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Noch vor einigen Jahren als exotisch und finanziell unrentabel angesehen, ist der Markt der erneuerbaren Energien immer stärker im Kommen. Banken und Unternehmen haben diesen Trend aufgenommen und bieten verschiedenste Möglichkeiten einer gewinnbringenden Geldanlage im Bereich der erneuerbaren Energien. Folgend eine Auflistung einiger Investmentarten und eine kurze Erklärung der Begriffe.

Fonds allgemein

Eine Investmentgesellschaft sammelt das Geld der Anleger in einem Fonds und investiert es in den oder die Bereich(e), die der Geldgeber wünscht. Bei offenen Investmentfonds wird z. B. in Aktien, Wertpapiere oder Immobilien investiert. Der Fonds ist unbegrenzt und nicht auf ein Projekt, eine Anlage o. ä. fixiert. Bei geschlossenen Fonds wird nur während eines bestimmten Platzierungszeitraums investiert, bei Erreichen der vorgesehenen Eigenkapitalsumme wird der Fonds geschlossen. Das Projekt bzw. Objekt steht von vornherein fest. Hier wird der Anteilsinhaber Unternehmer (meist Kommanditist) mit den daraus resultieren Risiken und Möglichkeiten.

Ethisch-ökologische Fonds (Nachhaltigkeitsfonds)

Bei diese Art Fonds geht es nicht nur um das Erzielen einer möglichst hohen Rendite, sondern um das Investieren in Unternehmen, die ethische Kriterien erfüllen. Ökologische und soziale Aspekte stehen im Vordergrund. Ein Ökofonds ist ebenfalls ein Nachhaltigkeitsfonds, bei dem in Unternehmen investiert wird, die sich nachhaltig mit ökologischen Ressourcen beschäftigen. Ziel der Unternehmen ist eine möglichst geringe Auswirkung Ihrer Tätigkeiten und Produkte auf die Umwelt während des gesamten Lebenszyklus, d. h. von der Planung über Produktion bis hin zur Verwertung und Entsorgung.

Umweltfonds

Hier wird in Aktien von Unternehmen investiert, deren gesamter Unternehmensbereich in Hinsicht auf Umweltschonung und auch sozialer Verträglichkeit ausgerichtet ist.

New Energy Fonds

Beim New Energy Fonds wird hauptsächlich in die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien wie Wind, Solar oder Wasser, sowie in den Bereich Energieeffizienz, investiert. Der Gewinn dieses Fonds ist abhängig vom Energieertrag der jeweiligen Anlage.

Solarfonds, Windfonds, Biogasfonds, Biomassefonds

Diese Fonds kann man bündeln, da sie grundsätzlich das gleiche Prinzip verfolgen. Sie sind geschlossene Fonds, bei dem sich der Anleger z. B. an Photovoltaikanlagen oder -kraftwerken, Windparks usw. beteiligen kann. Der Gewinn bzw. die Rendite ist abhängig vom Energieertrag.

Vorteil bei dieser Investitionsform ist, dass mittlerweile eine recht hohe Investitionssicherheit besteht. In der Vergangenheit gab es gerade in den letzten Jahren mehr und mehr Energiefonds, die einen massiv negativen Ertrag erwirtschafteten. Mittlerweile werden sämtliche geplanten Anlagen und deren Erträge von externen Unternehmen und Gutachtern (z.B. TÜV Süd, Zertifizierungen) auf Herz und Nieren geprüft.

Bei Biogas- und Biomassefonds sollte der Anleger darauf achten, dass die Lieferung der Einsatzstoffe für die jeweilige Anlage langfristig gesichert ist. Zum aktuellen Zeitpunkt ist ein Investemnt in Bioenergiefonds nicht zu empfehlen.

Genussrechte/ Unternehmensbeteiligungen

Genussrechte beschließen ein Kapitalüberlassungsverhältnis zwischen Investor und Unternehmen. Der Investor erhält durch die Überlassung seines Kapitals ähnliche Rechte wie die eines Gesellschafters des Unternehmens und wird so am Gewinn bzw. Verlust beteiligt.

Im Bereich der erneuerbaren Energien bedeutet dies, dass der Geldgeber in nachhaltige, saubere Energieerzeugung investiert, dies hat positive Auswirkungen auf die Umwelt, der so entstandene, ökologische Mehrwert gegenüber normalen Investitionen ist nicht außer Acht zu lassen. Die Startbeträge beginnen bei 1.000,-- Euro, die Einlage ist i. d. R. 6 – 10 Jahre gebunden.

Zu bedenken ist bei dieser Art der Geldanlage, dass der Investor jedoch keinerlei Einfluss auf die Unternehmensführung hat.

Selbstverständlich gibt es auch im Bereich der natürlichen Ressourcen konventionelle Anlagemöglichkeiten, beispielsweise in Form von Aktienbeteiligungen an Unternehmen mit Schwerpunkt erneuerbarer Energien.

Private Placement

Auch bieten Unternehmen zahlungskräftigen Investoren ganze Objekte in den Bereichen Windenergie, Photovoltaik oder Biogas ab einem Eigenkapitaleinsatz von 100.000,- Euro an. Dabei wird in große  Kraftwerke (Windkraftparks, Photovoltaikparks usw.) investiert.

In jedem Fall ist es ratsam, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, bevor man sich für eine der vielen Möglichkeiten nachhaltiger, ökologischer Kapitalanlagen entscheidet. Vergleichen Sie die Investment-Optionen, die für Sie infrage kommen vorab und klären Sie Details möglichst mit einem unabhängigen Investmentberater und einem kompetenten Steuerberater.