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Photovoltaik (Solarstrom), der Wachstumsmotor der erneuerbaren Energien...

Günstig Photovoltaikanlage kaufen und Geld sparen

Wenn man die preisliche Entwicklung von Photovoltaikanlagen in den letzten Jahren betrachtet, so wird sich wahrscheinlich ein Grinsen auf dem Gesicht breit machen. Denn abgesehen von einer preislichen Stagnation und einem geringen Preisanstieg in den Jahren 2003 bis 2005, kann man sich über stetig sinkende Investitionskosten für PV-Anlagen freuen. Und derzeit ist ein Ende der Kostentalfahrt noch nicht abzusehen. Dennoch lassen sich diese Investitionen noch weiter senken.

Preisvergleich Photovoltaik zahlt sich aus

Wer beim Kauf eines Solarmoduls wirklich Geld sparen möchte, der kommt um einen intensiven Preisvergleich nicht umhin, denn diesbezüglich gibt es meist erhebliche Diskrepanzen. Nun steht es natürlich zur Option, sozusagen Klinken zu putzen und bei verschiedenen Anbietern vorstellig zu werden. Man kann allerdings auch auf das Onlineangebot verschiedener Solarportale zurückgreifen und sich dort des Photovoltaikrechners bedienen. Zur Ermittlung des individuellen Angebots sind folgende Daten bereit zu halten und in das entsprechende Onlineformular einzutragen:

  1. An welchem Standort ist das Vorhaben geplant?
  2. Wann soll die Anlage in Betrieb genommen werden?
  3. Welche Dachart liegt vor?
  4. In welche Himmelsrichtung ist das Dach ausgerichtet?
  5. Wie viel Quadratmeter beträgt die Dachfläche, die mit Solarmodulen ausgestattet werden könnte?
  6. Gibt es besondere Beschattungsumstände, die es zu berücksichtigen gilt?
  7. Wie viel Grad Neigung weist das Dach auf?

Liegen diese Daten dem Photovoltaikrechner vor, so zeigt er im Ergebnis nicht nur die wahrscheinliche Investitionssumme, sondern auch den zu erwartenden Jahresertrag. Außerdem können anhand der genannten Fakten unverbindliche Angebote über Partnerhändler eingeholt werden.

Asiatische PV Hersteller überzeugen beim Preis-Leistungsverhältnis

Deutschland nimmt auf dem Markt der Photovoltaikanlagen eine absolute Vorreiterstellung ein. Hierzulande ist man schließlich von politischer Seite äußerst aktiv, um die Energiebedarfsdeckung durch erneuerbare Energien voran zu treiben. Zuschüsse, zinsgünstige Darlehen und Einspeisevergütungen für Solarstrom sind mittlerweile des Deutschen liebste Ökokinder.

Entsprechend ist auch die Nachfrage nach Photovoltaikprodukten hoch und die Hersteller können sich über mangelnde Aufträge sicher nicht beklagen. Die meisten dieser Photovoltaikproduzenten haben im Resultat ihre Preise gesenkt, können dabei jedoch gleichzeitig mit Qualität punkten.

Nun haben sie allerdings ernstzunehmende Konkurrenz aus Asien bekommen. Dort hat sich der Vertrieb von Photovoltaiksystemen zu einem eigenständigen Exportmarkt gemausert und in Deutschland ist man mehr als gerne bereit, das Produktangebot anzunehmen. Asiatische Solarmodule scheinen also durchaus eine Überlegung wert zu sein.

Hier zusammengefasst die Vorteile asiatischer Hersteller:

  1. 20% bis 30% günstiger als Solarmodule aus Deutschland
  2. zum Teil qualitativ hochwertig, was sich am ICE Siegel feststellen lässt

Dabei sollte man jedoch folgende Nachteile bedenken:

  1. Keine persönliche Begutachtung des Produkts
  2. Gefahr minderwertiger Ware
  3. schwer durchsetzbare Garantie- und Gewährleistungsansprüche

Solarmodule online kaufen oder beim Fachbetrieb?

In der Regel ist es so, dass man durch Preisvergleich selbst günstigste Angebote eines niedergelassenen Händlers dank Internet unterbieten kann. Bei der Photovoltaikanlage kann man diese Aussage jedoch nicht bedingungslos unterschreiben.

