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Umwelttechnik, Abwasser, Trinkwasser, Wasserkraft

Grauwassernutzung und Regenwassernutzung

Nicht selten wird das Abwasser, welches beispielsweise beim Duschen, Baden, Spülen, Händewaschen usw. anfällt und in gesonderten Behältnissen gesammelt wird, innerhalb des betreffenden Haushaltes ein weiteres Mal verwendet. Dieses so genannte Grauwasser ist beispielsweise hervorragend als Spülwasser für die Toilette geeignet. Wer auf diese Weise die Umwelt schont, spart bares Geld. Zudem bietet es sich geradezu an, Regenwasser für die Gartenbewässerung oder als Waschwasser zu verwenden. Viele umweltbewusste Bürger machen es bereits vor: vor dem Hintergrund, die Abwassergebühr weitestgehend einzusparen, kann das weiche Regenwasser für die Waschmaschine genutzt werden.

Betriebswasserversorgung für Privathaushalte

Wenn man bedenkt, dass die tägliche Trinkwassermenge (pro Kopf) in privaten Haushalten bei etwa 130 Litern liegt, aber hiervon lediglich rund 20 bis 22 Liter in reiner Trinkwasserqualität benötigt werden, so bietet sich hier ein Wasserspar-Potential von mehr als 75 Prozent. Dadurch, dass die restliche Menge an Trinkwasser sehr wohl auch in „minderer“ Qualität genutzt werden könnte, ist die Installierung von Grau- oder auch Regenwasseraufbereitungsvorrichtungen also in der Tat von Vorteil. Somit lässt sich nicht nur bares Geld sparen, sondern auch die Abwassermengen ließen sich auf diese Weise reduzieren.

Betriebswasserversorgung für Unternehmen

Modernste Anlagen machen es möglich: der Verbrauch von Trink- bzw. Brauchwasser in Betrieben kann sich zum Teil um ein Vielfaches reduzieren lassen. Filterrückspülwasser, Kühlwasser, Prozesswasser, Löschwasser oder auch (geringfügig verschmutztes) Reinigungswasser kann ein- oder gar mehrfach verwertet werden, wodurch sich unternehmensintern nicht nur die Wasserkosten, sondern auch die Abwassergebühren gravierend einsparen lassen.

Spezielle Techniken helfen dabei, wie zum Beispiel Bodenfilter, Rotationstauchkörper etc: sie reinigen das Grauwasser entsprechend vor und machen es für die weitere Verwendung nutzbar. Darüber hinaus kann der Einsatz von Vakuumtoiletten oder Trockenurinalen das Sparen ebenfalls explizit unterstützen.

Regenwassernutzung: Regenrückhaltebecken

Wie sinnvoll die Nutzung von Regenwasser ist, stellt sich immer wieder heraus. Schließlich heißt es: mit den zur Verfügung stehenden Wasserressourcen sorgsam umzugehen und effektiv mit dem kostbaren Nass zu haushalten. Regenrückhaltebecken sind demnach in immer mehr Haushalten zu finden.

Wichtig ist die kontinuierliche Funktionalität und Betriebsbereitschaft; ein Umstand, dem die heutigen Technologien jedoch sehr wohl gerecht werden. So kann das gesammelte Regenwasser beispielsweise für die Gartenarbeit, für Reinigungsarbeiten, für die Verwendung in der Waschmaschine oder für die Toilettenspülung genutzt werden. Regenwasser gilt als besonders weich, sodass weder mit einer Kalkbildung noch mit der Entstehung von Urinstein gerechnet werden muss.

Wasserrecyclingsysteme

Was spricht dagegen, das so genannte Grauwasser noch ein weiteres Mal zu nutzen? Nichts – ganz im Gegenteil. Aus diesem Grund erfreuen sich moderne Wasserrecyclingsysteme einer kontinuierlich steigenden Beliebtheit. Über ein separates Abflussrohr fließt das Wasser aus dem Waschbecken, der Badewanne oder der Dusche ins Innere der Wasserrecyclinganlage und wird dort von gröberen Schmutzpartikeln befreit bzw. gesäubert. In den weiteren Schritten erfolgen sodann die biologische Reinigung, die Entkeimung und schließlich die letztendliche Weiterleitung zur Toilette. Hier steht es für die nächste Spülung zur Verfügung.

Bio-Membranfilter

War es noch bis vor wenigen Jahren so, dass Wasserrecycling-Anlagen nahezu ausschließlich auf mechanisch-biologischer Basis das Wasser aus Dusche, Badewanne & Co. aufbereiteten, so werden hierfür heutzutage in überwiegendem Maße Bio-Membranfilter eingesetzt. Das nach der Reinigung zur Verfügung stehende Grauwasser, welches durch Bio-Membranfilter aufbereitet wurde, kann mit Fug und Recht aufgrund des erzielten Hygienegrades als Klarwasser bezeichnet werden. Besonders vorteilhaft in diesem Zusammenhang ist, dass weder die Installation, noch die Bedienung bzw. die Wartung moderner Wasserrecycling-Anlagen, die über einen Bio-Membranfilter verfügen, aufwändig oder kostspielig sind.