Zum Inhalt springen
Sparen Sie mit Pelletheizungen, Holzheizungen, Solarheizungen, Wärmepumpen oder einer günstigen Heizungssanierung...

Auch die Hackgutheizung gehört zu den modernen Holzheizungen. Sie ist im Volksmund als Hackschnitzelheizung besser bekannt und entspricht in ihrer Funktionsweise der Pelletheizung. Deshalb ähneln sich auch die Fördermöglichkeiten der beiden Heizungssysteme sehr stark. Grundlegend kann man in drei mögliche Förderungen unterscheiden:

  1. Hackgutheizung durch BAFA fördern lassen

  2. Hackgutheizung durch KfW fördern lassen

  3. Hackgutheizung durch Bundesländer fördern lassen

Hackgutheizung durch BAFA fördern lassen

Wie so oft bei den modernen Heizungsanlagen, sollte auch bei der Hackgutheizung die BAFA der erste Ansprechpartner für eine mögliche Förderung sein. Im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) kann man hier einen nicht rückzahlbaren Zuschuss erhalten. Dieser gliedert sich in die

  • Basisförderung und mögliche

  • Boni.

Voraussetzungen für die Basisförderung

Die Basisförderung kann dabei in vielen Fällen mit einem oder mehreren Boni kombiniert werden. Für die Hackschnitzelheizung gelten folgende Voraussetzungen für die Förderung durch die BAFA:

  • Nennwärmeleistung von fünf bis 10 Kilowatt

  • Hackschnitzelheizung muss automatisch beschickt sein

  • Pufferspeichervolumen von 30 l / kW

Der letzte Punkt ist entscheidend für die pauschale Förderhöhe von 1.400 Euro.

Die Boni der BAFA

Neben der Basisförderung stehen interessierten Eigenheimbesitzern noch Boni zur Verfügung. Das sind konkret folgende drei Bonus-Programme:

  1. Kombinations-Bonus = 500 Euro

  2. Effizienzbonus = Erhöhung der Basisförderung um bis zu 50 Prozent 

  3. Innovationsförderung = 750 Euro

Die Innovationsförderung der BAFA für die Hackgutheizung

Die Innovationsförderung sieht konkret eine Förderung für „innovative Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung aus erneuerbaren Energien“ vor. Dabei kann die Hackschnitzelheizung gefördert werden, wenn

  • ein Abgaswärmetauscher nachgerüstet oder neu eingebaut wird, bei dem auch die Wärme der Abgase zum Heizen genutzt wird oder

  • ein Partikelabscheider eingebaut wird, der zur Abscheidung von Feinstaub führt.

Fristen für die BAFA Förderung

Wer die BAFA Förderung nutzen will, muss dafür bestimmte Fristen einhalten und diese richten sich nach dem Antragsteller. Das heißt, dass

  • Privatpersonen die Förderung binnen sechs Monate nach Inbetriebnahme der Hackgutheizung beantragen müssen und

  • Selbstständige, Gewerbetreibende, Freiberufler und Unternehmen vor Abschluss des Vertrages zum Einbau einer Hackgutheizung den Antrag stellen müssen.

Hackgutheizung durch KfW fördern lassen

Auch die KfW fördert den Einbau einer Hackgutheizung. Dafür stehen gleich mehrere Programme zur Verfügung:

  1. Erneuerbare Energien – Premium: für Hackgutheizungen ab 100 kW Leistung (Mehrfamilienhäuser, zentrale Versorgung mehrerer Häuser)

  2. Energieeffizient Bauen (Nr. 153): für Einfamilienhäuser

  3. Energieeffizient Sanieren (Nr. 151): für Einfamilienhäuser

  4. Energieeffizient Sanieren (Nr. 430): für Einfamilienhäuser

  5. Wohnraum Modernisieren (Nr. 141): für Einfamilienhäuser

KfW-Förderung für große Anlagen und Gewerbe

Das erste Programm „Erneuerbare Energien – Premium“ steht nur für große Hackgutheizungen zur Verfügung. Dabei gelten folgende grundlegende Voraussetzungen und Bedingungen:

