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Photovoltaik (Solarstrom), der Wachstumsmotor der erneuerbaren Energien...

Photovoltaik Checkliste

Ab ins Geschäft beziehungsweise im Internet gestöbert, den Geldbeutel öffnen und schon ist man im Besitz eines Solarmoduls. So einfach könnte es gehen, aber wirklich ratsam ist diese Vorgehensweise selbstverständlich nicht. Immerhin ist eine Photovoltaikanlage eine Investition in größeren Dimensionen und da will nicht nur der Kauf generell abgewogen sein, sondern auch präzise und bis ins Detail geplant werden. Denn für einen Laien ist der gesamte Photovoltaiksektor zu komplex, als dass er tatsächlich einen Gesamtüberblick haben könnte.

Aber dennoch darf man an dieser Stelle nicht den Kopf in den Sand stecken, weil man sich von all den Informationen wie erschlagen fühlt. Es gibt einige hilfreiche Tipps und Kniffe bezüglich des Kaufs von Solarmodulen, die helfen, die Gefahren, die sich in diesem Thema verbergen, zu erkennen und zu umgehen.

Grob zusammengefasst kann man diese Ratschläge wie folgt beschreiben:

  • Vergegenwärtigung der eigenen Gegebenheiten hinsichtlich der Dacheigenschaften sowie der Sonneneinstrahlung
  • Überblick über verschiedene Solarmodule, ihren Wirkungsgrad, ihre Lebensdauer sowie die Kosten verschaffen
  • Preis-Leistungs-Verhältnis abwägen und nicht nur von den Ausgaben leiten lassen.

PV-Anlage kaufen: optimale Dachneigung und Lichtverhältnisse

Wer glaubt, wenn er sein Photovoltaikvorhaben vollständig in die Hände eines Fachunternehmens gibt, sei er auf der sicheren Seite, der irrt sich leider gewaltig. Natürlich würde ein professioneller Betrieb niemals zu einer Photovoltaikanlage raten, wenn die örtlichen Gegebenheiten dieses Stromerzeugungssystem absolut nicht unterstützen, aber dennoch muss man immer bedenken, dass jeder im Photovoltaiksektor aktive Betrieb ambitioniert ist, möglichst viele Kunden zu bedienen.

Wenn da die Bedingungen nicht optimal passen, dann wird mitunter dennoch zur Photovoltaikanlage geraten und der Kunde hat am Ende das Nachsehen in Form der fehlenden Effektivität.

Ohne den Fachbetrieben etwas unterstellen zu wollen, so ist dies doch die gängige Realität. Aus diesem Grund macht es Sinn, sich bereits vorab und fern des Photovoltaik Vertriebspartners ein Bild darüber zu machen, ob die individuellen Dachbedingungen denn tatsächlich dem Vorhaben zuträglich sind.

Dabei sind einige Daten von elementarer Bedeutung. So ist beispielsweise die Dachneigung der Dreh- und Angelpunkt, mit der die gesamte Planung steht oder fällt. 30 Grad sind optimal, geringere Abweichungen können toleriert und mit entsprechenden Montagesystemen überbrückt werden. Allzu groß sollte jedoch die Diskrepanz zwischen optimalen Bedingungen und Realität nicht sein. Im gleichen Atemzug muss die Dachausrichtung genannt werden. Südausrichtung ist selbstverständlich wünschenswert, ein nach Norden ausgerichtetes Dach hingegen ist für eine Photovoltaikanlage absolut ungeeignet.

Und nicht zuletzt müssen in die Grundsatzüberlegungen die Lichtverhältnisse einfließen. Schattenflächen sind dem Photovoltaikprinzip garantiert nicht zuträglich, so dass sie das Aus des gesamten Vorhabens bedeuten können.

Nur, wer sich diese grundsätzlichen Voraussetzungen vergegenwärtigt hat, ist optimal ausgerüstet, um sich aktiv in den Kauf der Solarmodule zu stürzen und den Gefahren durch Fehlberatung mit detaillierter Aufklärung entgegen zu treten.

Preise Photovoltaik - das richtige PV-Modul finden

Verschiedene Solarmodule dominieren heute den Photovoltaikmarkt. Sie alle bieten ihre Vor-, wie auch Nachteile. So sind manche Solarmodule sicher für eine Person gut geeignet, für die andere hingegen absolut nicht zu empfehlen.

