Zum Inhalt springen
Sparen Sie mit Pelletheizungen, Holzheizungen, Solarheizungen, Wärmepumpen oder einer günstigen Heizungssanierung...

Ölheizungen gelten heute nicht gerade als innovativ. Fossile Brennstoffe zeugen nicht von ressourcenschonendem Umgang mit der Umwelt. Dennoch gibt es unter bestimmten Voraussetzungen auch für eine neue Ölheizung Fördermittel. Voraussetzung ist, dass sie mit Brennwerttechnik ausgestattet ist. Die Fördermöglichkeiten sind:

  1. Zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse der KfW

  2. Zuschüsse durch die BAFA

Zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse der KfW

Wer eine neue Ölheizung einbauen möchte, der sollte sich zuallererst an die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, wenden. Diese bietet zinsgünstige Darlehen, aber auch Zuschüsse für den Einbau einer Heizung. Dabei kommen die beiden Programme

  • Energieeffizient Sanieren – Kredit Programm (Nr. 152) und

  • Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss Programm (Nr. 430)

in Frage.

Energieeffizient Sanieren – Kredit Programm

Im Programm Nr. 152 werden zinsgünstige Kredite vergeben. Gefördert werden können auch Einzelmaßnahmen, wie die Erneuerung der Heizungsanlage. Hierbei können neue Ölheizungen, aber genauso der Einbau hocheffizienter Zirkulations- und Umwälzpumpen, gefördert werden.

Grundlage für die Gewährung des Darlehens ist, dass eine Öl-Brennwert-Heizung eingebaut wird. Dann gelten folgende Konditionen:

  • Laufzeit: 8 – 30 Jahre

  • Auszahlung: 100 Prozent des Kreditbetrages

  • Zinsbindung: 8 – 10 Jahre

  • Tilgungsfreie Anlaufzeit: 2 – 8 Jahre

  • Maximaler Förderkredit: 50.000 Euro / Wohneinheit

  • Sondertilgungen: jederzeit kostenfrei möglich

Wer die Öl-Brennwert-Heizung in Baden-Württemberg einbaut und sie über dieses Programm fördern lässt, kann zudem von einem noch günstigeren Zins profitieren. Die L-Bank senkt diesen nämlich auf gerade einmal 0,75 Prozent ab.

Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss Programm

Im Programm Nr. 430 wird ein Zuschuss zu den Maßnahmen gewährt. Dieser ist vor allem für diejenigen Eigenheimbesitzer interessant, die die neue Ölheizung mit eigenen Mitteln finanzieren und keinen Kredit aufnehmen wollen. Wichtig dabei: Die beiden Programme lassen sich NICHT miteinander kombinieren.

Die maximale Förderung beträgt mit Stand März 2013 zehn Prozent der förderfähigen Gesamtkosten. Begrenzt ist der Höchstbetrag pro Wohneinheit auf 5.000 Euro.

Voraussetzungen für die KfW-Förderung

Natürlich gelten für die Inanspruchnahme der Förderprogramme durch die KfW auch klare Voraussetzungen. Diese sollen im Folgenden kurz näher beschrieben werden:

  1. Bestätigung durch Sachverständigen: Bestätigung über Angemessenheit der Maßnahme (Heizungsanlage darf nicht überdimensioniert sein) und Überprüfung, ob ein fachgerechter, hydraulischer Abgleich erfolgt ist. 

  2. Bauantrag muss vor 1995 gestellt worden sein (für das Gebäude).

  3. Gewerblich genutzte Flächen, Wochenend- und Ferienhäuser sind nicht förderfähig.

  4. Arbeiten müssen von einem Fachunternehmen durchgeführt werden.

  5. Antrag muss vor dem Beginn der Maßnahme gestellt werden.

Was wird durch die KfW gefördert?

Durch die KfW wird nicht nur der reine Austausch der Heizungsanlage gefördert. Auch zahlreiche Nebenmaßnahmen sind dabei zu berücksichtigen, so etwa

  • neue Heizkörper,

  • Fußbodenheizungen,

  • Umstellung der Warmwasserbereitung,

  • Schornsteinkosten,

  • Installationskosten,

  • Thermostatventile.

Bei den förderfähigen Kosten ist zudem die enthaltene Mehrwertsteuer mit zu berücksichtigen.

Beantragung der Fördermittel

Das KfW-Programm 152 wird über die Hausbank beantragt. Mit dieser sind auch die notwendigen Sicherheiten zu vereinbaren.

Beim KfW-Programm 430 ist der Umweg über die Hausbank nicht zwingend erforderlich. Dadurch kann der Antrag direkt bei der KfW gestellt werden und der Investitionszuschuss fließt direkt auf das Konto des Bauherrn.

Zuschüsse durch die BAFA

Ebenfalls kann ein Zuschuss bei der BAFA beantragt werden. Hier gelten jedoch wesentlich strengere Voraussetzungen, zudem ist der Zuschuss der BAFA nicht mit den Förderprogrammen der KfW kombinierbar.

Die BAFA fördert die Installation einer Solarthermieanlage mit einem Zuschuss in Höhe von 90 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche, wobei die Anlage nicht mehr als 40 Quadratmeter Kollektorfläche aufweisen darf. Wenn zeitgleich mit dieser Investition auch die alte Heizung ausgetauscht wird, etwa durch eine neue Öl-Brennwert-Heizung, kann man vom Kesseltauschbonus profitieren. Dieser beträgt einmalig 500 Euro. Zeitgleich muss aber auch eine effiziente Umwälzpumpe mit Effizienzklasse A eingebaut werden. Diese muss sich auf der Liste der BAFA finden.

Für die Ölheizung ist also die BAFA nur zweite Wahl, da die Zuschüsse bei der KfW wesentlich höher sind, sich aber nicht mit den BAFA Programmen kombinieren lassen.

Beispiele zur Förderung durch KfW und BAFA

An einem Beispiel soll die Förderfähigkeit der Öl-Brennwert-Heizung genauer beschrieben werden.

Kosten für die Ölheizung 4.500,00 €
Kosten für den Wasserspeicher 1.000,00 €
Kosten für die Kaminsanierung 1.200,00 €
Kosten für weitere Arbeiten 1.800,00 €
Gesamtkosten 8.500,00 €

Fall 1 – Förderung über KfW Programm 152

Zinsen 1 %

Eigenkapital 2.500,00 €

KfW-Kredit 6.000,00 €

Tilgungsfreiheit 2 Jahre

Laufzeit 8 Jahre Monatliche Rate (Jahr 1 + 2) 5,00 €

Monatliche Rate (Jahr 3-8) 85,88 €

Fall 2 – Förderung über KfW Programm 430

10 % von 8.500,00 € = Zuschuss = 850,00 €

Fall 3 – Förderung über die BAFA

Nur, falls auch eine Solarthermieanlage eingebaut wird, möglich. Zuschuss gesamt: 500,00