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Photovoltaik (Solarstrom), der Wachstumsmotor der erneuerbaren Energien...

Die Photovoltaik-Inselanlage

Inselanlagen zur mobilen Stromversorgung

Welch hohen Stellenwert der Strom in unserem Leben hat, merken wir meistens erst dann, wenn wir ihn einmal entbehren müssen. Dies ist glücklicherweise nur selten der Fall und falls doch einmal ein Stromausfall geschieht, dann ist dieser binnen weniger Stunden wieder behoben.

Was aber kann man tun, wenn keine Möglichkeit besteht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen zu werden? Eine Inselanlage kann in diesem Fall die Antwort sein.

Was ist eine Inselanlage?

Als Inselanlage bezeichnet man eine Möglichkeit der individuellen Stromerzeugung an Orten, wo eine Anbindung an das öffentliche Stromversorgungsnetz nicht möglich ist. Meist betrifft dies die Urlaube, nämlich dann, wenn diese in abgelegenen Ferien- oder Wochenendhäusern verbracht werden.

Dort ist zwar prinzipiell eine Stromversorgung denkbar, die anfallenden Erschließungskosten gestalten sich in der Regel jedoch als unwirtschaftlich und unverhältnismäßig teuer im Vergleich zum daraus resultierenden Nutzen. Nun müssen solche Gebäude aber dennoch mit Strom versorgt werden. Und hier tritt die Inselanlage auf den Plan.

Sie ist eine Stromversorgungseinheit in sich und beinhaltet beginnend von der Energiegewinnung über deren Umwandlung in elektrischen Strom bis hin zur Einspeisung in den anlageeigenen Stromkreislauf alle erforderlichen Komponenten.

Grundsätzlich ist eine Inselanlage keine Entwicklung speziell des Photovoltaiksektors, auch wenn sie sich inzwischen in diesem Bereich fest verankert hat. Gerade bei der Stromversorgung größerer Gebiete oder bei erhöhtem Strombedarf ist die solare Energiegewinnung in der Regel auch nicht ausreichend. Hier hat sich die Windenergie durchsetzen können. Dennoch sind Inselanlagen im Photovoltaiksektor zu einer echten Institution geworden.

Inselanlagen mit Photovoltaik

Die Nutzung der Sonnenkraft zur Stromerzeugung ist grundsätzlich vom Stromnetz unabhängig und deshalb ist Photovoltaik für Inselanlagen nahezu prädestiniert. Allerdings lassen sich auf diese Art keine überdimensionalen Strombedarfe decken und auch gewisse Komponenten sollten in die Überlegung über eine solche Inselanlage einfließen.

Besonders hilfreich ist es in diesem Zusammenhang, den zukünftigen Standort der Inselanlage zu kennen. Denn die Sonneneinstrahlung, die Dachausrichtung sowie die allgemeinen Witterungsverhältnisse spielen hierbei eine bedeutende Rolle.

Ganz besonders wichtig ist es, bei der Photovoltaik Inselanlage den wahrscheinlichen Strombedarf großzügig zu berechnen. Denn hier birgt sich ein enormes Fehlerpotenzial. Bereits ein einziges Haushaltsgerät, das zuvor nicht berücksichtigt wurde, kann die gesamte Stromerzeugungsplanung kippen lassen. Auch die Auslastung mit Personen sollte in diese Überlegungen einfließen. Insgesamt ist es an der Stelle ratsam, mit sämtlichen Daten den Inselanlagenanbieter des Vertrauens aufzusuchen, um alle Details exakt durchzusprechen.

Komponenten einer solaren Inselanlage

Wie bereits erwähnt wurde, ist eine Inselanlage ein in sich geschlossener Stromkreislauf, der bereits mit der Stromerzeugung beginnt und erst mit dessen Verbrauch endet. Damit dies auf dem solaren Weg gewährleistet ist, sind unentbehrliche Photovoltaik Inselanlagen Komponenten erforderlich.