Natürlich wird man bei der Onlinerecherche zahlreiche günstige Solarmodule finden. Dennoch ist es keine feststehende Tatsache, dass niedergelassene Anbieter mit solchen Preisen nicht mithalten können. Der Grund dafür liegt darin, dass ein Photovoltaikspezialist meist einen recht ansehnlichen Kundenstamm hat. Entsprechende Anzahlen an Solarmodulen ordert er bei seinen Partnerherstellern, so dass er mitunter besonders günstige Konditionen aushandelt, die er dann teils an den Kunden weiter gibt. Auch Lagerrestbestände machen den niedergelassenen Solartechniker preislich konkurrenzfähig gegenüber den Onlineprodukten.

Unterm Strich sollte man sich allerdings nicht vorrangig vom Preis leiten lassen. Es kann unter qualitativen Gesichtspunkten sowie aufgrund der Gewährleistung durchaus von Vorteil sein, dem regionalen Fachbetrieb den Zuschlag zu geben, auch wenn online ein anderer Anbieter preislich überzeugender wirkte. Alles in allem ist auf jeden Fall der Preisvergleich angezeigt und zwar sowohl bezüglich Internet und lokalem Fachbetrieb, wie auch hinsichtlich verschiedener, niedergelassener Unternehmen.

Jahreszeitliche Preisschwankungen beim Solar Kauf nutzen

Grund für jahreszeitliche Preisunterschiede bei den Photovoltaikanlagen ist vorrangig das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Und letzteres gerade zu Beginn des Frühlings bis in den Spätsommer hinein außerordentlich hoch. Schließlich bewegen die ersten warmen Sonnenstrahlen dazu, deren Nutzung im Privaten auszuloten.

Und spätestens wenn die Sonne mit aller Kraft vom Himmel scheint, machen sich viele Menschen Gedanken darüber, wie sie sich diese Energie zunutze machen können. Daraus ergibt sich ein preislicher Höhenflug für Photovoltaiksysteme in den Monaten März bis September.

Wenn die Sonnenkraft nachlässt und der Herbst Einzug hält, hat Photovoltaik in den Köpfen der Menschen keinen Platz mehr. Alles ist auf Weihnachten eingestellt und da in diesen Tagen von Sonnenenergie ohnehin nur wenig zu spüren ist, liegt der Gedanke an eine Photovoltaikanlage in weiter Ferne.

Hinzu kommt, dass zum Jahresende das Haushaltsbudget meist über alle Maßen strapaziert ist, so dass größere Investitionen ins neue Jahr vertagt werden. Wer in dieser Zeit die Installation einer Photovoltaikanlage beauftragt, für den ergibt sich somit ein enormes Sparpotenzial.

Insgesamt gestaltet sich die jahreszeitliche Preisentwicklung für Photovoltaikanlagen wie folgt:

 

  • günstige Preise im Januar und Februar
  • Preisanstieg ab März, der sich bis September hält
  • Preisentspannung dann wieder von Oktober bis Dezember (ausgenommen Zeiten der EEG Neuerungen und angekündigten Strompreiserhöhungen)

Förderungen nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)

Auch wenn die grundsätzliche Erfahrung zeigt, dass die Herbst- und Wintermonate preislich bei der Neuerrichtung von Photovoltaikanlagen den größten Vorteil bieten können, so muss diese Aussage dennoch relativiert werden. Grund dafür sind die neuen Fassungen des Erneuerbare-Energien-Gesetz, welche meist zur Jahresmitte und zum Jahresanfang in Kraft treten.

Fakt ist nämlich, dass wie bei fast allen neuen Gesetzen auch das EEG in der Regel Kürzungen und Abstriche bei den Einspeisevergütungen beinhaltet. Deshalb gibt es alljährlich nach Veröffentlichung der baldigen Änderungen vor deren Wirksamkeit einen Run auf die Photovoltaikanlagen. Für das Jahresende 2011 wird ein solcher ebenfalls erwartet, da ab Januar 2012 das neue EEG greift.

Für den Interessenten gilt es in diesem Fall abzuwägen, ob er die finanzielle Mehrausgabe durch die teurere Investition für die Photovoltaikanlage in Kauf nehmen möchte oder lieber auf günstigere Angebote setzt, dafür sich jedoch mit den gekürzten Einspeisevergütungen zufrieden gibt.

Ähnlich verhält es sich übrigens auch, wenn wieder Strompreiserhöhungen bekannt werden. Auch vor deren Eintritt ist die Nachfrage nach PV-Systemen und entsprechend deren Preis vergleichsweise hoch. Deshalb heißt es immer, die Meldungen zu Strompreis und EEG im Blick zu behalten.