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Thema Brennstoffzellen vom 28.03.2001 @ 12:59:25 CEST


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Stromerzeugung der Zukunft


Aktuelle Brennstoffzelle News Dezentrale Energieerzeugungsanlagen können in Zukunft große zentrale Kraftwerke ersetzen. Die Liberalisierung der Strommärkte greift nun auch auf die unflexiblen Netzstrukturen über, die so nicht mehr wettbewerbsfähig sind...

Die Liberalisierung der Strommärkte greift nun auch auf die unflexiblen Netzstrukturen über, die so nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Mit Hilfe von modernster Informationstechnik können in Zukunft Tausende dezentrale Energieerzeuger zu intelligen-ten virtuellen Kraftwerken zusammengeschaltet werden.

Die zukünftige Energieversorgung könnte folgendermaßen aussehen: In neu entste-henden Wohngebieten werden Kellerräume zu miniaturisierten Energiezentren. In fünf bis sechs Jahren könnte jeder Hausbesitzer im Nebenerwerb auch Energieerzeuger sein. Anstelle eines konventionellen Heizkessels im Keller würde eine Brennstoffzelle für Strom und Wärme in den eigenen vier Wänden sorgen. Kleinere Systeme liefern bis zu 5 kW elektrische und thermische Leistung, größere bis zu ei-nigen MW. Schon bei einer installierten Leistung von 1 kW würde bei 100.000 Haushalten eine Leistung von 100 MW für die Erzeugung von Strom und Wärme zur Ver-fügung stehen. Besitzer von Einfamilienhäusern, kleine Betriebe oder auch Krankenhäuser könnten sich damit unabhängig von Großkraftwerken machen. Und auch Industriebetriebe oder öffentliche Gebäude könnten weitgehend autark ihre eigene Strom- und Wärmeversorgung sicherstellen.

Grundvoraussetzung für die Funktion dieser dezentralen Energieerzeugung allerdings ist eine optimale Steuerung. Die stille Revolution der Energieversorgung funktioniert nur, wenn die Informationstechnik mitspielt. Das Herzstück des künftigen Stromnetzes ist das Energiemanagement. Ohne eine intelligente Kommunikation zwischen den einzelnen dezentralen Energieerzeugern ist eine reibungslose Funktion des gesamten Systems undenkbar.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Herausbildung dezentraler Strukturen in der Stromversorgung sind die künftigen Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Erzeuger, Lastverteiler und Verbraucher für den technischen und kommerziellen Informati-onsaustausch. Künftig werden deshalb Informationstechnik-Lösungen zum entschei-denden Wettbewerbsfaktor.

Ähnlich wie bei der Datenverarbeitung ist man jetzt bei der Stromversorgung auf die Idee gekommen, die Energieübertragungs- und -verteilungsstruktur in ein Netz umzuwandeln, das auf dezentralen Erzeugern basiert. Bei den Überlegungen geht es im Kern um ein und dieselbe Sache: Die Energiebereitstellung und -speicherung soll möglichst nahe zum Verbrauchsort verlagert werden und zwar mit höherem Wirkungsgrad und möglichst niedriger Umweltbelastung. Der Vorteil: Mit Hilfe moderner Kommunikations- und Regelungstechnik lassen sich solche Systeme wie ein einziges Kraftwerk betreiben. Vor allem regenerative Energiequellen und dezentrale Erzeugungsanlagen kann man mit IT-Technologien zu einem ,,virtuellen Versorger" zusammenfassen, sogenannten ,,microgrids“. Diese Mikronetze mit einer Leistung von rund 10 MW können eigenständige Versorgungsinseln bilden oder mit dem Übertragungsnetz verbunden sein. Durch die Aufteilung der Erzeugungskapazitäten auf viele dezentrale Anlagen sind bessere Ver-fügbarkeit und Stromqualität möglich. Die Betreiber des verbrauchernahen Mikronet müssen weniger Kapazitäten der Übertragungs- und Verteilungsnetze in Anspruch nehmen. Außerdem können die Netze und Erzeugungsanlagen schneller ausgebaut werden, ohne dass unnötige Überkapazitäten entstehen.

Den großen Stromkonzernen wird inzwischen klar, welche Veränderungen mit dezentralen Systemen wie der Brennstoffzelle auf sie zu rollen. Millionen kleiner Anla-gen könnten für Strom aus dem eigenen Keller sorgen. Im Verbund bieten sie viele Vorteile: sauber, umweltverträglicher und effizienter als die heutigen Mammut-Kraftwerke, die je nach Alter nur über einen bescheidenen Wirkungsgrad verfügen.

Die Brennstoffzelle ist deshalb für den Kunden sowohl aus ökologischen als auch aus ökonomischen Gründen eine interessante Alternative zur herkömmlichen Energieversorgung.

gruener-strom-ag




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