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Energiesparendes Bauen & effiziente Bausanierung

Neue und effizientere Heizung als Energiesparmaßnahme

In kaum einem anderen Bereich hat sich in den letzten zehn bis 20 Jahren so viel getan, wie bei den Heizanlagen. Statt Nutzungsgrade zwischen 60 und 70 Prozent, wie sie noch vor 20 Jahren üblich waren, sind heute Nutzungsgrade zwischen 90 und 100 Prozent denkbar. Das bedeutet ein hohes Einsparpotenzial bei der Heizwärme.

Da aber gleichzeitig der Schadstoffausstoß moderner Heizungen um bis zu 80 Prozent gesenkt werden konnte, tut man mit der Entscheidung für eine neue und effizientere Heizung auch der Umwelt etwas Gutes. Sobald also der eigene Heizkessel ersetzt werden muss, tun Bauherren gut daran, über einen modernen, kostengünstigen Heizkessel nachzudenken.

Wann sollte eine Heizung ausgetauscht werden?

Der Austausch der Heizungsanlage sollte nicht erst dann erfolgen, wenn sie defekt ist. Schon deutlich früher kann dieser sinnvoll sein. Möglich und sinnvoll ist der Austausch einer veralteten Heizanlage etwa, wenn:

  • sie bereits älter als 15 – 20 Jahre ist,
  • der Kessel noch konstant auf Temperaturen zwischen 70 und 90° C betrieben werden muss,
  • eine Heizungsregelung, die witterungsgeführt und zeitabhängig ist, nicht möglich ist,
  • im Schornstein bereits Feuchteschäden entstanden sind,
  • die Temperaturen im Heizungsraum regelmäßig bei mehr als 20° C liegen.

Warmwasser-Zentralheizungen bestehen dabei in der Regel aus drei wichtigen Komponenten:

  1. Wärmeerzeuger
  2. Wärmeverteilung (bestehend aus Pumpen, Heizkörpern und Rohrleitungen)
  3. Regelung

Der Wärmeerzeuger

Bisher wurden vor allem Konstant-Temperaturkessel bei Heizanlagen verwendet. Heute gibt es die Niedertemperaturkessel. Sie können die Temperaturen im Kessel auf bis zu 40° C herunter regulieren, immer in Abhängigkeit von der aktuellen Außentemperatur. Durch diese Wärmeabsenkung kann der Nutzungsgrad der Heizungsanlage deutlich erhöht werden.

Noch etwas weiter entwickelt sind die Brennwertkessel. Sie können Brennstoffe um bis zu elf Prozent besser nutzen, als Niedertemperaturkessel und weisen einen noch einmal verringerten Schadstoffausstoß auf. Dies wird durch folgende Schritte möglich:

  • Abgase werden unter den Taupunkt abgekühlt
  • Wasserdampf kondensiert somit
  • Durch die Kondensation entsteht Wärme
  • Wärme wird mit für die Beheizung genutzt

Zu beachten ist allerdings, dass während dieser Vorgänge ein saures Kondensat entsteht, das entsprechend abgeführt werden muss. Diese Abführung ist je nach Brennstoff und Größe der gesamten Heizungsanlage nicht ohne weiteres möglich. In einigen Fällen muss das Kondensat zunächst neutralisiert werden, bevor es in die Gebäudeentwässerung eingeleitet werden kann. Entsprechende Abgasleitungen, die unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit sein müssen, sind dafür zwingend erforderlich.

Dabei können moderne Wärmeerzeuger, wie Niedertemperatur- und Brennwertkessel bedenkenlos in bestehende Gebäude eingebaut werden. Meist sind die vorhandenen Heizkörper überdimensioniert. Das erlaubt dem Kessel, eine geringe Heizkreistemperatur einzustellen, wodurch er besonders gut im Bereich der Brennwerttechnik eingesetzt werden kann.

Wird zusätzlich das Gebäude wärmegedämmt, kann sich der so entstehende Effekt sogar noch verstärken, die Nutzungsgrade können noch höher ausfallen. Folgende Punkte sollten bei der Wahl des geeigneten Heizkessels berücksichtigt werden:

hohe Betriebssicherheit
einwandfreie, hochwertige Verarbeitung
hohe Energieausnutzung (Norm-Nutzungsgrad)
geringer Schadstoffausstoß (Norm-Emissionsfaktor)

Die Wärmeverteilung

Die Wärmeverteilung erfolgt über das Rohrnetz, die Heizkörper und Pumpen. Insbesondere den Rohrleitungen sollte dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Sie müssen grundsätzlich wärmegedämmt sein, was seit einigen Jahren sogar gesetzlich vorgeschrieben ist.

