Pelletheizungen - Heizen mit Pellet und Pellets
Als Pelletheizungen werden jene Heizungen bezeichnet, für welche Pellets im Heizkessel verfeuert werden. Sie erfreuen sich heute bei qualitätsbewussten Häuslebauern und Eigenheimbesitzern einer stetig wachsenden Beliebtheit. Denn sie zeichnen sich durch eine hohe Funktionalität sowie einen vergleichsweise geringen Kostenaufwand aus. Dabei bezieht sich die hierfür anfallenden finanziellen Aufwendungen in erster Linie auf den Kessel, das Austragungssystem sowie das Pelletlager, den Pufferspeicher und den Einbau der Anlage.
Ein Vergleich der Anbieter am Markt lohnt sich immer. So lässt sich womöglich auch ein attraktives Pelletheizung-Komplettsystem finden, sodass der Kostenaufwand dadurch mitunter erheblich reduziert werden kann. Ebenfalls erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang freilich auch die staatlichen Fördermöglichkeiten.
Die unterschiedlichen Heizkessel und Heizungsanlagen
Pelletheizungen sind in zwei Varianten erhältlich:
- Pellet Einzelöfen
- Pellet Anlagen für die zentrale Wärmeversorgung
Pellet-Einzelöfen liefern eine direkte Wärmeabstrahlung in den Wohnraum und verfügen über ein durchaus beachtliches Leistungspotenzial. Sie können direkt im Wohnraum aufgestellt werden. Pellet-Zentralheizungen sind die gängigere Version von Pelletheizungen, die das zentrale Hausheizsystem betreiben. Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, sind ein Heizraum sowie darüber hinaus ein spezieller Lagerraum für die Pellets notwendig.
Der Leistungsbereich von Pellet-Zentralheizungen bewegt sich ab etwa acht Kilowatt aufwärts. Bei Anbau-Pelletbrennern stellt die Pelletheizung eine zusätzliche Heizmöglichkeit zu bereits vorhandenen Öl- oder Holzkesseln dar. Allerdings ist die Leistung bei Anbau-Pelletheizungen ein Stückweit geringer, als dies bei Einzel- oder Zentral-Pelletheizungen der Fall ist. Welche Variante folglich individuell in Frage kommt, kann am besten im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgespräches mit einem Heizungsfachmann erörtert werden.
Wie mit Holzpellets geheizt wird
Bei Pelletheizungen erfolgt die Zufuhr der Brennstoffe entweder über eine Zuführeinrichtung aus dem Pelletlager oder, speziell bei Einzelöfen, aus dem Tagesbehälter. Ein Heißluftgebläse sorgt dafür, dass das Brenngut entzündet wird.
Pelletheizungen unterscheiden sich auch durch unterschiedliche Arten der Zufuhr der Brennstoffe. Am häufigsten werden die Fallschachtfeuerung, die Unterschubfeuerung, die Quereinschubfeuerung, das Walzenrostsystem und die Sturzbrandtechnik verwendet. Je nach Bauweise bleibt dabei mehr oder weniger Asche übrig. Die Wärme, die jeweils im Rahmen des Verbrennungsprozesses entsteht, erhitzt das Wasser im Kessel, aus welchem die Wärme dann über Pumpen und Rohre an das Heiz- und/oder Warmwassersystem geleitet wird.
Durch die Installation eines Warmwasserspeichers im Heizsystem kann die im Brennvorgang erzielt Wärme beinahe ohne Verluste gespeichert werden. In der Tat also eine durchaus fortschrittliche und vielversprechende Form der Energiegewinnung in den eigenen vier Wänden.
Preise für Pellets und Kosten für Anschaffung der Heizung
Einen bedeutenden positiven Effekt liefert die Pelletheizung vor allem im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit. Bei der Pelletheizung handelt es sich nämlich um eine CO²-neutrale Heizung, deren Brenngut aus erneuerbaren Rohstoffen besteht und überdies noch günstiger ist als viele andere Brennmaterialien.
Zu den Nachteilen gehören nach Ansicht vieler Pelletheizungsbesitzer das Entleeren der Asche sowie die Notwendigkeit eines entsprechend großen Lagerraums für die Pellets.
Während die Preise für das Brenngut relativ günstig sind, ist die Anschaffung einer Pelletheizung in der Regel kostspieliger, als dies bei zahlreichen anderen Heizsystemen der Fall ist. Bei der Verwendung von qualitativ minderwertigen Pellets kann es darüber hinaus zu einer Verschlackung der Verbrennungsteller kommen.
| Vorteile | Nachteile |
| Beste Umweltverträglichkeit | hohe Anschaffungskosten |
| Günstig im Unterhalt | teils umständliche Leerung und Reinigung des Aschebehälters |
| Wird Billigbrennstoff verwendet, ist mit einer Verschlackung beim Verbrennungsteller zu rechnen |
Die Pelletheizung einbauen
Um überhaupt erst auf eine Pelletheizung umstellen zu können, müssen gewisse bauliche Voraussetzungen im Gebäude erfüllt sein. In erster Linie bedarf es ausreichend Platz, um den Brenner aufstellen zu können. Außerdem wird ein Lagerraum für die Pellets benötigt. Idealerweise befindet sich dieser direkt neben dem Heizraum, in welchem sich ein Kaminanschluss befindet. Für die Befüllung des Brenners mit dem Brenngut muss eine Verbindung zwischen Lagerraum und Heizraum vorhanden sein. Des Weiteren ist es von grundlegender Wichtigkeit, dass der Lagerraum stets trocken und brandsicher ausgestattet ist. Um eine andere Heizung durch eine moderne Pelletheizung zu ersetzen, ist es erforderlich, zunächst die alte Heizung zu entfernen und fachgerecht zu entsorgen. Dies geschieht am besten durch den Heizungsbauer des Vertrauens.
