Zum Inhalt springen

Kalifornien macht Rückzieher bei Schadstoffreduzierung

Thema: Umwelttechnik | 29.04.2003 | Aufrufe: 6240 | Bewertung: (5 Bewertungen)

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat die vor Jahren eingeführte Quote zur Förderung emissionsfreier Fahrzeuge fast gänzlich außer Kraft gesetzt. Die ursprüngliche Grenze von 10 % schadstofffreier Autos war bereits auf 2 % abgeschwächt worden und wurde am 24. April von einer neuen Regelung ersetzt...

Angesichts der vehementen Opposition von Seiten der Fahrzeugindustrie haben sich die Regierenden im sonnenreichen Bundesstaat Kalifornien gegen ihr eigenes, ehrgeiziges Gesetz entschieden. Anstelle der bisherigen Regelung tritt nun die Anweisung, in den Jahren 2005 bis 2008 rund 250 Brennstoffzellen-Fahrzeugen zu produzieren. Damit schafft die kalifornische Behörde für Luftreinhaltung (California Air Resources Board) ein auch für andere US-Staaten beispielhaftes Gesetz de facto ab.

Dieses Gesetz war 1990 erstmals erlassen worden und sah damals vor, dass schrittweise bis zum Jahr 2003 zehn Prozent aller in Kalifornien verkauften Fahrzeuge (entsprechend 100.000 Autos) sogenannte "Zero Emission Vehicles" (ZEV) sein müssten. In diese Kategorie fallen batteriebetriebene Elektroautos und auch Brennstoffzellenfahrzeuge. In der letzten abgeänderten Gesetzesfassung hieß es dann nur noch, dass lediglich zwei Prozent aller Neuwagen in Kalifornien ZEV-Fahrzeuge sein müssten und weitere acht Prozent wenige Emissionen ausstoßen dürften (z. B. Hybridfahrzeuge).

CARB-Geschäftsführer Alan Lloyd verteidigte diesen Schritt und sagte anlässlich dieser neuen Entscheidung: „Dies ist kein Rückzieher. Tatsächlich werden wir saubere Luft so eventuell schneller bekommen.“ Die Verantwortlichen reagieren damit auf die veränderte Ausgangslage, die vor 13 Jahren noch die Elektro-Fahrzeuge als die aussichtsreichste Fahrzeug-Variante zur Schadstoffreduzierung ergeben hatte. General Motors hatte sich jedoch bereits Ende der 90er Jahre von seinem Elektro-Fahrzeug EV1 verabschiedet und auch Ford arbeitet seit 2002 auch nicht weiter an seinem Think-Modell.

Das neue Gesetz, das 2005 in Kraft treten wird, soll dazu führen, dass mehrere Hundert-Tausend Gasfahrzeuge, mehrere Zehn-Tausend Hybrid-Fahrzeuge (Gas/Elektro) und 250 Brennstoffzellen-Fahrzeuge gebaut werden. In einem weiteren Schritt werden bis zum Jahr 2011 rund 2.500 Brennstoffzellen-Autos gefordert und bis 2014 ganze 25.000. Kelly Brown von Ford deutete bereits an, dass diese langfristig geltenden Zahlen in künftigen Anhörungen noch überarbeitet werden müssten, weil momentan derartige Kraftfahrzeuge noch US$ 1 Mio. kosten würden. Er sicherte jedoch zu, rund 51 der 250 Autos bis 2008 produzieren zu können.

Diesen Artikel empfehlen:







nutzlos nutzlos
brauchbar brauchbar
nützlich nützlich
interessant interessant
sehr interessant sehr interessant


Hier versenden Sie den Artikel Kalifornien macht Rückzieher bei Schadstoffreduzierung:

Name Absender

E-Mail Absender

Name Empfänger

E-Mail Empfänger

ANTI-SPAM Frage:
Welche Farbe hat ein türkisfarbener Himmel?


Multitalent: Biogasanlage Genthin Anlagenerweiterung ermöglicht duale Einspeisung
09.11.2016 | 1393 Aufrufe

Karriere in grünen Berufen
09.08.2016 | 917 Aufrufe

Als Energieberater von Fördermitteln des Bundes profitieren
04.05.2016 | 1063 Aufrufe

Stoffstrommanagement im Unternehmen
28.04.2016 | 490 Aufrufe

Ochsner Innengeräte mit neuem Gehäusedesign
04.04.2016 | 682 Aufrufe