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Der Specksteinofen erfreut sich einer großen Beliebtheit. Das liegt zum Einen an den vielen verschiedenen Farbgebungen und dem rustikalen Aussehen dieses Ofens. Denn Speckstein kommt als Material in den Färbungen Violett und Braun ebenso wie in Grau, Blau oder gar Schwarz vor. So kann sich der Specksteinofen optimal in die übrige Einrichtung einfügen.

Allerdings ist der Specksteinofen nicht gerade der schnellste Beheizer, da sich zunächst nur der Speckstein aufheizt. Dieser kann dann aber für bis zu 24 Stunden die Wärme speichern und gleichmäßig an den Raum abgeben. So reicht ein Befeuerungsvorgang pro Tag aus.

Wichtig ist, dass Specksteinöfen aus sehr hartem, robustem Speckstein hergestellt werden. In Frage kommen vor allem brasilianischer und finnischer Speckstein, der über eine hohe Wärmespeicherkapazität verfügt und deutlich unempfindlicher Kratzern gegenüber ist, als es bei anderen Specksteinsorten der Fall ist.

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Funktionsweise des Specksteinofens

Der Specksteinofen ist im Grunde genommen nichts anderes, als eine Sonderform des Grundofens. Allerdings erfolgt die Verbrennungsluftzufuhr über einen Rost, der unterhalb der Holzschicht angebracht ist. Von dort gelangt die so genannte Primärluft in den Verbrennungsraum.

Vorteile dieser Primärluftzufuhr sind:

  • Konstanter Holzabbrand aufgrund des Vergasen des Holzes

  • Abbrand wird gleichmäßig vergast

  • Dadurch kann übermäßige Gasbildung verhindert werden

In einem weiteren Schritt wird die Sekundärluft zugeführt. Sie gelangt ebenfalls über den Rost unter der Holzschicht in den Brennraum. Dort wird sie zunächst stark vorerwärmt und anschließend kommt es zu folgenden Abläufen:

  1. Die vorerwärmte Luft steigt über die Holzschicht. 

  2. Dort verbindet sie sich mit den Holzgasen.

  3. Die Verbrennungstemperatur der Holzgase wird auf ein konstantes Niveau erhöht (ca. 800 – 1.200° C).

Durch diese gleichmäßige Verbrennungstemperatur wird der Wirkungsgrad beim Specksteinofen entsprechend erhöht, so dass Werte von etwa 80 Prozent erreicht werden können. Auch Rauchgase entstehen so gut wie nicht. Zudem sorgen die Primär- und Sekundärluft dafür, dass die Rostbauteile wieder abgekühlt werden.

Anschaffungs- und Verbrauchskosten beim Specksteinofen

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Wenn es um die Kosten geht, dann gibt es beim Specksteinofen enorme Unterschiede. So bietet der Hersteller Wamsler einfache Specksteinöfen schon ab unter 400 Euro an. Wer sich dagegen für Island Aqua Specksteinöfen entscheidet, muss bereits mit knapp 1.800 Euro Anschaffungskosten rechnen und bei Haas und Sohn gehen die Preise ab ca. 2.500 Euro los. Die Unterschiede sind also enorm. Da es viele gute Specksteinöfen schon um die 1.000 Euro gibt, möchten wir im folgenden Beispiel auch mit diesem Wert rechnen.

Bei einem durchschnittlichen Winter gehen wir im Beispiel von einem Verbrauch von drei Raummeter Holz aus. Die Kosten pro Raummeter nehmen wir mit ca. 160 Euro an. Für die Wartung gehen wir von etwa 200 Euro jährlich aus, für den Schornsteinfeger nochmals von 120 Euro.

Wichtig ist, dass die Angaben stark schwanken können. Das ist abhängig von der Leistungsklasse des Specksteinofens, der Qualität des Verbrennungsmaterials, dem Wirkungsgrad und natürlich der zu beheizenden Fläche. Mit den oben genannten Zahlen ergibt sich folgende Berechnung:

Anschaffungskosten = 1.000,00 €
+ Verbrauchskosten Holz = 480,00 €
+ Wartungskosten = 200,00 €
+ Schornsteinfeger = 120,00 €
Gesamtkosten im Jahr der Anschaffung = 1.800,00 €

Diese Gesamtkosten verringern sich in den Folgejahren. Es fallen dann nur noch ca. 800 Euro für den Betrieb des Specksteinofens an.

Installation des Specksteinofens

Der Specksteinofen ist aufgrund des Materials Speckstein natürlich mit einem hohen Eigengewicht ausgestattet. Gerade in Altbauten kann das ein Hindernis sein. Im Zweifel sollte vor dem Kauf des Specksteinofens deshalb ein Statiker befragt werden, ob die Last des Specksteinofens überhaupt getragen werden kann.

Ist das der Fall, sollte man den Schornsteinfeger zu Rate ziehen. Er kann Informationen geben, ob der vorhandene Schornstein nutzbar ist oder ob eine Schornsteinsanierung für den Einbau des Specksteinofens vonnöten ist. Darüber hinaus kann er festlegen, ob eventuell ein zusätzlicher Schornsteinschacht gebaut oder außen am Gebäude befestigt werden muss.

Leistungsklassen bei Specksteinöfen

Der Specksteinofen ist im Handel in verschiedenen Leistungsklassen erhältlich. In der Praxis haben sich vor allem Specksteinöfen mit einer Leistung von

  • 5 kW,

  • 7 kW,

  • 9 kW,

  • 12 kW, und

  • 15 kW,

bewährt. Geringere und höhere Leistungen sind zwar denkbar, für den normalen Gebrauch jedoch in aller Regel nicht nötig.

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Welche Hersteller kommen für Specksteinöfen in Frage?

Specksteinöfen werden von unzähligen Herstellern angeboten. Dabei stellt sich natürlich die Frage, welcher Hersteller der richtige ist. Darauf kann keine pauschale Antwort gegeben werden, denn letzten Endes entscheiden die individuellen Anforderungen an den Specksteinofen, ebenso wie die persönlichen Gegebenheiten vor Ort.

Auch Kundenmeinungen sollten überprüft werden, um den richtigen Specksteinofen zu entdecken. Nicht zuletzt ist ein Preisvergleich anzuraten. Folgende Aufstellung soll jedoch einen ersten Einblick in die möglichen Specksteinofen Hersteller und die Kosten geben:

Hersteller Modell Kosten
MBS Olymp 12 kW Ca. 590 – 700 €
  Olympia 18 kW Ca. 750 – 900 €
Byron M12 Ca. 2.300 – 2.500 €
Wamsler Wo Calor Deluce Speckstein Ca. 350 – 450 €
Golem Optim 6 Ca. 3.200 – 3.500 €
Justus Gotland 5 kW Ca. 820 – 930 €
Hark Toronto Ca. 3.450 – 3.700 €
Dalton A BeF 450 Ca. 2.800 – 3.000 €
Hass und Sohn Catania-RLU 441.08-ST Speckstein antik Ca. 3.500 – 3.600 €
Fireplace Alicante Ca. 1.000 – 1.300 €
Caminos Senator Ca. 1.300 – 1.700 €

Anbieter von Specksteinöfen

Fenec GmbH
Fachmarkt für wasserführende Kaminöfen, Pelletöfen und Kachelofen-Einsätze (84186, Vilsheim)