Anschließend gilt es, sämtliche anfallenden Arbeiten durchzuführen, damit eben die baulichen Voraussetzungen erfüllt sind. Erst dann kann die Pelletheizung montiert und an die vorhandenen Anschlüsse installiert werden.
Holzpelletheizung planen und kaufen
Bereits bei der Planung einer Pelletheizung sollte der benötigte Heizbedarf genau bekannt sein. Daraufhin erfolgt die Auswahl des individuell am besten geeigneten Modells. Es müssen dieselben baulichen Voraussetzungen gegeben sein, wie bei einer Sanierung.
Sobald sämtliche Details hinsichtlich Art und Variante feststehen, hilft der Installateur mit einem Angebot weiter, welches genau auf die individuellen Gegebenheiten abgestimmt ist. Dieses Angebot enthält unter anderem einen konkreten Plan sowie auch einen Kostenvoranschlag.
Erfahrene Fachleute aber raten, ruhig mehrere Angebote einzuholen und diese dann in aller Ruhe miteinander zu vergleichen. Denn im Zuge dessen besteht durchaus ein beachtliches Einsparpotenzial.
Kosten der Pelletsheizung in der Anschaffung
Die Kosten für eine Pelletheizung setzen sich unter anderem aus den Anschaffungskosten und den Installationskosten zusammen. Diese richten sich dabei nach der Größe des Hauses, der gewünschten Leistung, der Ausführung sowie nach dem benötigten Heizbedarf. Folglich belaufen sie sich auf etwa 10.000 bis 15.000 Euro. Für ein Einfamilienhaus mit einer Wohn- und Nutzfläche von etwa 150 Quadratmetern setzen sich die Anschaffungskosten wie folgt zusammen.
Für Kessel, Brenner, Regelung und Rauchrohr werden circa 12.000 Euro veranschlagt. Die Montage des Pellettanks kostet in der Regel etwa 1.300 Euro, die der Anlage rund 2.000 Euro. 2.000 Euro werden durchschnittlich für Verteiler, Rohrleitungen, Puffer und weiteres Zubehör berechnet. Radiatoren schlagen darüber hinaus mit 1.700 Euro zu Buche. Dadurch ergibt sich ein Gesamtpreis für die Heizanlage in Höhe von etwa 19.000 Euro, wobei etwaige Förderungen, die man mitunter von staatlicher Seite her erwarten kann, noch nicht abgezogen sind.
Laufende Kosten Pelletheizung
Die seit Langem günstigen Preise für Pellets tragen auch zu akzeptablen Heizkosten bei. Die laufenden Kosten für eine Pelletheizung setzen sich aus den Kosten für das Brenngut, den Stromkosten und den Kosten für die Wartung und Reinigung zusammen.
Ein Einfamilienhaus mit ca. 150 Quadratmetern Wohnfläche benötigt rund 720 Euro pro Jahr für Pellets. Hinzu kommen lediglich rund 200 Euro Wartungs- und Reinigungskosten, 80 Euro Stromkosten und rund 100 Euro für den Schornsteinfeger. Daher betragen die laufenden Kosten durchschnittlich nur 1.100 Euro jährlich.
Brennstoff Holzpellets
Für Pelletheizungen werden so genannte Pellets verwendet. Dabei handelt es sich um kleine Presslinge, die aus Holzspänen, Sägemehl oder auch aus Stroh bestehen können. Sie besitzen einen Heizwert von etwa 5 kWh / Kilogramm. Pellets werden in der Regel im Inland produziert und von heimischen Anbietern verkauft.
Die Holzpellet Anschaffungskosten bleiben im Gegensatz zu anderen Brennstoffen relativ niedrig. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die entsprechenden Pellet-Lieferanten frei zu wählen und sich somit für den günstigsten Anbieter zu entscheiden.
Für die Lagerung von Pellets wird ein adäquater Lagerraum benötigt, wobei pro Kilowatt Nennwärmeleistung rund 0,9 Kubikmeter Lagerraum vorhanden sein sollen.
Beratung und Service für Heizungen
Eine fachmännische Beratung von der Planung bis zur Inbetriebnahme sollte ebenso selbstverständlich sein, wie die jederzeitige Erreichbarkeit des Installateurs bei Notfällen.
Eine unverzügliche Reparatur oder der Austausch von defekten Teilen sorgt im Zuge dessen dafür, dass die Pelletheizung sofort wieder einsatzbereit ist. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass nicht immer alle Serviceleistungen kostenlos zur Verfügung gestellt werden können.