Andernfalls könnten die guten Nutzungsgrade des Wärmeerzeugers nicht erreicht werden. Entsprechende Dämmschalen müssen lückenlos verlegt werden und eng an den Rohren anliegen. Außerdem sollten Dämmmaßnahmen auch an

Armaturen,
Bögen und
Schellen

durchgeführt werden. Grund dafür ist das Metall, meist Kupfer, das für diese verwendet wird. Es ist sehr gut wärmeleitfähig und kann bei ungedämmten Armaturen, Schellen und Bögen schnell zu massiven Wärmeverlusten führen.

Bei den Pumpen können sich Bauherren zwischen der Umwälz- und der Zirkulationspumpe entscheiden. Weiterhin stehen in Stufen schaltbare Pumpen zur Verfügung. Besonders wichtig ist, dass diese richtig dimensioniert sind.

Andernfalls kann der Wirkungsgrad deutlich verringert werden, insbesondere, wenn die Pumpen auf kleinere Stufen herab geregelt werden. Im Idealfall setzt man auf elektronisch geregelte Pumpen, sie sind nicht nur energiesparend, sondern können auch die gesamten Betriebskosten verringern.

Die Regelung

Entscheidend für Energieeinsparungen im Rahmen der Heizungsanlage ist die Regelung. Sie wird in der Regel vom Heizungsfachbetrieb eingestellt.

Bauherren werden während dieser Einstellungsphase soweit in das System eingewiesen, dass sie dieses selbst bedienen und somit die Heizleistung den individuellen Bedürfnissen anpassen können. Am häufigsten kommen heute außentemperaturabhängige Heizungsregelungen zur Verwendung. Dabei müssen für die Regelung folgende Werte eingestellt werden:

  • Zeiträume für normalen und verringerten Heizbetrieb
  • Soll-Temperaturen für normalen und verringerten Heizbetrieb
  • Heizkurve, die für das Gebäude erforderlich ist

Die eigentliche Heizleistung, sowie die Temperatureinstellung für die einzelnen Räume finden direkt in diesen statt. Hierfür stehen meist Thermostatventile direkt an den Heizkörpern zur Verfügung.

Beim Warmwasser sparen

Wer sich im Rahmen des Heizungsaustauschs für einen Niedertemperatur- oder Brennwertkessel entscheidet, darf davon ausgehen, dass Wärme mit einem hohen Wirkungsgrad erzeugt wird. Besonders empfehlenswert, weil günstiger, sind dabei zentrale Warmwasserbereitungs-Systeme. Dezentrale Systeme kommen eher selten in Frage, meist nur dann, wenn sehr geringe Mengen Warmwasser benötigt werden und diese an weit auseinander liegenden Stellen im Gebäude entnommen werden.

Wechsel des bisherigen Heizsystems möglich

Wer sich für den Austausch der bisherigen Heizungsanlage entscheidet, kann gleichzeitig einen Wechsel des Heizsystems oder des Brennstoffs vornehmen. So kann die Umwelt zusätzlich entlastet werden, auch macht sich dieser Wechsel durch massiv verringerte Kosten im Haushaltsbudget bemerkbar. So sind folgende Umstellungen nicht nur denkbar, sondern generell empfehlenswert:

Umstellung von Einzelöfen auf zentrale Heizungsanlage
Umstellung von Elektrospeicherheizgeräten auf zentrale Heizungsanlage
Umstellung von Etagenheizungen auf zentrale Wärmeversorgung
Anschluss an ein Fern- oder Nahwärmenetz
Installation eines Blockheizkraftwerks (BHKW) – nur geeignet bei größeren Gebäuden, dafür Erzeugung von Wärme und Strom zeitgleich
Brennstoffzellen

Selbst Biomasse kann als Brennstoff in Frage kommen. Das Beste hierbei: Sie kann auch in bestehende Heizsysteme integriert werden. Weitere denkbare Heizanlagen sind:

  • Holz-Pellet-Heizungen – für Ein- bis Zweifamilienhäuser
  • Holzhackschnitzelheizung – für sehr große Gebäude
  • Elektro-Wärmepumpen – sofern sie das Erdreich oder das Wasser als Wärmequelle nutzen und die Jahresarbeitszahl über 3 liegt
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen – als ergänzendes Heizsystem, insbesondere für die Warmwasserbereitung in den Sommermonaten

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