Wie zu jedem Photovoltaiksystem gehört auch zur Inselanlage an erster Stelle das Solarmodul. Ein Regler sorgt dafür, dass sich zu jeder Zeit die Leistung des Solarmoduls kontrollieren lässt und auch kleinere Abstimmungen vorgenommen werden können. Damit ist der Stromerzeugung bereits Genüge getan, denn die Umwandlung der Sonnenenergie in Strom erfolgt direkt im Solarmodul.

Nun ist es jedoch ein großes Anliegen der Inselanlagennutzer, den Strom nicht nur während des Tags und folglich bei Sonnenlicht zur Verfügung zu haben, sondern logischerweise auch während der Nacht und bei Dunkelheit beziehungsweise bei schwacher Sonnenbestrahlung. Deshalb gehört zu einer Inselanlage auch eine Art Batterie, ein Speicherelement, in dem überproduzierter Strom sozusagen bis zu seinem Verbrauch zwischengelagert wird.

Außerdem wird der erzeugte Strom nicht ins Stromnetz eingespeist, sondern dient dem Eigenverbrauch. Hier kommt es zu einem Konflikt, nämlich dahingehend, dass der per Inselanlage erzeugte Strom als Gleichstrom zur Verfügung steht, während die handelsüblichen Haushaltsgeräte wechselstrombetrieben sind. An der Stelle kommt der Wechselrichter zum Einsatz, der den Gleichstrom umwandelt und somit brauchbar macht.

Hier noch einmal zusammengefasst die notwendigen Komponenten im Überblick:

  1. Solarmodul, ausgelegt auf den individuell zu deckenden Strombedarf
  2. Regler zur Steuerung der gesamten Photovoltaikanlage 
  3. Speicherelement zum Anlegen eines Stromvorrats für sonnenarme Zeiten
  4. Wechselrichter, um solar erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln

Solarmodule Wohnmobil - Stromversorgung durch Inselanlage

Neben fest stehenden Ferien- und Wochenendhäusern sind Wohnmobile ein beliebter Einsatzbereich der Photovoltaik Inselanlagen. Denn wer mit dem Wohnmobil mehrere Wochen unterwegs ist, der möchte ungern vollständig auf Strom verzichten. Große, schwere und vor allem laute Dieselaggregate waren lange Zeit die einzige Lösung für dieses Problem. Heute werden diese Stromerzeugungskolosse jedoch immer häufiger von der Photovoltaik Inselanlage verdrängt, bei der es für eine solche Verwendung jedoch einiges zu beachten gilt.

Tatsächlich heißt es vor der Anschaffung einer Photovoltaik Inselanlage für das Wohnmobil abzuklären, ob denn tatsächlich auf diese Art genügend Strom erzeugt werden kann, um den gesamten Bedarf zu decken. Schließlich steht mit der Dachfläche nur ein begrenzter Raum zur Solarmodulbefestigung zur Verfügung und auch hinsichtlich der Sonneneinstrahlung kann man sich niemals gänzlich sicher sein. Trotzdem ist die Inselanlage eine Überlegung wert.

Dabei heißt es abzuwägen, wie hoch der reelle Stromverbrauch sein wird. Anschließend kann ein Experte mittels der Dachabmessungen genau kalkulieren, ob ausreichend Fläche für die Solarmodule vorhanden ist. Alternativ könnte auf leistungsstärkere Module zurückgegriffen werden, die jedoch einer optimalen Sonneneinstrahlung bedürfen.

Angebracht sind die Solarmodule schnell. Es gibt Elemente, die schlichtweg auf das Dach geklebt werden, andere werden aufgeschraubt und wieder andere auf einem Trägersystem befestigt. Letztere sind preislich recht weit oben angesiedelt, bieten jedoch den Vorteil, dass sie bei Angst vor Diebstahl entfernt werden können und mittels einer Spezialregelung immer wieder optimal ausrichtbar sind. Ob hier das Kosten-Nutzen-Verhältnis angemessen ist, darüber scheiden sich die Geister.

Alles in Allem sind sich die Experten darüber einig, dass Inselanlagen basierend auf Photovoltaik eine gute Lösung zur individuellen Stromerzeugung sind und auch als mobile Solaranlagen dem Kunden einen ansehnlichen Mehrwert bieten.