasserdampf und als Flüssigkeit. Wissenswert ist im Übrigen, dass Wasser die einzige auf der Erde bislang bekannte chemische Verbindung ist, die in der Natur in allen drei Aggregatzuständen vorkommt.

chemische Eigenschaften des Wassers

Noch aus der Schulzeit ist bekannt, dass Wasser in zahlreichen, chemischen Experimenten eine entscheidende Rolle spielt. Denn es stellt sich immer wieder heraus, dass vielerlei Reaktionen unterschiedlicher Stoffe ohne die Verbindung mit Wasser anders verlaufen würden; selbst der Faktor „Luftfeuchtigkeit“ reicht in diesem Zusammenhang vollkommen aus, um bestimmte Ergebnisse bzw. Reaktionen auszulösen.

Eine besondere Eigenschaft, die Wasser so wertvoll macht, ist der Sauerstoffgehalt des Wassers. Im herkömmlichen Trinkwasser kommen in der Regel sechs bis acht mg Sauerstoff pro Liter vor. Der ph-Wert von Wasser benennt den Säure/Basengehalt und beträgt bei „klassischem“ Trinkwasser 7,0.

Im Hinblick auf die chemischen Eigenschaften von Wasser ist freilich auch der SBV-Wert von Bedeutung. Dieser gibt Aufschluss über das Säurebindungsvermögen von Wasser und lässt dementsprechend Rückschlüsse auf die Gewässerfruchtbarkeit zu. Dabei ist unter anderem von der individuellen Zusammensetzung aus (wertvollen) Nährstoffen (zum Beispiel Natrium, Kohlenstoffdioxid, Nitrate etc.) und Nährsalzen die Rede.

physikalische Eigenschaften des Wassers

Zu den physikalischen Eigenschaften von Wasser zählen insbesondere die Faktoren „Temperatur“, „Lichtdurchlässigkeit“ bzw. „Trübung“, „Strömungsverhalten“ und die Dichte. Letztere jedoch hängt ab von der jeweiligen Wassertemperatur und dem vorhandenen Druck. So beträgt die Dichte bei einer Temperatur von 24,5 °C etwa 0,99717 g/ml, bei 25 °C liegt der Wert bei 0,9982 g/ml.