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Photovoltaik (Solarstrom), der Wachstumsmotor der erneuerbaren Energien...

Die Vor- und Nachteile von Dünnschichtmodulen

Es gibt sowohl Solaranlagen mit Dickschichtmodulen, als auch Photovoltaikanlagen mit Dünnschichtmodulen. Dünnschichtige kristalline Solarmodule besitzen eine etwa zwei Mikrometer dicke Silizium-Schicht. In einem solchen Solarmodul sind Kristallinen-Silizium-Dünnschichtzellen, so genannte KSD-Zellen, integriert.

Einer der Vorteile der Dünnschichtmodule liegt darin, dass für diese im Gegensatz zu den Dickschichtmodulen zur Herstellung weniger Silizium benötigt wird.

Neben den Solarzellen, die auf der Grundlage von multi- und monokristallinem Silizium basieren, gibt es noch die so genannten Dünnschichtmodule, die mit einem Cadmium-Tellurid-Schichtsystem ausgestattet sind, das photovoltaisch höchst aktiv ist. Auf Grund der vielen Vorteile von solchen Dünnschichtmodulen werden diese derzeit bei der Gewinnung von Sonnenenergie vermehrt eingesetzt. 

Dünnschichtmodule bestehen fast hundertprozentig aus Glas, wobei die Cadmium-Tellurid-Beschichtung, bzw. die Siliziumbeschichtung einen geringeren Durchmesser aufweist als ein Fünftel eines menschlichen Haares. Das Cadmium-Tellurid, bzw. Silizium wird hierbei zwischen zwei Glasplatten auf Dauer versiegelt.

Hinsichtlich der Eigenschaften von Dünnschichtmodulen auf der Basis von Cadmium-Tellurid unterscheiden diese sich insbesondere in ihrer Wirtschaftlichkeit zumeist wesentlich von den herkömmlichen Silizium-Solarzellen. So besitzen die Cadmium-Tellurid-Dünnschichtmodule trotz der relativ geringen Herstellungskosten einen hohen Wirkungsgrad. So ist selbst bei hochsommerlichen Temperaturen ein etwaiger Leistungsabfall kaum messbar.

Darüber hinaus arbeiten die Dünnschichtmodule bei niedriger Sonneneinstrahlung dennoch effektiver als die Solarzellen, die mittels multi- und monokristallinem Silizium funktionieren.

Zudem zeichnen sich die Dünnschichtmodule, oder auch ATF-Module (Advanced Thin Film Technology) genannt, bei der Herstellung durch den Einsatz wirtschaftlich lohnender und innovativer Materialien aus.

Dünnschichtmodule lassen sich auf eine ästhetisch vereinbarende Weise problemlos auf Fassaden, Dächern oder auch in Freilandanlagen integrieren.

Ein Nachteile von Dünnschichtmodulen, die mit Hilfe von Cadmium hergestellt wurden, liegen in der Verarbeitung des problematisch zu recyclenden Schwermetalls, wenn die Photovoltaikanlage nach mehreren Jahrzehnten außer Betrieb genommen wird.

PV-Anlage mit Dünnschichtmodulen - vergleichen lohnt sich

Trotz der rückläufigen Preisentwicklung sind Photovoltaikanlagen mit Dünnschichtmodulen sehr teuer. Es ist nicht einfach, aus dem unüberschaubaren Dschungel der sehr zahlreichen Anbieter im Rahmen eines Photovoltaik Preisvergleiches den passenden herauszufinden. Dabei konkurrieren die ursprünglich auf das Solarwesen spezialisierten Unternehmen mit einer Vielzahl von Elektroinstallateuren und Dachdeckerbetrieben, die sich das nötige Fachwissen durch Zusatzqualifikationen hinzuerworben haben.

So existieren in nahezu jeder Region Deutschlands verschiedene Firmen, die Photovoltaikanlagen in ihrem Programm führen. Spezielle Fachmessen für die alternative Stromerzeugung können darüber hinaus dem Interessenten wichtige Informationen und Anregungen bieten.

Bei dem Erwerb einer Photovoltaikanlage ist demnach auf ein optimales Preis- Leistungsverhältnis und auf einen guten Service zu achten. Je nach Hersteller und dem Installationsaufwand ist die Preisgestaltung sehr unterschiedlich.

Vor dem Kauf einer Photovoltaikanlage lohnt sich nicht nur ein Preisvergleich, sondern auch ein Qualitätsvergleich. Denn nicht alles, was auf den ersten Blick billig erscheint, ist in der Lage, die Kriterien hinsichtlich der Leistung zu erfüllen.

So sollten im Rahmen der Planung der Umfang und die Art der Photovoltaikanlage, sowie die Größe des Daches miteinkalkuliert werden und auch die weiteren Posten, die dazu kommen, müssen zwingend berücksichtigt werden. So spielt beispielsweise die Qualität der Dünnschichtmodule, die Qualität des Wechselrichters, die Bauart und der Umfang der Unterkonstruktion, der Querschnitt und die Verwendung der Leitungen und Solarkabel, sowie das Setzen des Zählerschrankes, die technischen Merkmale, sowie eventuell notwendige Wand- und Deckendurchbrüche eine entscheidende Rolle bei der Preisentwicklung.

Auch hinsichtlich der Möglichkeiten, die die Dachlage und die Ausrichtung im Hinblick auf die Sonnenintensität (Süddächer sind eher geeignet als Norddächer) mit sich bringen, ist es lohnend, sich gut zu informieren. Hier finden Sie weitere Infos zur optimalen Ausrichtung der Photovoltaikmodule.

Hierbei ist es ratsam, von unterschiedlichen Anbietern entsprechende PV Angebote einzuholen. Hat man letztendlich die Gelegenheit, die Photovoltaikmodule im Vergleich zu betrachten, so fällt die Entscheidung für die den individuellen Bedürfnissen entsprechende Solaranlage nicht mehr ganz so schwer.

Allerdings verhält es sich oftmals so, dass ein exaktes Angebot erst dann erstellt werden kann, wenn sich die in Frage kommende Firma im Rahmen einer Ortsbesichtigung ein realistisches Bild von dem zukünftigen Standort der Solaranlage machen konnte (Stichwort, regionale Solarteure wählen).

Im Anschluss daran ist darauf zu achten, dass die Angaben bezüglich der

  • Gesamtleistung der Solaranlage in kWp,
  • die Informationen zum verwendeten Netzeinspeisegerät und zum Wechselrichter,
  • zum Produzenten der Dünnschichtmodule,
  • die Angaben hinsichtlich der Länge und Beschaffenheit der verwendeten Kabel,
  • Berechnung der Effektivität,
  • der Kontrollfunktion des Generatoranschlusskastens,
  • der allgemeinen Art und Ausstattung,
  • sowie der Beschaffenheit der Tragkonstruktion

schriftlich festgehalten werden. Darüber hinaus sind die Modalitäten hinsichtlich der Wartung und der Garantie zu klären.