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Photovoltaik (Solarstrom), der Wachstumsmotor der erneuerbaren Energien...

Der Garten soll eine Oase der Entspannung sein. Aber leider verursachen die meisten der hierfür herangezogenen Hilfsmittel hohe Stromkosten. Nicht zwangsläufig, denn setzt man auf Solargartenprodukte, so kann man einzig mit der Kraft der Sonne den Garten in neuem Glanz erstrahlen lassen und vermeidet meist aufwendiges Kabelverlegen im Garten.

Die Kraft der Sonne steht kostenlos zur Verfügung. Warum also sollte man dieses Potenzial ungenutzt verstreichen lassen? Genau diese Frage haben sich die Hersteller von Solargartenprodukten gestellt und entsprechend viele verschiedene Arten der Sonnenenergie nutzenden Gartenutensilien entwickelt:

Solar-Gartenleuchte
Solar-Gartenleuchte

Dekorative Solargartenprodukte

Solargartendeko verfolgt den Zweck, eine heimelige bis romantische Atmosphäre zu induzieren. Der Lichtwurf kann dabei ein angenehmer Nebeneffekt sein, aber auch im Zentrum stehen, um den Garten während der Dunkelheit nutzbar zu machen. Auch das in Szene setzen einzelner Gartenelemente kann der Hintergrundgedanke der Verwendung dekorativer Solargartenprodukte sein. Diese findet man beispielsweise als

  • Solar Blumentöpfe,
  • Solarlichterketten,
  • Solarteelichter,
  • Solarwandstrahler,
  • Solarwegleuchten,
  • Solarbodenstrahler,
  • Solarfackeln,
  • Solarleuchtkugeln,
  • Solarwindmühlen oder
  • Solargartenfiguren.

Nutzungskonzentrierte Solargartenprodukte

Die solare Technik im Garten kann nicht nur einen dekorativen Auftrag übernehmen, sondern auch funktionell sein. Viele interessante solare Gartenartikel vereinen nämlich eine schöne Optik mit einem anderweitigen Nutzungsauftrag. Solche funktionellen Solargartenprodukte sind

  • solare Teichfilter und Teichpumpen,
  • Mückenvernichter mit Solartechnik,
  • Solare Maulwurf- und Katzenvertreiber,
  • ein Vogelbad mit solarer Beleuchtung,
  • Außendusche mit solarer Wassererwärmung (Solarwärme),
  • sonnenenergetische Poolheizungen sowie
  • Solarradios.
     

Darüber hinaus gibt es natürlich auch Gartendekorationen, die eine solar angetriebene Funktion integrieren. Hierzu seien beispielsweise

  • ein solar betriebener Bewegungsmelder,
  • die Solarspringbrunnen und
  • solare Wasserspiele (Solarbrunnen)

genannt.

Kaufempfehlungen für Solargartenartikel - worauf Sie achten sollten

Beim Erwerb von solar betriebenen Gartenprodukten sollte man gewisse Dinge beachten, damit man sich am Ende nicht über einen Fehlkauf ärgern muss:

  • Inspektion des geplanten Solarproduktstandorts hinsichtlich ausreichender Sonneneinstrahlung und der vorherrschenden Bedingungen.
  • Entscheidung für ein dem Anspruch angemessenes Solargartenprodukt hinsichtlich der Artikelart.
  • Solargartenartikel werden in verschiedenen Materialien angeboten.
  • Kunststoffe sind zwar witterungsunanfällig, dafür jedoch nur wenig beschädigungsresistent. Besser sind deshalb Solargartendekorationen aus rostfreiem Edelstahl.
  • Solargartenartikel möglichst über den Winter unterstellen, die meisten Produkte "überleben sonst keinen Winter".
  • Nicht unbedingt dem günstigsten Produkt den Zuschlag erteilen, denn hier muss man meist Abstriche hinsichtlich Lichtintensität und Akkulebensdauer machen.
  • Zertifizierte solare Gartenartikel erhöhen die Sicherheit, gerade in der Verwendungskombination mit Wasser. Deshalb niemals auf entsprechende Auszeichnungen verzichten.
  • Minderwertige Produkte sind feuchtigkeitsempfindlich.
  • Unbedingt die Verarbeitung vor allem an Anstoßstellen überprüfen.
  • Großes Solarpaneel für bessere Ladekapazität bevorzugen.
  • Akkus mit großer Leistungsstärke, mindestens 700 mA favorisieren.
  • Solargartendeko mit LED Leuchten sind sparsamer im Verbrauch und leuchten bei gleicher Ladekapazität entsprechend länger.
  • Auf Solargartenprodukte mit integriertem Ein-Aus-Schalter setzen. Diese sparen Energie.

Vorteile und Nachteile der Solartechnologie im Garten

Netzstrom oder Solarantrieb – welche Gartenprodukte haben die Nase vorn? Dies soll nachfolgende Solargartenprodukte-Checkliste vergegenwärtigen:

  Solar-gartenartikel Netzstrom-gartenartikel
Betrieb jenseits eines Netzanschlusses JA Nein
Kabelsalat und damit Unfallgefahr verhindern JA Nein
Umweltschonender Einsatz JA Nein
Sonnendurchfluteter Standort JA JA
Schattiger Standort Nein JA
Kostengünstige Anschaffung Nein JA
Kostengünstiger Verbrauch JA Nein
Automatische Einschaltung bei Dämmerung JA Nein
Einschaltung nur auf Befehl produktabhängig JA
Starke Leuchtintensität Nein JA
Romantische Lichtfarbe JA Nein
Dauerbetrieb möglich Nein JA
Witterungsunabhängiger Betrieb Nein JA
Beschädigungsunanfälligkeit qualitätsabhängig qualitätsabhängig

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Pflege und Wartung von Solargartenprodukten

Damit Solargartenartikel mit einer langen Lebensdauer bei minimalem Leistungsverlust überzeugen, ist es notwendig, ihnen eine regelmäßige Wartung und Pflege zukommen zu lassen:

  • Verschmutzungen beseitigen
    Dafür Solarpaneel einmal pro Monat mit einem feuchten, weichen Tuch von groben Verschmutzungen und feinem Staub befreien. Niemals aggressive Reinigungsmittel oder kratzende Utensilien verwenden.

