Zum Inhalt springen
Umwelttechnik, Abwasser, Trinkwasser, Wasserkraft

Wertstoffrecycling

Wertstoffrecycling und Wertstoffe recyceln

Müllverbrennungsasche & Flugasche: Müllverbrennungsanlagen sind ein entscheidender Bestandteil der Abfallwirtschaft. Aber ganz gleich, ob es sich um Klärschlammverbrennung oder um die Verbrennung von Abfällen zur weiteren Nutzung als sekundäre Brennstoffe handelt: während eines Verbrennungsvorgangs entstehen nicht nur wertvolle Energien, welche von großer Bedeutung für die Stromerzeugung sind, sondern es fallen auch diverse Rückstände in Form von Müllverbrennungsasche bzw. Flugasche an. Diese Aschen machen in etwa 15 bis 35 Prozent der gesamten restlichen Müllmenge aus, dazu kommen Filterstäube, Schlacken etc. In der Regel werden die Flugasche sowie die übrige Müllverbrennungsasche in speziellen Deponien gelagert. Weitere Verwendungszwecke sind das Auffüllen geschlossener (Salz-)Bergwerke, oder die Nutzung als Baustoff im Straßenbau.

Schmelzkammergranulat & Eisenhüttenschlacke

In der Stahlindustrie entstehen bei der Einschmelzung von Gestein riesige Mengen von Eisenhüttenschlacke. Die letztendliche Verwendung der Eisenhüttenschlacke liegt in erster Linie im Straßenbau. Hier wird das Material unter anderem zum Bau von Lärmschutzwällen oder für die Stabilisierung von Tragschichten eingesetzt. Dahingegen entstehen bei der Verarbeitung von Steinkohle im Zuge der so genannten Schmelzfeuerung große Mengen an Schmelzkammergranulat.

Bestimmte Verarbeitungstechniken ermöglichen die spätere Nutzung des Schmelzkammergranulates vor allem zur Errichtung von Schutzwällen oder zur Stabilisierung von Leitungsgräben. Darüber hinaus eignet sich das Material ideal als Bauwerkstoff zur Untermauerung von Wegbefestigungen.

Natürliche Mineralstoffe Recycling

Heutzutage steht bekanntlich nicht mehr allein die effiziente Entsorgung von Abfall im Vordergrund, sondern vor allem auch dem Schutz von Ressourcen wird eine große Bedeutung beigemessen. Wenn man bedenkt, dass hierzulande mehr als 250 Millionen Tonnen an wertvollen, mineralischen Abfällen (zum Beispiel aus Siedlungsabfällen etc.) anfallen, so besteht vor dem Hintergrund des Ressourcenschutzes in der Tat ein immenses Potential. Diese natürlichen Mineralstoffe werden bislang entweder nur auf Deponien abgelagert oder sie dienen der Verwertung im Bauwesen. So ist es unvermeidbar, dass bei der Eisen- oder Stahlproduktion ein vergleichsweise hoher Metallanteil im mineralischen Schlackeanteil verbleibt. Allerdings hängt der tatsächliche Anteil der Mineralien einzig von den jeweils verwendeten Rohstoffen ab.

Aluminiumrecycling

Die Aspekte des Up- oder Downrecyclings, so wie sie bei der Wiederaufbereitung der meisten anderen Materialien vorkommen können, sind beim Aluminiumrecycling nur bedingt gegeben. Grund hierfür: die individuellen Eigenschaften dieses Metalls werden selbst nach Gebrauch des jeweiligen Produktes nicht eingeschränkt oder in negativer Form beeinträchtigt. Die ursprüngliche Qualität bleibt also selbst nach mehrmaliger Verarbeitung bzw. Wiederaufbereitung erhalten. Dabei erfolgt der Recyclingprozess von Aluminium zumeist durch Schmelzung im heißen, chloridversetzten Salzbad, sodass ein Oxidieren schon im Voraus ausgeschlossen werden kann. Untersuchungen ergaben, dass rezykliertes Aluminium in Bezug auf seinen Energieverbrauch sowie im Hinblick auf den Grad der Umweltbelastung (sprich: Luft und Wasser) in der Regel weitaus bessere Werte aufweist, als neues Aluminium.

Kupferrecycling

Im Zuge der Aufbereitung von Altkupfer kann man davon ausgehen, dass sich nach dem Verwertungsprozess die Qualität bzw. die Materialbeschaffenheit des Kupfers nicht verändert. Dabei beginnt das Recycling von Kupfer mit der Demontage von Computern, Schaltschränken, Druckern oder zahlreichen anderen elektronischen Geräten. Im Anschluss daran werden die im Elektroschrott vorhandenen Kabel sortiert und unter Zuhilfenahme von Magneten auf mögliche Eisenanteile untersucht. Diese Vorsortierung trägt dazu bei, dass nach dem Recyclingprozess in speziellen Entsorgungsunternehmen bzw. in Kupferhütten dank moderner, umweltschonender Technologien ein hoher Reinheitsgrad des Kupfers gewährleistet werden kann. Dieser sollte etwa 99,99 Prozent betragen.