Am besten lässt sich diese Entscheidung unter Zuhilfenahme eines direkten Photovoltaikvergleichs treffen.

Solarzellenart Wirkungsgrad Lebensdauer Kosten
Monokristalline Silizium Solarzellen bis 20 % 30 Jahre 1,30 – 2,00 € / Watt
Polykristalline Silizium Solarzellen ca. 16% 30 Jahre 1,30 – 2,00 € / Watt
Dünnschicht Silizium Solarzellen max. 7 % max. 20 Jahre 1,00 – 1,50 € / Watt
Solarzellen mit Galliumarsenid bis 30 % bis 25 Jahre dreischichtig ca. 1.000 € / Watt
Solarzellen mit Cadmiumtellurid bis 10 % bis 25 Jahre 1,00 – 1,50 € / Watt
Organische Solarzellen max. 8 % 5 Jahre ungefähr 1,00 €/Watt
Grätzel Solarzelle praktisch sind nur ca. 3 % erreicht, im Labor jedoch bis zu 12 % bestenfalls 15 Jahre keine konkreten Preisangebote aufgrund des geringen Privatverbraucherangebots
Thermische Photovoltaik Zellen bis 12 % bis zu 20 Jahre im PV-Sektor noch nicht etabliert, daher keine Kostenangabe möglich

Leider ist die Beratung der Photovoltaikanbieter sehr oft einseitig ausgerichtet, denn sie sind natürlich darauf bedacht, das Produkt ihres Vertragspartners an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen. So kann es schnell dazu kommen, dass der Kunde sich zu einem Solarmodul überreden lässt, welches nicht unbedingt optimal für ihn ist.

Gängig sind nach wie vor die Solarmodule mit Silizium, die sowohl preislich wie auch hinsichtlich des Wirkungsgrads überzeugen. Allerdings haben sie eine ernstzunehmende Konkurrenz in alternativen Halbleiter Produkten, die nicht minder effektiv arbeiten, dafür aber in der Lebensdauer deutlich verbessert sind. Für sie muss jedoch tiefer in die Tasche gegriffen werden. Und nicht zuletzt gibt es noch Alternativprodukte, die sich bislang noch nicht etablieren konnten, die aber durchaus eine Option sein könnten.

Deshalb ist es die optimale Vorbereitung für den Solarmodulkauf, sich die verschiedenen Arten zu vergegenwärtigen und bereits eine Vorentscheidung darüber zu treffen, ob die Wahl eher zugunsten des geringeren Preises oder der verbesserten Qualität fallen soll.

Solarmodule kaufen: Warnung vor billigen No Name Podukten

Teuer muss nicht immer gut bedeuten und genauso wenig heißt billig auch immer qualitativ minderwertig. Bezüglich der Solarmodule sollte in diesem Bereich jedoch äußerste Vorsicht geboten sein. Denn hier kann man tatsächlich davon ausgehen, dass Qualität ihren Preis hat, der sich auf lange Sicht jedoch auszahlt.

Besonders hoch im Kurs sollten deshalb nationale Hersteller und Vertriebspartner stehen, denn hier wird in der Regel Wert auf die Einhaltung von Normen und eine Zertifizierung gelegt. Anhand dieser Werte kann der Kunde einen Überblick über die qualitative Hochwertigkeit seines Produkts erhalten. Natürlich gibt es auch überzeugende ausländische Solarmodulproduzenten, jedoch bieten auch diese ihre Produkte nicht zum Schnäppchenpreis an und achten bei einem geplanten Vertrieb in Deutschland ebenfalls auf die Einhaltung der hiesigen Normen.

Billigprodukte, wie sie oftmals über das Internet erworben werden können, entbehren dieser Auszeichnungen. Entsprechend gibt es auch keine Garantie für die Lebensdauer und in der Regel auch nur wenig praktische Erfahrung. Man kauft sozusagen die Katze im Sack.

Was dabei erschwerend hinzukommt, ist das Fehlen der Serviceleistung. Kommt es zu Problemen mit der Photovoltaikanlage, so gestaltet sich die Reklamation mitunter sehr schwierig wenn nicht sogar unmöglich. Und letzten Endes kann es nicht das Ziel sein, zum Zwecke der Einsparung einiger Euro eine potenzielle Fehlinvestition in Kauf zu nehmen.