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BIOENERGIE:  Einleitung | Biomasse | Biogene Kraftstoffe | Biogas
 

 
 
 Biodiesel
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Eigenschaften (Biodiesel)

Biodiesel verfügt über sehr gute Schmiereigenschaften. Das liegt an dem relativ hohen Sauerstoff-Gehalt (11 %) und seinem chemischen Aufbau. Der Verschleiß in der Einspritzpumpe sowie im Motor wird dadurch erheblich reduziert. Ein geringer Anteil Biodiesel als Zusatz für konventionellen Diesel-Kraftstoff verbessert auch dessen Schmiereigenschaften, die auf Grund der Entschwefelung in der Raffinerie relativ niedrig liegt. Der Schmelzpunkt von Ölen und Fetten hängt im wesentlichen von der Anzahl der Doppelbindungen ab. Je höher diese Anzahl ist, desto niedriger ist der Schmelzpunkt.

Biodiesel verfügt nach der Umrüstung über folgende Eigenschaften:

Dichte bei 15 °C:
Energiedichte:
kinemat. Viskosität:
Cetan-Zahl:
Flammpunkt:
Schmelzpunkt:
Schwefel-Anteil:
Wasser-Anteil:
Gesamt Glyzerin-Anteil:
Freies Glyzerin:
Methanol-Anteil:
0,875 - 0,890 kg/l
8,9 kWh/l
7 - 8 mm2/s bei 20 °C
54 - 58
100 - 135 °C
-12 bis -22 °C
< 10 ppmv
< 300 ppm
< 0,25 %
< 0,02 %
< 0,3 %

  • Der Energiegehalt ist höher als bei Benzin und nur unwesentlich schlechter als bei Diesel.
  • Ist fast schwefelfrei.
  • Enthält keine Aromate und kein Benzol.
  • Besitzt eine hohe Schmierfähigkeit.
  • Zieht Wasser an (hygroskopisch).
  • Wirkt wie ein Lösungsmittel, greift Lack an, verdünnt Motoröl.
  • Reduziert durch den relativ hohen Sauerstoffgehalt (etwa 11 %) die Ruß-Emissionen im Vergleich zum herkömmlichen Diesel-Kraftstoff.
  • Biodiesel gibt bei der Verbrennung etwa so viel Kohlenstoff-Dioxid ab, wie die Pflanze beim Wachstum aufgenommen hat.
  • Die meisten Abgaswerte werden im Vergleich zum herkömmlichen Diesel unterschritten.
  • Wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. CO2-Produktion nur so hoch, wie die Pflanzen beim Wachstum aufgenommen haben (geschlossener CO2-Kreislauf).
  • Ist biologisch abbaubar, gefährdet bei Unfällen nicht den Boden, Unter normalen Bedingungen werden innerhalb von 28 Tagen 99% des Biodiesels durch Mikroorganismen 'aufgefressen'.
  • Ist kein Gefahrgut (ungiftig).
  • Ein zu hoher Wassergehalt verstopft bei Kälte den Kraftstoff-Filter.
  • Glyzerin lagert sich ab und beschädigt die Einspritz-Pumpe.
  • Alkali kann den Filter verstopfen.
  • Anhand der Messung des Flammpunktes lässt sich der Verschmutzungsgrad des Kraftstoffes nachmessen.
  • Viskosität und Flammpunkt sind in ähnlicher Größenordnung wie bei Diesel-Kraftstoff.

Die Zusammensetzung von Biodiesel ist nach der Qualitätsnorm E DIN 51606 geregelt und nur dementsprechender Kraftstoff ist für den Verkauf freigegeben. Es gibt jedoch teilweise Biodiesel-Tankstellen bzw. Lieferanten, die sich nicht daran halten und dem Kraftstoff billige Komponenten beimischen. Es empfiehlt sich daher, Biodiesel nur dort zu kaufen, wo ein DIN-Aufkleber auf den ordnungsgemäßen Zustand des Kraftstoffes hinweist.

    



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