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Warum müssen wir Energie sparen?

Die Mehrheit der Bundesbürger weiß, dass jeder zum Umweltschutz beitragen kann. Nur wenigen allerdings ist bewusst, dass auch Energie sparen dem Umwelt schutz dient. Das ist das Ergebnis einer von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) beim Meinungsforschungsinstitut Forsa in Auftrag gegebenen Umfrage von 2 002.

Befragt was sie mit 'Klima- und Umweltschutz' verbinden, nennen nur 9 % der Befragten die Möglichkeit Energie einzusparen. Lediglich das Vermeiden von Autoabgasen ist als Maßnahme für den Klimaschutz in der Breite bekannt.

Die Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung Industrieunternehmen und Politiker als maßgebliche Akteure in Sachen Umweltschutz sieht. Der Einfluss auf den Umweltschutz durch private Haushalte wird dagegen wesentlich geringer eingestuft. 

Mineralölverbrauch - täglicher Energiebedarf der Welt

Zur Zeit ist es so, dass der gesamte Verkehrssektor fast die Hälfte des geförderten Erdöls verbraucht. Es wird geschätzt, dass sich weltweit die Gesamtzahl aller Kraftfahrzeuge von derzeit rund 800 Mio. bis zum Jahr 2030 mehr als verdoppelt. Dies bedeutet, dass die globale Autoflotte derzeit prozentual doppelt so schnell wächst wie die Weltbevölkerung.

Weltweit anwachsende Fahrzeug-Zahlen und Kilometer-Leistungen werden den Energiebedarf kaum reduzieren, es sei denn der Kraftstoff-Verbrauch pro zurückgelegtem Kilometer wird weltweit drastisch gesenkt. Der Energiebedarf steigt daher extrem schnell an.

Über die vergangenen Jahre hat sich der gesamte Mineralöl-Verbrauch seit 1960

- in den USA mehr als verdoppelt,
- in Europa mehr als vervierfacht,
- im pazifischen Raum versechsfacht.

Mit fortschreitender Zeit gewinnt diese Entwicklung immer mehr an Geschwindigkeit. Mineralöl gilt als so genannter 'hochwertiger Energieträger', weil es für eine Vielzahl von Anwendungen geeignet ist. Deswegen spielt die Überlegung eine wichtige Rolle, ob es für die Verbrennung in Heizkesseln oder den Antrieb von Kraftfahrzeugen nicht einfach zu schade ist, gerade weil es nicht endlos viel davon gibt.

Erdgas und seine diversen Folgeprodukte (z. B. Propan, Butan) sind ebenso wie Mineralöl endliche, fossile Primärenergie-Träger, obwohl sie als nicht ganz so hochwertig angesehen werden. Ein Vorteil von Gas ist, dass die zeitliche Verfügbarkeit höher liegt als die von Öl.

Energieverbrauch in Deutschland

Der größte prozentuale Anteil am Primärenergie-Verbrauch in Deutschland wird in Form von Mineralöl (knapp 40 %) bereitgestellt. Es folgen Erdgas, Steinkohle und Braunkohle.

Innerhalb der letzten zehn Jahre hat es einige Veränderungen bei den jeweiligen Anteilen gegeben, so konnten Mineralöl, Erdgas und Kernenergie um einige Prozentpunkte zulegen, während Steinkohle leicht und Braunkohle um die Hälfte abgenommen haben.

Windenergie verzeichnet seit der Einführung des 'Erneuerbare Energien Gesetzes' (EEG) einen Aufschwung. Weltweit liegt der Anteil von Wasserkraft bei der Stromerzeugung bei rund einem Sechstel (19 %), nicht jedoch in Deutschland.

Tab.:Primärenergie-Verbrauch in D. (in %)

 

 

 

1999

2000

Mineralöl

35

38,7

Erdgas

16

21,1

Kernenergie

10

13,0

Steinkohle

16

13,5

Braunkohle

21

10,9

Wind- u. Wasserkraft

1

1,0

sonstige

1

1,8

Gesamt

100

483,6 Mio. t
SKE14.173 PJ

Quelle: DWV

 

 

Die von der bundesdeutschen Regierung beauftragte Enquete-Kommission stellte im Sommer 2002 in ihrem Energie-Bericht fest: 'Die regenerativen Energiequellen mit ihren direkten und indirekten Nutzungsmöglichkeiten sind aus technischer Sicht grundsätzlich in der Lage, alle heute und in Zukunft benötigten Sekundärenergieträger bzw. Nutzenergieformen bereitzustellen. Von den drei regenerativen Energiequellen solare Strahlung, Geothermie und Gezeitenkraft weist die Sonnenenergie bei weitem das größte Potenzial auf.' [Enquete-Kommission, 2002]

Energieverbrauch Industrieländer

Die westliche Welt verbraucht mehr als die Hälfte der weltweiten Energie-Vorkommen, wobei sie lediglich ein Siebtel der Weltbevölkerung stellt. Mit der voranschreitenden Industrialisierung der dritten Welt wird deren Energiebedarf drastisch steigen, wobei der Bedarf der Industrieländer kaum weniger wird, so dass insgesamt eine drastische Zunahme der Verbrauchszahlen zu erwarten ist.

