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Thermochemische Energiespeicher

Grundprinzip

Auch die thermochemischen Energiespeicher lassen sich im mobilen Bereich einsetzen. Sie arbeiten dabei nach ganz bestimmten Grundprinzipien, wie im Folgenden beschrieben:

  • Dienen der Speicherung von Wärme.
  • Für die Wärmespeicherung werden reversible chemische Prozesse genutzt.
  • Unterteilung in Sorptionsspeicher und Speicher mit reversiblen chemischen Bindungen möglich.
  • Fremdmoleküle lagern sich an Festkörpern oder Flüssigkeiten während des Sorptionsprozesses an.
  • Arbeitsmedium ist meist Wasser.

In der Praxis werden vorwiegend Adsorptionsspeicher verwendet. Bei ihnen wird die Wärmespeicherung, also der Ladevorgang, mittels Desorption, die Abgabe von Wärme mittels Adsorption erreicht.

Vor- und Nachteile thermochemischer Speicher

Natürlich weisen auch thermochemische Speicher viele Vorteile, aber genauso einige Nachteile auf, wie folgende Tabelle zeigt:

Vorteile Nachteile
Einsatz sowohl für Wärme-, wie auch für Kühlzwecke möglich Materialien, die zum Einsatz kommen, weisen eine geringe Wärmeleitfähigkeit aus
Energiedichten sind vergleichsweise hoch (Adsorptionsspeicher) Dadurch unbefriedigende Energiedichte, wenn Material nur einfach geschüttet wird
Nahezu verlustfreie Speicherung der zugeführten Wärme möglich Geometrie des Wärmetauschers im Sorptionsmaterial ist entscheidend für Wärmeübergang und Wasseraufnahme
Speicherdauer fast unbegrenzt Schwierigkeiten bei dauerhafter Verbindung von Materialien mit einem Metall-Wärmetauscher
Beliebig häufige Be- und Entladung möglich  
Materialien, die nicht brennbar und nicht gesundheitlich bedenklich, sowie umweltverträglich sind, können verwendet werden