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Umwelttechnik, Abwasser, Trinkwasser, Wasserkraft

Maschinelle Abwasserreinigung

Decker Umkehrosmoseanlage UO 50 – UO 500

Bei der maschinellen Aufbereitung von Abwasser werden in erster Linie feste Schwimm- und Schwebstoffe entfernt. Dabei erfolgt die Reinigung beispielsweise durch das Flotationsverfahren, sprich: durch das explizite Ausnutzen der physikalischen Auftriebskraft der Teilchen. Darüber hinaus erfolgt die Wasseraufbereitung ebenfalls durch die Ausnutzung von Schwerkraft (Zentrifugation, Sedimentation) sowie durch die Separation gemäß der jeweiligen Partikelgröße.

In diesem Zusammenhang sind unter anderem die Verfahrensweisen Siebung oder Filtration zu nennen. Überhaupt ist die maschinelle Abwasserreinigung überaus effektiv und – je nach angewandter Methode – recht kostengünstig.

Reinigungsanlagen: Umkehr-Osmose

Das Abwasseraufbereitungsverfahren „Umkehr-Osmose“ wird in der Regel auch als Reversosmose bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine häufig angewendete, physikalische Methode zur Aufkonzentrierung gelöster Stoffe, welche sich im Abwasser befinden. Durch eine Druckerzeugung kann auf diese Weise der Osmose-Vorgang, so wie er auch in der natürlichen Umgebung vorkommt, umgekehrt werden.

Vor allem in Bezug auf eine qualitativ hochwertige Aufbereitung von Trink- und Brauchwasser wird das Umkehr-Osmoseverfahren angewendet. Der osmotische Druck von Trinkwasser liegt bei etwa zwei bar, wohingegen der erzeugte Druck beim Umkehrosmoseverfahren in Abwasserreinigungsanlagen bei zwischen vier und 30 bar angesiedelt ist.

Abwasserhebewerke & Fäkalienhebewerke

Abwasserhebewerke werden dazu genutzt, Abwasser aus Mischwasserleitungen sowie aus Trennwassersystemen abzutransportieren. Aufwändige Messtechniken und Elektrovorrichtungen tragen sowohl in Abwasserhebewerken wie auch in Fäkalienhebewerken zu einem reibungslosen Ablauf bei.

Eine innovative Datenübertragungstechnologie sorgt überdies kontinuierlich dafür, dass die zur Anwendung kommenden, pneumatischen oder hydraulischen Vorrichtungen das Wasser in einem klärfähigen Zustand weiterleiten können.

Effizient arbeitende Verdrängungsmaschinen und Strömungsvorrichtungen sowie Über- und Unterdruckverfahren sind diesbezüglich unverzichtbar. Wichtig ist in diesem Zusammenhang selbstverständlich auch die Vermeidung von Geruchsbelästigungen. Auch eine Luftverschmutzung durch entweichende Gase muss im Zuge dessen vollständig ausgeschlossen werden können.

Abwasserdruckleitungen

Abwässer werden in der Regel über Abwasserdruckleitungen von den Haushalten oder Gewerbebetrieben zu den Kläranlagen befördert. Hierbei werden die Abwässer unter Druck transportiert, was vor allem dann vorteilhaft ist, wenn sie von einem tiefer gelegenen Punkt an einen höher gelegenen Punkt befördert werden sollen. Hier reichen Leitungssysteme ohne Druck nicht aus.

Der Betrieb kann im Vergleich zu drucklosen Systemen als aufwändiger angesehen werden, was bei sich bei entsprechender Dimensionierung allerdings relativiert. Überdies hinaus kommt es hier auch weniger häufig zu Störungen, da der Druck in den Abwasserdruckleitungen für einen ständigen Fluss in der Rohrleitung sorgt.

Auffangvorrichtungen

Gerade dann, wenn Partikel unterschiedlicher Größe mit den Abwässern transportiert werden, kann es dadurch auch zu Störungen kommen, wenn sich diese festsetzen. In einigen Fällen stellen bestimmte Festkörper im Abwasser aber auch eine Gefährdung für die Umwelt dar und müssen vor dem Weitertransport daher ausgeschieden werden.

Spezielle Auffangvorrichtungen sorgen dafür, dass diese Festkörper aufgefangen und ausgeschieden werden und nicht in die Rohrleitungen gelangen. Diese Auffangvorrichtungen können je nach Ziel unterschiedliche Formen annehmen. So stehen etwa siebartige Vorrichtungen oder aber auch Absetzbecken zur Verfügung, in denen die Feststoffpartikel automatisch gesammelt werden, während die Abwässer hier durch geleitet werden.

Belüftungseinrichtungen

Um den Abbau von verschiedenen Inhaltsstoffen im Abwasser zu fördern, ist es notwendig, dem Abwasser Sauerstoff zuzuführen. Dieser Sauerstoff trägt zum Abbau bei. Um den Sauerstoff zuzuführen, gibt es spezielle Belüftungseinrichtungen, die im Rahmen der Abwasserreinigungsanlage installiert sind und zum Prozess beitragen. Diese sind entweder fix mit der Anlage verbunden oder es handelt sich auch um schwimmende Systeme, die auf dem Abwasser schwimmen, wie es oft bei Klärbecken der Fall ist.

Einige Systeme wie die Turbinenbelüftungsanlagen versetzen das Abwasser nicht nur mit Sauerstoff, sondern sorgen auch gleichzeitig für eine optimale Vermischung des Sauerstoffs mit dem Abwasser.

Pumpwerke

Um die Abwässer zu den Kläranlagen transportieren zu können, ist es notwendig, die Rohrleitungen unter Druck zu setzen, was in den Pumpwerken geschieht.

In diesen Pumpwerken werden die Abwässer durch hydraulische und pneumatische Vorgänge in die jeweiligen Richtungen gepumpt und weiter transportiert. Wichtig hierbei ist allerdings auch, dass das Abwasser klärfähig bleibt, was durch besondere Pumpverfahren gewährleistet wird. Außerdem soll verhindert werden, dass die Umgebung durch Gerüche oder auch Gase gefährdet wird. In den Pumpwerken wird meist ein Über- oder Unterdruck erzeugt, der die Abwässer durch die Leitungen schleust.

Rührwerke

Ein wichtiger Bereich bei der Reinigung von Abwässern vollzieht sich in den Rührwerken der Kläranlagen. Denn um die Inhaltsstoffe des Abwassers abzubauen, ist es notwendig, dass Bakterien aktiv werden und den Abbauprozess durchführen. Dies kann allerdings nur in einem vollständig homogenisierten Abwasser geschehen, wo die Bakterien und die Inhaltsstoffe optimal verteilt sind.

So kann die Reinigung optimal und durch den natürlichen Abbauprozess unterstützt vonstatten gehen, wodurch ein großer Beitrag zum Umweltschutz geleistet wird. Die Rührwerke verteilen die anorganischen Stoffe durch Drehbewegungen gleichmäßig im Becken.