  • Verschmutzungen vorbeugen
    Die Bearbeitung des Solarmoduls mit Lotusblütenextrakt wirkt schmutzabweisend.

  • Akkuschonender Betrieb
    Das anfälligste Bauteil von Solargartenartikeln ist der Akku. Damit dieser möglichst lange hält und auch nicht vom so genannten Memory Effekt betroffen wird, sollten die später folgenden Hinweise zur Optimierung des Energieverbrauchs zwingend beachtet werden.

  • Überwintern sichern
    Manche solar betriebene Gartenutensilien sind überwinterungsfähig, andere hingegen nicht. Deshalb sollte man die Herstellerangaben hinsichtlich der Winterhärte der eigenen Solargartenprodukte genau studieren. Im Zweifelsfall müssen die solaren Gerätschaften den Winter im Warmen und Trockenen verbringen. Ansonsten ist jedoch zwingend ein akkuschonender Betrieb mit den entsprechenden Empfehlungen angezeigt.

  • Energieverbrauch optimieren
    Damit man lange und intensive Freude an den solaren Gartenprodukten hat, sollte man hinsichtlich der benötigten Energie Vorsorge treffen und zwar sowohl bezüglich der Akku-Ladekapazität wie auch in Bezug auf den Energieverbrauch:

  • Erstaufladung
    Ehe ein solares Gartenutensil verwendet werden darf, muss der Akku rund 48 Stunden aufgeladen worden sein. Geschieht dies nicht, kann er seine volle Ladekapazität niemals entfalten – es entsteht der Memory Effekt. Deshalb ist die ungestörte Aufladung an einem sonnenintensiven Platz Pflicht, wobei darauf zu achten ist, dass der solare Gartenartikel ausgeschaltet beziehungsweise der automatische
    Dämmerungssensor nicht aktiviert ist.
     
  • Akkuschonung
    Zur bestmöglichen Akkuausreizung sollte man diesen regelmäßig, also im Winter jeden und im Sommer alle zwei Monate, über ein passendes Ladegerät gänzlich befüllen. Bei konstant schwindender Akkuleistung ist ein Austausch angezeigt.

  • Sonnenplatz sichern
    Solar betriebene Gegenstände funktionieren nur bei optimaler Sonneneinstrahlung. Deshalb ist ein entsprechender Platz auszuwählen, an dem die solare Aufladung gewährleistet ist. Alternativ ist ein regelmäßiger Standortwechsel zum Ladezweck notwendig.

  • Dauerbetrieb vermeiden
    Auch hochleistungsstarke Solar Akkus sind nicht in der Lage, beispielsweise eine Solarleuchte ab Dämmerung bis zum Morgengrauen durchweg erstrahlen zu lassen. Nach durchschnittlich acht Stunden ist Schluss. Deshalb sind Dämmerungssensoren zwar arbeitserleichternd, allerdings richtige Solarstromvertilger. Besser sind Solargartengeräte mit separatem On-Off Schalter, über die man selbst den Betrieb regulieren kann.

  • LED Einsatz
    Solarlampen benötigen zur Aufgabenwahrnehmung ein Leuchtmittel. Und hier gibt es massive energetische Unterschiede. Am sinnvollsten stellen sich die LED Produkte dar, deren geringer Stromverbrauch bei gleicher Akkuladung für eine längere Lichtausbeute sorgt.

Der Akku – das wichtigste solare Bauteil

Die solare Technik der Gartenprodukte basiert darauf, über ein Solarpaneel das einfallende Sonnenlicht aufzunehmen, in Strom umzuwandeln, diesen in einem Akku zu speichern und bei Bedarf entsprechend wieder abzugeben. Entsprechend dieser Aufgabenteilung kommt dem Akku eine gesteigerte Bedeutung zu. Doch es gibt verschiedene Akkuarten und auch gewisse Empfehlungen sollten berücksichtigt werden:

  • Akkuarten
     
    • NiCd (Nickel und Cadmium):
      vollständige Entladung möglich, lädt auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Dabei allerdings von Memory Effekt gekennzeichnet und somit nur von begrenzter Lebensdauer.

    • NiMh (Nickel und Metallhydrid):
      umweltschonender und dank fehlendem Memory Effekt langlebiger als NiCd Akkus. Allerdings engeres Temperaturspektrum sowie zwingender Verzicht auf vollständige Entladung.

  • Empfehlungen

    • Akku mit Leistungsstärke über 700 mA favorisieren.
    • Akku schonenden Betrieb einhalten. Bei Betriebsstundenzahl unter vier trotz vollständig aufgeladenem Akku ist dieser auszutauschen.
    • Nur vom Hersteller empfohlene Akkumulatoren verwenden.
       

Hier finden Sie weitere Informationen zur Energiespeicherung und Akkus >>