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Umwelttechnik, Abwasser, Trinkwasser, Wasserkraft

Die Sortierungsverfahren

Sortierungsverfahren und Verwertung

Sortierung von Wertstoffen durch Trommelsiebe: dass zu einer umweltgerechten Verwertung von Reststoffen in jedem Fall auch eine Vorabsortierung erfolgen sollte, ist bekannt. Stör- und Fremdstoffe sollten demnach aussortiert werden. Schließlich gewährleistet ein hoher Homogenisierungsgrad eine weitaus bessere Qualität der zu verarbeitenden Wertstoffe. So auch in Bezug auf die Verarbeitung von Verpackungsmitteln im Sinne des „Dualen Systems Deutschland“.

Die Abfälle werden in einem Trommelsieb gesammelt, in dem ein Windsichter die Bestandteile mit einem geringen Eigengewicht (Plastik- oder Papierteilchen) hochbläst und so aus dem übrigen Abfallbestand separiert. Im Anschluss an die Trennung im Trommelsieb werden die aussortierten Abfälle zu Ballen gepresst, sodass eine spätere handlichere Verarbeitung erfolgen kann. Die übrigen, schwereren Reststoffe werden anderen Verwertungsverfahren zugeführt.

Verwertungsverfahren: Sortierung von Wertstoffen durch Windsichter

Bei der Verwertung von Verpackungsmaterialien, aber auch von Altglas etc. kommen im Rahmen der notwendigen Vorsortierung der jeweiligen Wertstoffe in der Regel auch so genannte Windsichter zum Einsatz. Nachdem die zu verarbeitenden Abfälle zunächst grob von Hand vorsortiert, danach maschinell geschreddert und entsprechend zerkleinert werden, gelangen sie auf einem Förderband zu einem Windsichter. Dieser trennt durch die Zufuhr eines kontinuierlichen, starken Luftstroms die leichten von den schwereren Abfallbestandteilen. Auf diese Weise werden zum Beispiel Papier, Metalle und auch Kunststoffe mit einem geringen Eigengewicht nach oben geblasen. Zur Vorsortierung von Altglas ist allerdings die vorherige Entfernung von Etiketten und Alu-Bestandteilen erforderlich.

Verwertungsverfahren: Sortierung von Wertstoffen per Magnetscheider

Bei der Wertstoffsortierung kommt der Magnetscheider zum Einsatz, wenn magnetische Eisenteile aus einer Menge unterschiedlicher Wertstoffe aussortiert werden sollen. Dabei wird die zu sortierende Menge über ein Förderband an einem Magnetscheider vorbei transportiert, der sich gewöhnlich über dem Förderband befindet. Die magnetische Anziehungskraft des Magnetscheiders sorgt dafür, dass die magnetischen Eisenteile vom Magnetscheider angezogen und somit aussortiert werden. Unter dem Magneten befindet sich üblicherweise auch noch ein zweites Förderband, das quer zum ersten Förderband verläuft und die angezogenen Teilchen wieder zu einer Sammelstelle abtransportiert. Der Magnetscheider kann nicht nur bei festen Wertstoffen, sondern bei Bedarf auch bei flüssigen Wertstoffmassen verwendet werden.

Verwertungsverfahren: Sortierung von Wertstoffen per Wirbelstromabscheider

Der Wirbelstromabscheider wird verwendet, um nichtmagnetische, aber elektrisch leitfähige Stoffe wie etwa Kupfer, Magnesium oder Aluminium aus einer Wertstoffmenge auszusortieren. Dabei sorgt ein Rotor mit ständig wechselndem Magnetpol in der Nähe eines Förderstromes dafür, dass bestimmte Stoffe einem wechselnden Magnetfeld unterworfen werden und ihrerseits durch senkrechte Wirbelströme der Teilchen eine abstoßende Kraftwirkung aufbauen. Die betreffenden Wertstoffe werden nun nach oben ausgestoßen, während die restliche Wertstoffmenge auf dem Förderband verbleibt und am Ende gesammelt werden kann. Die Verwendung des Wirbelstromabschneiders bietet viele Einstellungsmöglichkeiten, um bestimmte Materialien auszusortieren. Überdies kann eine besonders gute Sortierung erreicht werden, wenn die Rotationsbewegung umgedreht wird.

Verwertungsverfahren: Sortierung von Wertstoffen durch Nahinfrarottechnik, Nahinfrarotspektroskopie

Bei der Sortierung von Wertstoffen kommt heute unter anderem die Infrarottechnik, insbesondere die Nahinfrarottechnik zum Einsatz. Denn durch diese Technik ist es möglich, in komplexen Abfallmengen enthaltene Abfälle aus Kunststoff, Papier oder anderen Materialien, die sich für die Wiederverwertung eignen, zu erkennen und auszusortieren. Die Nahinfrarotspektroskopie unterscheidet sich von der normalen Infrarotspektroskopie vor allem durch die stärkere Energiestrahlung und die damit verbundene, höhere Genauigkeit beim Auffinden der gewünschten Stoffe. Somit kann ein Maximum an wieder verwertbaren Stoffen aus der Abfallmenge aussortiert werden, um wirtschaftlich verwertet zu werden und auch sehr komplexe und große Abfallströme optimal behandelt werden, um bestimmte Stoffe auszuscheiden.