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Thema Wasserstoff vom 21.10.2003 @ 09:18:38 CEST


H2Expo zählt auf Klasse statt Masse


Auf der diesjährigen H2Expo waren weniger Aussteller und Besucher als im Vorjahr, aber dafür qualitativ hochwertigere. Dies ist die Quintessenz des neuen H2Expo-Veranstalters, der Hamburger Messe und Congress GmbH...

Nachdem Anfang dieses Jahres die Ausrichtung der H2Expo von Frau Ines Freesen von der Freesen & Partner GmbH in die Hände der Hamburger Messe und Congress GmbH übergeben worden war, zog der neue Veranstalter im Schlussbericht eine durchweg positive Bilanz. Über 2.500 Experten und Endverbraucher hatten sich zum Austausch über innovative Technologien und Anwendungen vom 9. bis 11. Oktober auf dem Hamburger Messegelände getroffen. Insgesamt 45 namhafte Unternehmen, Forschungsinstitute, Hochschulen und Erfinder aus sechs Nationen waren in Hamburg vertreten. Damit hat sich Hamburg nach Meinung des Ausrichters als internationales Forum für Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien behauptet.

Im direkten Vergleich zum Vorjahr wird jedoch deutlich, dass sowohl bei den Besuchern als auch bei den Ausstellern ein merklicher Rückgang zu verzeichnen war. Der Geschäftsführer der Hamburg Messe und Congress GmbH, Herr Dietmar Aulich, schob dies vornehmlich auf die derzeit schlechte konjunkturelle Lage und gab sich zurückhaltend: „Die H2Expo ist noch keine Messe, sondern eher ein Forum.“ Im Hinblick auf kommende Zeiten ergänzte er etwas zuversichtlicher: „Wir freuen uns, dass die H2Expo 2003 auf so großes Interesse bei den Besuchern gestoßen ist und werten das als Auftakt für eine viel versprechende Zukunft.“

Die Besucher interessierten sich gemäß der vom Veranstalter vorgenommenen Umfrage vor allem für technische Innovationen. Für 72,5 Prozent war die Information über Innovationen und neueste Entwicklungen der wichtigste Grund für den Besuch der H2Expo 2003. In deren Fokus stand zum Beispiel der Brennstoffzellen-Gabelstapler, eine Koproduktion von Linde AG, Still GmbH und Proton Motor Fuel Cell GmbH. Auch der für Testfahrten zur Verfügung gestellte Citaro Brennstoffzellen-Bus zog viele Besucher an.

Sven Nielsen, vom örtlichen Nahverkehrsunternehmen Hamburger Hochbahn verantwortlich für den Messe-Auftritt des neuen Busses, erklärte: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der H2Expo. Das Interesse der Besucher vor allem an dem Brennstoffzellen-Bus war größer als erwartet. Sämtliche Shuttle-Fahrten zwischen Messegelände und dem Betriebshof in Hamburg-Hummelsbüttel waren ausgebucht, so dass wir an jedem Tag eine Fahrt zusätzlich anbieten mussten.“ Zufrieden zeigte sich auch Holger Grubel, bei den HEW zuständig für regenerative Energien. „Das Interesse der Besucher war groß. Wir haben viele Fragen bekommen, vor allem zu dem Wasserstoff-Bus und der Wasserstoff-Tankstelle.“

Die parlamentarische Staatssekretärin für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Frau Simone Probst, unterstreicht auf der Wasserstoff-Messe die Bedeutung des sauberen Energieträgers, ihrer Meinung nach der „"idealen Energieträger der Zukunft". Sie verkündete während der Messe: „Die Bundesregierung setzt auf Wasserstoff. Wasserstoff hat das Potential die Energietechnik zu revolutionieren.“ Die nachhaltige Herstellung des Wasserstoffs mit Hilfe von Strom aus erneuerbaren Energien müsse dabei besonderes Gewicht bekommen.

Dr. Klaus-Viktor Peinemann, Leiter des Bereichleiter des GKSS Forschungszentrum Geesthacht GmbH wusste während der Pressekonferenz zu berichten, dass die Europäischen Fördermittel für Brennstoffzellen-Technik Ende der 1990er Jahre im 2. Förderrahmenprogramm lediglich bei 8 Mio. EUR lagen. Im 5. Förder-Rahmenprogramm waren sie dann schon auf 130 Mio. EUR angewachsen und verdoppelten sich im jetzt aktuellen 6. Programm auf etwa 260 Mio. EUR. Er gab jedoch gleichzeitig zu bedenken, dass dieser Betrag lediglich ein Sechstel vom Fördervolumen der USA ausmacht.

Die nächste H2Expo wird vom 15. bis 17. September 2004 auf dem Hamburger Messegelände stattfinden.
Foto: HMC/Zapf (Z)

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