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Umwelttechnik, Abwasser, Trinkwasser, Wasserkraft

Die Abfallsysteme

Abfallsammelsysteme und Abfallsammlung Arten

Abfallsammelsysteme Gitterboxen: Gerade im industriellen Bereich gehören Gitterboxen zu den unverzichtbaren Abfallsammelsystemen. In der Regel fassen die (Standard-)Boxen ein Volumen von rund 600 Litern und eignen sich zur Sammlung unterschiedlichster Abfall-Sorten. Hierzu gehören in erster Linie Kartonagen, Pappe, Papier, Metall bzw. Metallschrott, alte Elektrogeräte sowie Leichtverpackungen, Folien etc. Die zumeist vom Gesetzgeber vorgegebenen Abmessungen einer Gitterbox – auch als GiBo bezeichnet – betragen 120 cm bis 124 cm (Breite) x 97 cm (Höhe) x 80 bis 85 cm (Tiefe). Die Maße sind auf die in Europa geltenden LKW-Standardgrößen abgestimmt, sodass die Ladefläche stets in optimaler Weise ausgenutzt werden kann. Sogar hinsichtlich des Gewichtes sind zumeist bestimmte Richtlinien zu beachten.

Abfallsammelsysteme: Umleerbehälter

Umleerbehälter tragen auf effiziente Weise zu einer wirtschaftlichen Entsorgung von Abfällen bei. Sie werden sowohl im industriellen Bereich als auch in privaten Haushalten gern in Anspruch genommen. Sie sind aufgrund ihrer am Unterboden angebrachten Rollen sehr leicht von A nach B zu transportieren, sie sind verschließbar und können im Bedarfsfall sogar abgeschlossen werden. Sämtliche Wertstoffe oder jeglicher Abfall kann hierin gesammelt werden. Die Entsorgungsunternehmen, welche Umleerbehälter zur Verfügung stellen bieten im Zuge dessen oft auch einen auf die Bedürfnisse des Verbrauchers abgestimmten Leerungsrhythmus an. Entweder kann der Müll auf Abruf oder in bestimmten, regelmäßigen Zeitabständen abgeholt und entsprechend entsorgt werden.

Abfallsammelsysteme: Presscontainer

Vor dem Hintergrund, eine möglichst wirtschaftliche und effiziente Abfallentsorgung gewährleisten zu können, bieten sich so genannte Presscontainer geradezu an. Vor allem in den unterschiedlichen Bereichen von Industrie und Wirtschaft kommen sie sehr häufig zum Einsatz. So sind Presscontainer ideal für die Aufbewahrung von regelmäßig anfallenden, großen Mengen Abfall wie zum Beispiel in Einkaufszentren, im Großhandel etc. In Presscontainern werden Gewerbeabfälle wie zum Beispiel Folien, Pappe, Kartonagen, Papier oder ähnlicher Unrat gesammelt, um mittels einer Presse bei einem Druck von bis zu 35 Tonnen verdichtet zu werden. Presscontainer können entweder käuflich erworben oder gemietet werden, wobei letzterer Variante aus Kostengründen oft der Vorzug zu geben ist.

Abfallsammelsysteme: Depotcontainer

Depotcontainer eignen sich sehr gut zur zentralen Sammlung unterschiedlichster Abfall- und Wertstoffe. So lassen sich beispielsweise Leichtverpackungen, Textilien, Glas, Altpapier oder auch Elektroschrott etc. an speziellen Sammelstellen deponieren, um so der späteren Entsorgung zugeführt zu werden. Eine vergleichsweise hohe Wirtschaftlichkeit zeichnet die modernen Depotcontainer aus. Zahlreiche Modelle verfügen über einen „Lärmschutz“, sodass der Einwurf von Glas, Elektroschrott & Co. nur bedingt in der näheren Umgebung zu hören ist. Ein weiterer Vorteil, der für das Aufstellen von Depotcontainern spricht, ist vor allem auch die Möglichkeit, unkomplizierte Umrüstungsarbeiten durchführen zu können. Auf diese Weise ein Depotcontainer für Altglas mit nur wenigen Handgriffen zum Papiercontainer umfunktioniert werden.

