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Photovoltaik (Solarstrom), der Wachstumsmotor der erneuerbaren Energien...

Dachvermietung für Photovoltaikanlagen

Die Idee, eine Photovoltaikanlage zu errichten, haben viele Hausbesitzer früher oder später. Nur leider sind nicht alle Dächer gleichermaßen dazu geeignet, dieses Vorhaben effektiv zu unterstützen. In den Köpfen der Interessenten bedeutet dies zumeist das Aus für ihre Planung, während Personen, die kein Wohneigentum besitzen, grundsätzlich zu der Annahme gelangen, dass Photovoltaik für sie keinerlei Überlegung wert ist.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch Objekte, die absolut prädestiniert für die solare Stromerzeugung sind. Optimale Dachausrichtung und – Neigung, Photovoltaik konforme Eindeckung und das Fehlen jeglicher Beschattung lassen das Herz der Photovoltaikfreunde höher schlagen. Und dennoch werden viele solcher Gebäude nicht für die solare Stromerzeugung genutzt, sei es weil der Besitzer kein Interesse daran hat oder aber weil es ihm am Geld mangelt. So bleibt ein massives Photovoltaikpotenzial ungenutzt.

An der Stelle ist es eine elementare Aufgabe, Inhaber photovoltaikkonformer Gebäude und potenzielle Photovoltaikinvestoren an einen Tisch zu bringen, damit diese einen Konsens finden. Denn durch die Vermietung von Dachflächen lässt sich ein ansonsten brach liegendes Dach dann doch zur solaren Stromerzeugung nutzen, während auf der anderen Seite das Anmieten solcher Dachflächen den Traum von der eigenen Photovoltaikanlage wahr werden lässt.

Solarkataster gibt Auskunft

Im Zuge der Zielsetzung, bis zum Jahr 2020 rund 30 Prozent des gesamtdeutschen Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken, musste sich die Politik einiges einfallen lassen, um auch Privatpersonen zu einem Umdenkprozess zu bewegen. Aber nicht nur die Bundesregierung hat ein berechtigtes Interesse daran Photovoltaikanlagen zu fördern, sondern auch die einzelnen Bundesländer sowie die Städte und Gemeinden.

Denn wer sich als fortschrittlich, zukunftsorientiert und modern präsentieren möchte, der braucht natürlich auch im Bereich der erneuerbaren Energien ein ansehnliches Angebot. Dieses muss aber nicht immer finanzieller Natur sein. Viele Menschen, die sich für Photovoltaik interessieren, brauchen nämlich nicht weniger notwendig als das Geld die praktische Unterstützung. Und diese wird beispielsweise im Solarkataster realisiert, in manchen Regionen auch als Solaratlas bezeichnet.

Einem Solarkataster liegt ein ausgefeiltes technisches System zugrunde. Ein Flugzeugscanner fertigt Aufnahmen des auf Photovoltaik Eignung zu überprüfenden Gebiets an und berechnet daraus Haus für Haus die Dacheignung zur solaren Stromerzeugung. In dieses Ergebnis fließen nicht nur die Dachausrichtung sowie -neigung ein, sondern auch die verändernden Bedingungen im Jahreszeiten- sowie Tageswechsel.

Das Ergebnis wird schließlich als virtuelle Luftansicht im Solaratlas präsentiert, der besonders gut geeignete Dachflächen grün, durchschnittlich geeignete Dächer gelb und gänzlich ungeeignete Gebäude rot kennzeichnet.

Mittels dieses Solaratlas lässt sich somit auf den ersten Blick erkennen, ob das eigene Gebäude überhaupt für eine Photovoltaikanlage taugt und wo in der Umgebung tatsächlich prädestinierte Objekte zu finden sind. Entsprechend des Resultats kann man nun seine eigenen Entscheidungen bezüglich einer Photovoltaikanlagenerrichtung auf dem eigenen Dach, die Vermietung der Dachfläche oder die Anmietung eines besser geeigneten Standorts treffen.

