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Vorteile und Varianten der Wohnraumlüftung

Kein Passivhaus kommt ohne serös geplante Lüftungsanlage aus; ebenso kann in einem Niedrigenergiehaus effizient Energie gespart werden. Die verbrauchte Abluft wird hier über einen Wärmetauscher geleitet und die Abwärme an die Frischluft übertragen.

Achtung! Eine Lüftungsanlage kann nicht mit einer Klimaanlage gleichgesetzt werden. Während es bei einer Klimaanlage vorrangig um die Gebäudekühlung geht, steht bei einer Wohnraumlüftung die Sicherstellung der hygienisch notwendige Frischluftzufuhr im Vordergrund.
 

Vorteile bei der Verwendung einer Lüftungsanlage

  • Es herrschen hygienische Frischluftverhältnisse im Haus. Sogar im Winter, wo kaum ausreichend gelüftet wird oder bei Windstille, werden Feuchtigkeit, Schadstoffe und CO2 abtransportiert.

  • Die Zuluft ist sauber. Gerade an stark befahrenen Straßen oder im Stadtgebiet wird der Straßenstaub durch Filter im Lüftungsgerät
    zurückgehalten.

  • Für Allergiker kann die reduzierte Pollenbelastung auch hilfreich sein. Weniger Lärmbelastung. Da nicht über geöffnete Fenster gelüftet werden muss, wird gerade im Stadtzentrum und an stark befahrenen Straße die Lärmbelastung stark reduziert.

  • Weniger Energieverbrauch. Da die Frischluft über einen Wärmetauscher von der Abluft vorgewärmt wird, benötigt man weniger Energie zum Aufheizen der Frischluft.

  • Steigerung des Komforts: Im Sommer kann mit der Zuluft etwas gekühlt werden, keine Belästigung durch Insekten, Reduzierung von Geruchsbelästigung, keine Zugluft beim Lüften, keine Bauschäden durch falsches Lüften,…

  • Die Fenster können natürlich geöffnet werden. Das ist vor allem außerhalb der Heizperiode empfehlenswert, da so Energie für den Betrieb des Ventilators eingespart wird. In der Heizperiode ist es jedoch zu empfehlen, nur über die Wohnraumlüftung zu lüften, um die Vorteile des Wärmetauschers nutzen zu können.
     

Drei Arten der Wohnraumlüftung

  1. Variante: zentrales Gerät mit Zu- und Abluft in jedem Raum
    Vorteil: jeder Raum ist einzeln und unabhängig steuerbar.
    Nachteil: erhöhter Installationsaufwand, da jeder Raum mit Zu- und Abluftrohren versorgt werden muss.

  2. Variante: zentrales Gerät, Zuluft in Wohn- und Schlafräumen, Abluft in den Sanitärbereichen (WC, Bad)
    Vorteil: relativ günstige Installation, da relativ wenig Verrohrung nötig ist.
    Nachteil: schwer zu regeln, da der Luftstrom durch mehrere Räume geht. Weiters kann es zu schalltechnischen Problemen führen, da es zwischen den Räumen Überströmöffnungen geben muss.
     
  3. Variante: dezentrale Geräte mit Wärmetauschern in den zu belüftenden Räumen
    Vorteile: Wenn nur einzelne Räume belüftet werden sollen, ist die Installation kostengünstig. Der nachträgliche Einbau in Bestandsgebäude ist ebenso relativ problemlos möglich.
    Nachteile: Der Kostenaufwand für die Belüftung ganzer Gebäude ist sehr kostenintensiv, da mehrere Geräte benötigt werden. Weiters kann es zu Lärmbeaufschlagung kommen, da sich die Geräte direkt in den Räumen befinden. Die Luftkonditionierung (z.B. Befeuchtung, Kühlung) ist durch den Platzbedarf der Geräte nur sehr eingeschränkt möglich.

Anbieter für Lüftungssysteme

FBC-Energie- und FacilityConsulting
Energieberatung Haarmann (60314, Frankfurt a.M.)
Juskys Gruppe GmbH
ArtEnergie - Die Art Energie einzusparen! (38228, Salzgitter)
Schüco International KG
(33609, Bielefeld )
inVENTer GmbH
Spezialist für das ideale Wohnraumklima (07751, Löberschütz)