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Anfrage an SoLaR GmbH



SoLaR GmbH

Solarstrom seit 1996

Die offizielle Informationspolitik anlässlich der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl war für die Bevölkerung wenig akzeptabel. Deshalb wurde 1986 von knapp 100 Personen aus Landshut und Umgebung der gemeinnützige Verein ‚Gesellschaft für aktives Umweltbewusst-sein e.V. (GaU eV)’ mit dem Ziel gegründet, der Öffentlichkeit verlässliche Informationen über die Radioaktivität im persönlichen Umfeld zur Verfügung zu stellen.



Zehn Jahre später wurde von den mittlerweile gut 300 Mitgliedern beschlossen, das Tätigkeitsfeld um den Bereich ‚Erneuerbare Energieträger’ und ‚Energiewende’ zu erweitern. Der GaU eV trat der Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Solarinitiativen bei und setzte 1998 in Zusammenarbeit mit zwei weiteren lokalen Bürgerinitiativen nach einem Bürgerbegehren und zwei erfolgreichen juristischen Auseinandersetzungen mit der Stadt in Landshut die sog. ‚kostendeckende Vergütung’ durch, dem wirksamsten Instrument zum Erreichen der Energiewende. Die Umlageerhöhung von bis dahin 0,15 Pfg/kWh konnte auf maximal 1,5 Pfg/kWh aufgestockt werden.



Bereits 1996 war erkennbar, dass die Mehrheit der Bürger und Bürgerinnen, die die Kosten der Energiewende tragen werden, sich mangels geeigneter Dachflächen oder entsprechendem Kapital nicht aktiv werden beteiligen können. Zur Vermeidung einer sozialen Schieflage der Energiewende würden unterschiedliche Formen der Bürgerbeteiligung notwendig sein. Um die Gemeinnützigkeit des GaU eV nicht zu gefährden ist deshalb von Mitgliedern die SoLaR Betriebs- und Beteiligungsgesellschaft für Solaranlagen mbH gegründet worden. Gleichzeitig wurde in der Satzung der Gesellschaft festgelegt, dass die Kapitalgeber maximal die Verzinsung ihres Kapitals in der Höhe erhalten, als hätten Sie das Geld in ein eigenes Solarkraftwerk gesteckt; der Rest fließt in gemeinnützige Projekte, die den Einsatz der Erneuerbaren Energieträger fördern.



1999 wurden die ersten drei Solarkraftwerke mit zwei unterschiedlichen Beteiligungskonzepten in Landshut errichtet. Im gleichen Jahr erhielt die SoLaR GmbH von der Gemeinde Furth (bei Landshut), die als einzige deutsche Kommune von der Europäischen Kommission für die ‚Aufbruchkampagne’ in 100% aus Erneuerbaren Energieträgern zertifiziert worden ist, den Auftrag, wirtschaftliche Bürgerbeteiligungsmodelle zu entwickeln und umzusetzen. Gleichzeitig waren wir mit einem ALTENER II Programm erfolgreich, um die theoretische Grundlage für die Energiewende in Furth zu erarbeiten. Vier derartiger Projekte in Europa sind zum Cluster 7 zusammen gefasst, indem wir die Koordination übernommen haben. Somit sind wir mit zahlreichen und unterschiedlichen Aufgaben eingedeckt, die eine entsprechende Organisation bedingt.



Nach Einführung des 100.000 Dächer Programms (1999) und dem Erlass des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien EEG (2000) waren die alten Beteiligungskonzepte wie unternehmerische oder indirekte finanzielle Beteiligungen wirtschaftlich nicht mehr effektiv: insbesondere das 100.000 Dächer Programm konnte nur eingeschränkt genutzt werden.



Um die Eigenwirtschaftlichkeit von Solarkraftwerken auf fremden Dächern zu erreichen, wurde deshalb von uns das Konzept des Bürgersolarkraftwerks entwickelt, in dem jeder einzelne Investor direkter Eigentümer seines Solarkraftwerks bleibt und dadurch automatisch gewerblicher Stromproduzent wird.



Gleichzeitig werden Optimierungen für den Investor sowohl in den Bereichen Technik und Wirtschaftlichkeit als auch bei der Umsatz- und Einkommensteuer sowie bei den Förderprogrammen erzielt. Und in den Kommunen können große Solarkraftwerke errichtet werden, normaler Weise ohne Belastung der gemeindlichen Finanzen.