<small>Abb.: Unterschied zwischen Industrie- & Entwicklungsländern

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft</small>

Die USA stellen 5% der Weltbevölkerung, verbrauchen jedoch rund 26% der weltweit geförderten Rohöls.

Erneuerbare Energien - Energiepolitik in Deutschland

Der Ausbau der erneuerbaren Energien soll konsequent fortgesetzt werden. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien bei der Primärenergie von 2,1 % im Jahr 2000 auf 4,2 % im Jahr 2010 zu verdoppeln. Bei der Stromproduktion soll der Anteil von 6,25 % (2000) auf 12,5 % (2010) erhöht werden.

Nach Berechnungen des Bundesumweltministeriums haben die erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2001 rund 44 Mio. t CO2 eingespart. Die Bedeutung für den Klimaschutz lässt sich an folgender Rechnung demonstrieren: Im Durchschnitt werden in Deutschland derzeit jährlich pro Person rund 10 t des Klimagases CO2 freigesetzt. Erneuerbare Energien haben damit im Jahr 2001 mehr CO2 eingespart, als die Bewohner Berlins in einem Jahr verursachen.

Gleichzeitig kurbelt der Einsatz der erneuerbaren Energien die Wirtschaft an: Um 20 % ist der Gesamtumsatz dieser Branche allein von 2000 auf 2001 gewachsen, und zwar auf rund 8,2 Mrd. Euro.

Die einzelnen Sparten haben dabei folgende Anteile:

  • Windenergie: 3,3 Mrd. Euro (40 %),
  • Biomasse 2,4 Mrd. Euro (29 %),
  • Wasserkraft 1,2 Mrd. Euro (14,5 %),
  • Solarenergie 1,2 Mrd. Euro (14,5 %) und
  • Geothermie 0,15 Mrd. Euro (2 %).

Auch die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien ist deutlich gestiegen. Derzeit sind etwa 130.000 Menschen in diesem Wirtschaftszweig beschäftigt. Diese Zahl umfasst direkte und indirekte Arbeitsplätze, d.h. einschließlich vorgelagerter Produktionsketten, Planung, Wartung usw. Allein im Bereich der Windkraft gibt es rund 40.000 Arbeitsplätze, im Bereich der Biomasse ca. 50.000 und bei der Solarenergie (Strom und Wärme) rund 18.000.

 

Die Zukunft der Energieversorgung - nachhaltig und regenerativ

Wasserstoff kann als zukünftiger Kraftstoff dazu beitragen, die Umwelt nachhaltig zu schonen.

Ein schonender Umgang mit der Natur ist allein deswegen sinnvoll, weil der zunehmender Energieverbrauch sowie das stetige Bevölkerungswachstum die Natur ohnehin schon bis an ihre Grenze belastet. Letztlich kann sich die Menschheit damit selber einen Gefallen tun, wenn sie Energie effizienter nutzt und schadstoffarme bzw. schadstofffreie Kraftstoffe verwendet. 

Für die künftige Energieversorgung bieten sich als Möglichkeiten für eine kurz- und mittelfristige Schadstoff-Reduzierung zwei Wege an:

1. Die eine Variante ist die weitere Optimierung bereits vorhandener Techniken. Dies wäre der Versuch, bereits voll ausgereifte Technologien, die bereits über 100 Jahre an Entwicklung hinter sich haben, so zu verbessern, dass die Effizienz noch weiter steigt und die Emissionen noch weiter sinken. Dies bringt jedoch erhebliche Schwierigkeiten mit sich, weil die Potentiale schon weitestgehend ausgereizt sind. Die Motoren- und Anlagen-Techniken stoßen bereits jetzt an Grenzen, so dass eine weitere Anhebung der Wirkungsgrade nur noch geringfügig möglich ist.

2. Die andere Variante ist die verstärkte Nutzung noch nicht vollständig etablierter Energieträger wie z. B. Biodiesel, Rapsöl, Erdgas, Flüssiggas und Methanol. Die Technik für derartige Kraftstoffe ist bereits vorhanden, jedoch noch nicht so weit ausgereift wie bei Benzin und Dieselöl. Hier bietet sich die Möglichkeit, mit sofortiger Wirkung den Schadstoff-Ausstoß zu verringern, weil selbst Erdgas umweltschonender verbrennt als Erdöl. Darüber hinaus können auf diesem Weg die Mineralöl-Vorkommen geschont werden, damit diese noch möglichst lange für andere (sinnvollere) Zwecke genutzt werden können.

Unternehmen Energie sparen

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