  • Förderung erfolgt als zinsgünstiger Kredit

  • Laufzeit fünf bis zehn Jahre

  • Anlaufjahre (tilgungsfrei): bis zu zwei

  • Zinssatz bei max. 10-jährigerLaufzeit über die gesamte Laufzeit festgeschrieben

  • Förderung von 100 Prozent der Nettoinvestitionskosten

  • Förderbetrag max.: 10 Millionen Euro

  • Mehrwertsteuer wird nicht gefördert

KfW-Förderung für Privatpersonen

Darüber hinaus gibt es die einzelnen Programme für die privaten Hackgutheizungen. Hierbei werden beim Programm Nr.

  • 153 zinsgünstige Darlehen bis zu 100 Prozent der Baukosten, ausgenommen die Grundstückskosten, vergeben (max. 50.000 Euro pro Wohneinheit),

  • 151 zinsgünstige Darlehen bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit gewährt,

  • 430 zinsgünstige Darlehen in prozentualer Höhe der förderfähigen Kosten gewährt,

  • 141 zinsgünstige Darlehen für Einzelmaßnahmen geboten, z. B. Einbau der Hackgutheizung, die aber als Zentralheizung der Immobilie genutzt werden muss.

Die KfW-Förderung muss in allen Fällen vor der Beauftragung einer Hackgutheizung beantragt werden.

Hackgutheizung durch Bundesländer fördern lassen

Zahlreiche Bundesländer bieten eigene Programme für die Förderung von Hackgutheizungen. Diese sind sehr unterschiedlich ausgestaltet, so dass man sich genau informieren sollte. Beispielhaft seien hier drei länderspezifische Förderungen genannt:

  1. Mecklenburg-Vorpommern: Aktionsplan „Klimaschutz Heizungsanlagen“, Förderung nur für Körperschaften und Organisationen, Förderung von max. 30 % der förderfähigen Kosten, Mindest-Investitionssumme = 20.000 Euro

  2. Hessen: Programm „Bio-Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft“, Förderung für juristische und natürliche Personen, Mindestanlagenleistung = 50 kW, Anlage muss zur zentralen Wärmeversorgung genutzt werden 

  3. Hamburg: Klimaschutzprogramm „Bioenergie“, Förderung für Grundeigentümer in Hamburg, Förderung für Hackgutheizung in Einfamilienhäusern, Förderhöhe = 45 Euro pro kW Nennleistung

Beispiel: Hackgutheizung 8kW

Die oben genannten Zahlen sind natürlich nur schwer verständlich. Deshalb wollen wir diese an einem Beispiel verdeutlichen:

Hackgutheizung Kosten: 17.500,00 €

Hackgutheizung Leistung: 8 kW

Hackgutheizung Standort: Hamburg

  Fall1 Fall 2
  Ohne Besonderheiten Betrieb mit Solarthermieanlage
Basis-Förderung BAFA 1.400,00 € 1.400,00 €
Kombinationsbonus 0,00 € 500,00 €
Innovationsbonus 0,00 € 0,00 €
Förderung Bundesland (45 € / kW) 360,00 € 360,00 €
Gesamtförderung 1.760,00 € 2.260,00 €
Gesamtförderung prozentual 10,06 % 12,91 %

  Fall 3 Fall 4
  Betrieb mit Abgaswärmetauscher Betrieb mit Solarthermieanlage + Abgaswärmetauscher
Basis-Förderung BAFA 1.400,00 € 1.400,00 €
Kombinationsbonus 0,00 € 500,00 €
Innovationsbonus 750,00 € 750,00 €
Förderung Bundesland (45 € / kW) 360,00 € 360,00 €
Gesamtförderung 3.010,00 € 3.510,00 €
Gesamtförderung prozentual 17,20 % 20,06 %

Nicht berücksichtigt sind in diesem Fall natürlich die zinsgünstigen Darlehen seitens der KfW.