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Photovoltaik (Solarstrom), der Wachstumsmotor der erneuerbaren Energien...

Der Ablauf einer Solarmodulbestellung

Steht die Entscheidung für eine Photovoltaikanlage fest, dann ist shoppen angesagt. Das hört sich zwar einfach an, ist es jedoch nicht unbedingt. Denn in den Kauf einer Photovoltaikanlage fließen viele Überlegungen ein, die unbedingt bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden wollen. Allen voran stellen sich zwei Fragen.

  1. Möchte man die Photovoltaikrealisierung gänzlich in die Hände eines niedergelassenen Fachunternehmens geben? Dann zahlt man einen Aufpreis, bekommt dafür jedoch ein Rundum-Sorglos-Paket.
  2. Will man lieber selbst Hand an die Bestellung anlegen? Hier lässt sich einiges sparen, allerdings ist dabei jede Menge Eigeninitiative gefragt.   

PV Komplettpakete vom Fachhändler

Der einfachste Weg zu einer Photovoltaikanlage führt zweifelsfrei über einen niedergelassenen Spezialisten im Bereich der Solar- und Umwelttechnik. Denn wer sich für dieses Arrangement entscheidet, der braucht sich keine allzu großen Sorgen über Bestellvorgänge und eventuelle Reklamationen zu machen.

Wird ein Fachbetrieb mit der Realisierung eines Photovoltaikvorhabens betraut, so übernimmt dieser schlichtweg alle notwendigen Schritte. Diese beinhalten in der Startphase:

  1. Erstes Beratungsgespräch zur Eignungsfeststellung des Dachs und die Ermittlung der optimalen Leistungsstärke der Photovoltaikanlage
  2. Detaillierte Planung bezüglich Anzahl der notwendigen Solarmodule, deren optimale Befestigungsposition und eventuelle Besonderheiten bei der Aufdach- beziehungsweise Indachmontage
  3. Entscheidung für die optimale Solarzelle hinsichtlich Halbleiter, organische Solarzellen, thermische Photovoltaikzelle oder Farbstoffzelle

Ist all dies geschehen, so greift der Betrieb für Photovoltaiktechnik auf seine Partnerkonzerne zurück, was bedeutet, dass er entsprechend der ausgewählten Solarmodule verschiedene Angebote einholt. Unter Absprache mit dem Auftraggeber wird die Bestellung getätigt. Je nach Lagerbestand, ausgewähltem Solarmodul und natürlich der Herstellerfirma heißt es nun mehr oder minder lange warten. Bis zu zehn Wochen Lieferzeit sind bei Solarmodulen durchaus gängig.

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass nach erfolgter Bestellung, die seitens des Solarmodulherstellers auch bestätigt wurde, eine Abschlagszahlung fällig sein kann. Viele Kunden wundert dies, da sie den gesamten Photovoltaikauftrag an den Fachbetrieb gereicht haben und folglich eine Gesamtrechnung nach Fertigstellung erwarten. Bei der Solarmodulbestellung ist es jedoch so, dass manche Hersteller ausschließlich gegen Vorauskasse liefern und diese Forderung leitet der Handwerksbetrieb an den Kunden weiter.

Sind die Solarmodule beim Photovoltaikpartner eingetroffen, startet nach erfolgter Terminabsprache die Montage, wobei sich der Kunde auch nicht um zusätzliche Installationsmaterialien zu kümmern braucht.

Spätestens nach Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage und Überprüfung ihrer Funktionsfähigkeit sind nun die Gelder für Installationszubehör sowie Handwerkerleistungen und eventuell noch offene Solarmodulanschaffungsposten zu entrichten.

Selbst Solarzellen bestellen

Ein Kunde, der sich dagegen entschließt, die Photovoltaikanlage selbst zu montieren, sondern dabei auf die fachkundige Hilfe eines Handwerkers setzt, ist aber noch lange nicht gezwungen die Solarmodule auch über dessen Vertriebspartner zu erwerben. Wer in diesem Zusammenhang den erhöhten Kostenaufwand scheut, der darf gerne auch in Eigenregie den Solarmodulkauf übernehmen. Allerdings sollte dabei einiges beachtet werden.