Abfallsammelsysteme: Ballenpresse

Ballenpressen sind in der Tat eine besonders innovative Methode moderner Abfallsammelsysteme, um eine effiziente, wirtschaftliche Müllentsorgung zu gewährleisten. Frei nach dem Motto „Die Verdichtung von Abfällen spart Kosten und schont gleichzeitig auch die Umwelt“ ermöglichen es Ballenpressen sogar, die bei der Abfallentsorgung anfallenden Transport- bzw. Lagerkosten in hohem Maße einzusparen. Aber nicht nur das: Ballenpressen dienen in erster Linie dazu, (brennbaren) Abfall zum Zwecke einer entsprechenden, späteren Entsorgung zu komprimieren und dadurch Raum zu schaffen für zusätzlichen Abfall innerhalb des Müll-Sammelsystems. Somit lassen sich Folien, Dosen, Kartonagen, Plastikmüll, Schaum und Schaumstoffe, PET-Flaschen, Styropor und anderer Abfall auf eine sehr einfache und Kosten sparende Weise verdichten.

Abfallsammelsysteme: Recyclinghof, Wertstoffhof, Abfallwirtschaftshof, Mistplatz, Altstoffsammelzentrum

Bei der in Österreich unter anderem als Mistplatz bezeichneten Sortierschleife – hierzulande jedoch eher als Abfallwirtschaftshof oder Wertstoffhof bekannt – werden Abfälle unterschiedlichster Kategorien gesammelt und an die entsprechenden Verarbeitungsstationen weitergeleitet. Hierzu gehören unter anderem Glas, Altpapier, Altkleider, Elektrogeräte, Grünabfälle, Metall- und Elektroschritt, Bauabfälle, Batterien etc. Ganz im Gegensatz zu manch‘ anderem Entsorgungssystem basiert das Prinzip des Altstoffsammelzentrums auf dem so genannten Bringsystem: der jeweils zu entsorgende Abfall bzw. die Wertstoffe müssen durch die privaten oder die öffentlichen Müll-Lieferanten selbst zum Recyclinghof gebracht werden. Entscheidende Vorteile dieses Prinzips sind die dadurch eingesparten Transportkosten sowie die oftmals sorgfältigere Mülltrennung. Denn Letztere wird jeweils vom Sammler – jedoch unter Aufsicht des Personals am Wertstoffhof – durchgeführt.

Abfallsammelsysteme: Monotonne

Die so genannte Monotonne hat sich in den vergangenen Jahren in Bezug auf innovative Abfallsammelsysteme bewährt. Gerade wenn es um die Müllsammlung (Holsystem) im Haushaltsbereich geht, eignet sich das Aufstellen einer Monotonne zur leichteren Sortierung bestimmter Abfallarten besonders gut. So wird sie vor allem im Hinblick auf eine umweltgerechte und wirtschaftliche Sammlung von Altpapier eingesetzt, um dieses der Papier verarbeitenden Industrie in einer bestmöglichen, einheitlichen Qualität zur Verfügung stellen zu können. Schließlich erfolgt im Zuge dessen zunächst eine manuelle Vorsortierung durch den Haushalt, der sich sodann eine (teil-)automatisierte Sortierung in der Papierverarbeitungsanlage anschließt. Ziel ist es, zu einer effizienteren Müllsortierung beizutragen und dabei gleichzeitig Kosten zu sparen.