Solarkataster sind mittlerweile in vielen deutschen Städten vertreten und werden sogar gemeindeübergreifend von Landkreisen angeboten. In den nächsten Jahren ist eine gänzliche Erschließung des Bundesgebiets in Solarkatastern zu erwarten.

Vermittlungsangebot: Dachflächen vermieten

Im Grunde genommen ist es egal, ob man nun das eigene Dach als Photovoltaikstandort vermieten möchte oder ob man sich für die Anmietung einer externen Dachfläche zur Realisierung des eigenen Photovoltaiktraums interessiert, irgendwie müssen Anbieter und Interessent an einen Tisch kommen, um in konkrete Verhandlungen zu treten.

An dieser Stelle treten verschiedene Optionen auf den Plan, um die wie auch immer geartete Idee zu realisieren.

  • Solarkataster
  • Private Anzeigenmärkte
  • Vorsprache bei öffentlichen Behörden bezüglich deren Dachflächenmietangebot
  • Persönliches Gespräch mit Photovoltaikinvestoren zur Vermietung des eigenen Dachs
  • Dachbörsen bei Solarkatastern oder Energieberatungsstellen

Prinzipiell ist es natürlich denkbar, Dachflächen für Photovoltaikinstallationen im privaten Anzeigenmarkt anzupreisen. Gerade als Vermieter ist dies sicher eine Option, allerdings wird diese Möglichkeit derzeit noch so selten genutzt, dass man auf der Suche nach einem externen Photovoltaikstandort in Anzeigenrubriken eher nicht fündig wird.

Wer eine Dachfläche sucht, der ist deshalb primär bei der zuständigen Kommunalverwaltung an der richtigen Adresse. Gerade öffentliche Gebäude werden mit ihren Photovoltaik geeigneten Dächern häufig zur Miete angeboten. Deshalb lohnt sich eine Anfrage bei der zuständigen Stelle auf jeden Fall.

Außerdem ist auch hier das Solarkataster eine weitere Hilfestellung. Denn viele Betreiber dieses solaren Überblicks beschränken sich nicht einzig auf die Darstellung von Eignung oder Nichteignung, sondern wollen aktiv die Zusammenkunft von Anbieter und Interessent unterstützen. Aus diesem Grund beinhalten manche Solarkataster auch Dachbörsen, bei denen Dächer angeboten beziehungsweise Suchanfragen geschaltet werden können. Gleiches wird auch von manchen unabhängigen Solarberatungsstellen angeboten.

Möchte man sein eigenes Dach vermieten, so kann neben diesen Dachbörsen auch die direkte Ansprache ein guter Weg sein. Denn meistens interessieren sich spezielle Photovoltaik Investoren für solche Objekte. Mit dem entsprechenden Angebot bewaffnet, kann man dort durchaus vorstellig werden.

Dachmiete Photovoltaik Preise, Miete und Ertrag

Eine Dachfläche für Photovoltaiksysteme zu vermieten oder anzumieten, bedarf immer eines schriftlichen Miet- oder Pachtvertrags. Denn nur so sind die Nutzungsbedingungen, sämtliche Konditionen sowie auch Haftungsfragen für den Ernstfall entsprechend dokumentiert. Vor allem eine spezielle Versicherung sollte bei einer derartigen Konstellation nicht fehlen.

Bezüglich der Miethöhe gibt es verschiedene Anhaltspunkte, die sich in den letzten Jahren etabliert haben

 

Abrechnungsart Preis
pro verbautem Kollektorquadratmeter 2 – 3 Euro
nach Leistungsstärke der PV-Anlage 20 – 30 Euro je Kilowattpeak pro Jahr
Photovoltaikanlagen Ertragsbeteiligung bis zu 5 % des Jahresertrags

Außerdem sollte man die steuerrechtliche Seite dieses Geschäfts nicht verachten. Vermietet man sein eigenes Dach, so erzielt man damit Mieteinnahmen, die bei der Einkommenssteuer zu berücksichtigen sind. Hat man hingegen ein externes Dach angemietet, so entstehen entsprechende finanzielle Auslagen, die den Einspeisevergütungsertrag mindern und in die Einnahme-Überschuss-Rechnung zur Vorlage beim Finanzamt einfließen müssen.