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ZWS Schornsteinbausatz

Der Schornstein wird für jedwede Art der Befeuerung mit verschiedensten Kaminen benötigt. Er ist auch bekannt unter den Namen

  • Rauchfang,

  • Kamin,

  • Esse oder

  • Chämi, je nach Landstrich.

Der Schornstein wird in aller Regel als senkrechte Konstruktion ausgeführt. Er dient dazu, Rauchgase ins Freie abzutransportieren, was bei Kaminöfen jeder Art von Bedeutung ist.

Wie funktioniert der Schornstein?

Der Schornstein basiert in seiner Funktionsweise auf einem einfachen physikalischen Effekt: Erwärmte Gase (Rauch) sind leichter, als kalte Gase. Deshalb wird der vom Kamin produzierte Rauch (erwärmtes Gas) nach oben geleitet, wohingegen die frische, kalte Luft nach unten absinkt. Durch diese Strömungen kommt es zu einem Druckunterschied.

Je größer der Druckunterschied, desto größer die Auftriebskraft des Rauchs. Dabei ist auch die Rede vom Zug.

Weiterhin muss im Schornstein ein geringerer Luftdruck herrschen, was durch den Bernoullischen Effekt verursacht wird. So wird verhindert, dass die Rauchgase zurück in die Wohnräume gelangen. Dadurch erklärt sich, warum der Schornstein gegenüber den angrenzenden Räumlichkeiten nicht gasdicht sein muss. Allerdings ist es erforderlich, dass der Schornstein so konzipiert wird, dass von außen einwirkender Wind nicht in ihn hinein drücken kann.

Weiterhin ist ein Schornstein mit einer Rauchgasklappe zu versehen. Auch andere Bauteile, die dafür sorgen, dass die Luftzufuhr eines Ofens gesperrt werden kann, sind möglich. Dies sorgt dafür, dass außerhalb der Heizzeiten des Kamins keine warme Raumluft durch den Schornstein abgezogen und nach außen transportiert wird.

dreischaliges Edelstahlsystem

Wichtig ist zudem, dass ein Schornstein in Heimen, in denen Ventilatoren (z. B. Lüftungen im Bad, Dunstabzugshaube in der Küche) vorhanden sind, als alleiniger Zuluftschacht betrieben wird.

Grund dafür ist, dass die Auftriebskraft, die durch den Ventilator erzeugt ist, wesentlich höher ausfällt, als die des Schornsteins. So könnten die durch den Schornstein abgeleiteten Rauchgase zurück in die Wohnräume gelangen und so zu einer Kohlenstoffmonoxid Vergiftung führen. Dieser Zuluft Schacht muss aber verschlossen werden können, um den Abzug von warmer Raumluft außerhalb der Heizzeiten zu vermeiden.

Wichtig im Zusammenhang mit dem Schornstein ist darüber hinaus die Heizanlage: Warmwasserheizungen, die auf Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik setzen, produzieren Abgase mit geringen Temperaturen. Diese kondensieren bereits während des Auftriebs im Schornstein. Deshalb sind wasserdichte und widerstandsfähige Materialien (z. B. Keramik oder Edelstahl) für den Schornstein zu verwenden.

Fallen die Abgastemperaturen hingegen so weit, dass kein ausreichender Auftrieb mehr gegeben ist, so wird ein Lüfter zusätzlich benötigt. Dieser soll die kalten Abgase durch Überdruck nach oben aus dem Schornstein fördern.

Unterschieden wird heute vor allem in folgende Schornsteintypen:

  • Dreischalige Schornsteine (Mantelstein, Dämmung, Innenrohr)

  • Zweischalige Schornsteine (Schacht, Innenrohr)

  • Doppelwandige und dreischalige Edelstahlschornsteine

  • Einschalige Schornsteine (Schacht aus mineralischen Materialien)

Am häufigsten werden jedoch die einfachen, dreischaligen Schornsteine verwendet.

Anschaffungskosten des Schornsteins

Wer sich für einen neuen Schornstein interessiert, kann ebenso auf den Schornsteinbausatz zurückgreifen, der mit günstigen Kosten zu überzeugen weiß. Wie hoch diese genau sind, zeigt folgende Aufstellung in einem ersten, groben Überblick:

Schornstein Bausatz Kosten
Nisott Massiv Komplettsystem Is RI18 (11 m) Ab 1.100 €
Nisott Massiv Komplettsystem Is RI18 (5 m) Ab 700 €
Schornstein Grundbausatz (Habak) Ab 950 €
Edelstahl Bausatz doppelwandig 7,2 m Ab 1.400 €
Leichtbau Schornstein (Wilde) 150 mm Ab 1.700 €
Edelstahl Schornstein Bausatz doppelwandig 130 mm Ab 450 €

Deutlich wird mit diesem kurzen Einblick, dass die Preise für einen Schornstein Bausatz extrem unterschiedlich ausfallen können. Doch gerade bei dieser Anschaffung sollte das Hauptaugenmerk weniger auf dem Preis liegen. Die benötigte Höhe des Schornsteines, die Innendurchmesser und die konkrete Ausführung, sollten in jedem Fall mit dem Schornsteinfeger abgesprochen werden, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Einbau des Schornsteins

Der Einbau des Schornsteins hängt maßgeblich von den Gegebenheiten vor Ort ab. Deshalb ist bei Zweifeln zuerst der Schornsteinfeger zu befragen. Wer sich den Einbau nicht zutraut, sollte auf die Profi-Firma vertrauen, die die Installation übernimmt.

Diese ist auch hilfreich bei der Planung, denn sie ist entscheidend für den richtigen Einbau des Schornsteins. Gehen wir von einem einfachen Edelstahl Schornsteinbausatz aus, der an einer frei stehenden Hauswand installiert werden soll, sieht der Einbau wie folgt aus.

  1. Aufstellen des Arbeitsgerüsts (Achtung: Sicherheitsvorschriften beachten) 

  2. Markierung des Kamins

  3. Durchbruch durch die Außenwand zum Anschluss des Kamins (Statiker befragen)

  4. Stützkonstruktionen bauen (falls der Statiker dies empfiehlt) 

  5. Anschlussrohr von innen mit feuerfestem Mörtel einbauen

  6. Edelstahlrohr zusammen stecken 

  7. Träger anbringen (auf Schornsteinabstand zur Wand achten) 

  8. Einzelelemente des Schornsteinbausatzes zusammen stecken und am Träger bzw. Montagematerial fixieren

Nachdem der neue Schornstein so installiert wurde, muss er vom Schornsteinfeger abgenommen werden. Erst dann darf die erste Inbetriebnahme erfolgen. Die Abnahme muss dabei schriftlich erfolgen und das erste Mal muss der neue Kamin mit dem Schornsteinfeger zusammen befeuert werden.

Hersteller für Schornsteinbausätze

Auch bei den Schornsteinbausätzen tummeln sich jede Menge Hersteller auf dem Markt. Im Folgenden wollen wir einige der bekanntesten kurz erwähnen:

  • Schiedel

  • Plewa

  • Erlus

  • Schornsteinwelt

  • GeKaKonus GmbH

  • AA-Kaminwelt

  • AKI Metall und Glashüttentechnik

  • Baustoff Netzband GmbH

  • Bertrams AG