Abfallsammelsysteme: Sacksystem

Um eine wirtschaftliche Entsorgung des Abfalls (sprich: Biomüll, Verpackungsmaterialien und sonstiger Restmüll) zu gewährleisten, wurde vor einigen Jahren das so genannte Sacksystem ins Leben gerufen. Somit werden im Auftrage des Dualen Systems Deutschland (DSD) kostenlose Säcke an die örtlichen Haushalte ausgegeben, um auf diese Weise eine effiziente Mülltrennung durchzusetzen. Gelbe Säcke sollen hauptsächlich zur Sammlung von Verpackungsabfällen genutzt werden, in die braunen Säcke gehört der Biomüll wie zum Beispiel Küchenabfälle (Eierschalen, Zwiebelschalen etc.) und in den zumeist grauen Restmüllsäcken wird ein großer Teil des übrigen, anfallenden (Haus-)Mülls gesammelt. Die lokalen Entsorgungsunternehmen sind jeweils mit der Abholung bzw. der Entsorgung des Mülls beauftragt.

Abfallsammelsysteme: Pressmüllwagen

In bestimmten, regelmäßigen Abständen werden die Abfälle aus Industrie sowie vor allem aus privaten Haushalten durch (öffentliche) Entsorgungsunternehmen gesammelt. Nicht selten werden zu diesem Zweck spezielle Pressmüllwagen eingesetzt, welche ein weitaus größeres Müllvolumen aufnehmen können, als dies bei den „klassischen“ Müllwagen der Fall ist. Denn einfache, zumeist im Inneren des Fahrzeugs angebrachte Mechanismen zerkleinern bzw. pressen den Müll, sodass zusätzlicher Platz für weitere Abfälle geschaffen werden kann. Pressmüllwagen werden zum einen für Kartonagen und Papierabfälle genutzt, andererseits werden sie gleichermaßen für die Sammlung von Restmüll und Bio-Abfällen verwendet. Natürlich eignen sie sich darüber hinaus auch für die Sammlung von Verpackungsabfällen und Folien.

Abfallsammelsysteme: Bündelsammlung

Wie in alten Zeiten: Statistiken belegen, dass die Qualität des im privaten und industriellen Bereich gesammelten (Alt-)Papiers kontinuierlich schlechter wird. Denn die Tatsache, dass sowohl Papier, alte Kartons sowie auch (stark) verschmutzte Umverpackungen gleichermaßen gemeinsam in einer gesonderten Altpapiertonne gesammelt und später durch ein Entsorgungsunternehmen zur weiteren Verarbeitung abgeholt werden, trägt bekanntlich nicht zur Qualitätsverbesserung bei. Ganz im Gegenteil. Vor Jahren noch verhielt es sich so, dass Zeitschriften und Zeitungen jeweils gebündelt und getrennt von Kartons, Verpackungen und Pappe am Straßenrand platziert und zur Abholung bereitgestellt wurden. Diese so genannte Bündelsammlung ermöglichte eine weitaus homogenere Beschaffenheit des Sammelgutes und trug obendrein zu einer Kostenersparnis bei. Denn ein zusätzliches Aussortieren von Verpackungsmaterialien & Co. war seinerzeit nur bedingt vonnöten.

Abfallsammelsysteme: Abfallsauganlage, Müllsauganlage

In der Regel erfolgen die Planung und die Organisation der Müllentsorgung durch das Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung. Dieses übernimmt oft auch den Betrieb einer Müllsauganlage. Eine solche gleichermaßen als Abfallsauganlage bezeichnete Vorrichtung wird zumeist in Mehrfamilienhäusern genutzt; sie kommt allerdings vereinzelt auch in Einfamilienhäusern zum Einsatz: der jeweils anfallende Müll wird in einen speziellen Einwurfschacht bzw. in eine dafür vorgesehene Eingabestelle geworfen. Damit der so entsorgte Abfall schnell und reibungslos weitergeleitet werden kann, transferiert ihn ein lokales Rohrsystem mittels Druckzufuhr zu einer der örtlichen Sammelstellen. Von hier aus wird der Müll mit den Fahrzeugen der entsprechenden Entsorgungsunternehmen zur Mülldeponie transportiert.