  1. Umfassende Planung unter Einbeziehung der individuellen Dachgegebenheiten
  2. Anbietervergleich unter Berücksichtigung des Preis-Leistungs-Verhältnisses
  3. Bestellvorgang tätigen

Am Anfang steht natürlich die umfassende Planung unter Vergegenwärtigung der Tatsache, ob das Dach generell für eine Photovoltaikanlage geeignet ist und welche Leistungsstärke in diesem Zusammenhang sich als beste Wahl herausstellt. Diese Planungsphase muss ein Photovoltaikinteressent glücklicherweise nicht alleine durchstehen.

Zum einen helfen Handwerker der Photovoltaiktechnik diesbezüglich gerne weiter, da sie auf den Installationsauftrag hoffen, andererseits unterstützen die meisten Kommunen derartige Planungen im Bereich der erneuerbaren Energien durch die kostenlose Hilfe eines Energieberaters. Dieser wird als unabhängiger Berater alle Notwendigkeiten definieren und dem Kunden eine schriftliche Skizzierung seines Photovoltaikbedarfs an die Hand geben.

Letztendliche Entscheidungen trifft jedoch der Photovoltaikbauherr in Eigenregie. Ob er auf traditionelle Halbleiter bei den Solarmodulen setzt oder mit organischen Solarzellen neue Wege beschreiten möchte, ist seine eigene Verantwortung.

Ist diesbezüglich die Entscheidung gefallen, dann steht der Anbietervergleich vor der Tür. Zahlreiche Hersteller, ob aus Deutschland, Amerika oder den asiatischen Staaten, tummeln sich am Markt, wenngleich sie in erster Linie im Sektor der Halbleiter Solarmodule aktiv sind. Trotz dieser grundlegenden Konformität gibt es noch immer teils erhebliche Preisunterschiede und auch hinsichtlich der Lebensdauer der Solarmodule kann es massive Diskrepanzen geben. An dieser Stelle zahlt es sich aus, nicht alleine dem günstigsten Preis zu folgen, sondern auf Qualität und Erfahrung zu setzen.

Erfahrungsberichte anderer Kunden können hier hilfreich sein. Vor der eigentlichen Bestellung sollte allerdings unbedingt abgeklärt sein, ob es in der näheren Umgebung auch einen entsprechenden Fachbetrieb gibt, der die Montage des ausgewählten Solarmodulprodukts übernehmen kann.

Nun kommt die eigentliche Bestellung, die meist nach dem gleichen Schema abläuft. In der Regel steht hierfür ein eigenes Bestellformular auf der Homepage der Solarmodulvertriebspartner zur Verfügung. In dieses trägt der Kunde das gewünschte Solarmodul in der benötigten Anzahl und Leistungsstärke ein. Notwendige Zusatzkomponenten wie Dachständer können meist mitgebucht werden. Nach Eingabe der persönlichen Daten, oftmals unter Einbeziehung der Bankverbindung, gilt der Auftrag mit Absendung des Bestellformulars als erteilt.

Was nun folgt, ist eine Auftragsbestätigung, die den Kunden innerhalb von zwei Wochen erreichen sollte. Darin ist auch eine eventuelle Vorkasse explizit erwähnt. Zu beachten ist, dass die Vorauszahlung gerade bei Onlinebestellungen von Solarmodulen eine gängige Praxis ist. Nur selten wird auf Rechnung verkauft, gelegentlich ist die Erteilung einer Einzugsermächtigung beziehungsweise die Kreditkartenbelastung erforderlich. Erst nach Zahlungseingang wird der Auftrag dann endgültig bearbeitet.

Die Lieferzeiten für online bestellte Solarmodule betragen im Durchschnitt bis zu zehn Wochen. Grundsätzlich ist in dieser Zeit jedoch kein Rücktritt vom Kaufvertrag möglich.

Erst nach Erhalt der Ware tritt das nach Bürgerlichem Gesetzbuch eingeräumte Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen in Kraft, welches besagt, dass die Solarmodule ohne Angabe von Gründen innerhalb einer Frist von zwei Wochen zurückgegeben werden können. Davon ausgeschlossen sind individuelle Anfertigungen.

Reklamationen sind dem Lieferanten unverzüglich mitzuteilen. Meist steht hierfür auf der entsprechenden Webseite ein eigener Servicesupport zur Verfügung.