Dieses Konzept, dessen Grundlage auf der Anwendung der kostendeckenden Vergütung beruht, wurde im Jahr 2000 zuerst in der Gemeinde Furth mit sehr großem Erfolg umgesetzt: bei nur 3.000 Einwohnern fanden sich 27 Investoren, deren Solarkraftwerke insgesamt eine Leistung von mehr als 119 kWp ausmacht. Die ursprünglich zur Verfügung stehenden drei Dachflächen auf der Volksschule reichten nicht aus, so dass noch die Dächer der Turnhalle, des Sportheims, des Maristengymnasiums und des Pfarrheims genutzt werden mussten. Gleichzeitig fanden sich fast 60 weitere Investoren in der Gemeinde mit insgesamt 230 kWp, die ihr Solarkraftwerk auf dem eigenen Dach installierten. Dieser Erfolg wurde 2001 mit dem Deutschen Solarpreis in Bonn gewürdigt.



Die Aktivitäten in der Gemeinde Furth sind natürlich in den umliegenden Gemeinden nicht unbemerkt geblieben und nach dem gleichen Konzept wurden im Jahr 2000 Bürgersolarkraftwerke in Rottenburg (45 kWp), Siegenburg (84 kWp) und Altdorf (54 kWp) errichtet.



Im Jahr 2001 hat sich unser Konzept weiter herumgesprochen und in Zusammenarbeit mit lokalen Agenda 21 Gruppen oder Solarinitiativen konnten wir drei weitere Bürgersolarkraftwerke im Landkreis Landshut (Vilsbiburg 20 kWp, Wurmsham 22 kWp, Ergoldsbach 30 kWp), fünf im Landkreis Ebersberg (Glonn 38 und 49 kWp, Vaterstetten 50 kWp, Egmating 39,6 kWp, Neufarn 27 kWp), drei im Landkreis München (Putzbrunn 32 kWp, Unterhaching 27 kWp, Unterschleißheim 58 kWp), zwei in der Nähe von Neu-Ulm (Pfaffenhofen/Roth 28 kWp, Bellenberg 20 kWp) und eines im Landkreis Eichstätt (Buxheim 20 kWp) errichten. Außerdem sind zwei weitere in der Gemeinde Furth (20 kWp und 12 kWp) hinzugekommen. Sieben dieser 15 Bürgersolarkraftwerke sind auf privaten/kirchlichen Dächern wie Kindergarten, Edeka Markt, Fabrikationshalle, Biobauern, Reiterhof oder Bürogebäude installiert, die anderen auf öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Turnhallen, Bauhof, Feuerwehr oder Schwimmbad.



Auch im Jahr 2002 ist die Nachfrage nach Bürgersolarkraftwerken ungebrochen. Als erstes Kraftwerk dieser Art im Lkr. Wolfrathausen ist Egling mit 57,75 kWp auf einer Raiffeisenlagerhalle ans Netz gegangen und die Stadt Ebersbach (bei Göppingen) mit gut 84 kWp auf seiner Hardtschule. In Markt Schwaben, Vilsbiburg, Aying, Wolfratshausen und Erding wurde jeweils eine Anlage errichtet, in Dorfen und mit der EVG Perlesreut jeweils zwei.



Im Landkreis München-Land sind wir partnerschaftlich mit der SKML GmbH verbunden, die ebenfalls aus einem gemeinnützigen Verein, der Solar-Initiative-München-Land e.V. (SIMLA), mit finanzieller Beteiligung der Gemeinde Unterhaching und Unterstützung des Landratsamtes München Land gegründet worden ist. Sowohl der SKML GmbH als auch uns liegt die Energiewende am Herzen.



Neben unserem Spezialgebiet Bürgersolarkraftwerke, in dem wir bis Ende 2006 1.955 kWp errichten haben, erstellen wir natürlich auch Solarkraftwerke für Einzelpersonen oder Firmen auf deren Dächern. Bisher sind da etwas knapp 3.000 kWp zusammen gekommen, so dass wir bisher fast 5.000 kWp ans Netz gebracht haben.




SoLaR GmbH

Am Rathaus 7
84095 Furth
Germany

Tel.: +49 (0)8704/929200 
Fax : +49 (0)8704/929472



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