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Wie geht es weiter in Sachen Antriebe und Brennstoffe?

Thema: Erdgas, Flüssiggas | 12.08.2016 | Aufrufe: 252 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Die Frage, mit welchen Antrieben Busse und LKW von morgen unterwegs sein werden, stellte sich die Shell-Nutzfahrzeug-Studie 2016. Dabei befasst man sich damit, wie sich das Verkehrsaufkommen in der Zukunft verändern wird, welche Antriebe Busse und LKWs haben und vieles mehr. Als Ausgangsbasis dient das Datenmaterial von 2016. 80.000 Busse und drei Millionen LKW sind per 2016 in Deutschland zugelassen. Der LKW ist und bleibt der aktuellen Studie zufolge das Haupttransportmittel.

Heute werden jährlich 4,1 Milliarden Tonnen Güter auf deutschen Straßen bewegt, bis zum Jahr 2040 sollen es 4,8 Milliarden Tonnen werden. Die Güterverkehrsleistung, die die transportierte Gütermenge und die Transportentfernung miteinander verknüpft, soll den Experten zufolge nochmals um 50 Prozent zunehmen. 

Diese Antriebe sollen LKWs und Busse von morgen haben

Die Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die die Shell-Nutzfahrzeug-Studie 2016 in Zusammenarbeit mit Shell erstellt haben, untersuchten auch mögliche Antriebsarten. Insbesondere die drei Varianten Diesel, Gas und Elektroantrieb wurden genauer unter die Lupe genommen.

Diesel soll auch weiterhin der Hauptantrieb sein, so die Wissenschaftler. 95 Prozent der Flotten sollen aus Dieselfahrzeugen bestehen. Elektroantriebe kommen gerade für LKWs kaum in Frage, da diese beim aktuellen Stand der Batterietechnologien mit einem sehr schweren Energiespeicher ausgestattet werden müssten. Das würde aber bedeuten, dass man große Nutzlast-Einbußen hinnehmen müsste.

In den aktuellen Untersuchungen fanden die Forscher heraus: Je höher die Nutzlast eines Fahrzeugs ist, desto geringer wird die Bedeutung alternativer Antriebe. Wie sich die Verwendung der Antriebe bei großen und schweren Nutzfahrzeugen entwickelt, hängt den Forschern zufolge maßgeblich davon ab, wie sich die einzelnen Technologien künftig entwickeln werden, vorwiegend im Hinblick auf die anfallenden Kosten. 

LKWs als wichtigste Nutzfahrzeuge

Schon heute hat der Fernverkehrs-LKW den höchsten Anteil am gesamten Kraftstoffverbrauch aller Nutzfahrzeuge. Dieser beträgt 79 Prozent. In den laut Studie berechneten Szenarien wird dieser Anteil sogar auf bis zu 84 Prozent bis zum Jahr 2040 steigen. Grund dafür: Leichtere Nutzfahrzeuge und Busse können auf alternative Antriebe, wie Batterietechnologie, Brennstoffzellen oder Plug-Ins ausweichen. Wenn auch weiterhin keine Alternative zum Dieselantrieb für schwere LKWs und Sattelzugmaschinen gefunden wird, gehen die Forscher davon aus, dass 2040 schon jeder zweite Liter Kraftstoff für diese Nutzfahrzeuge benötigt wird.

Gasantriebe könnten sich in diesem Zusammenhang zur Alternative für Fernverkehrs-LKWs entwickeln. Die Forscher sehen besonders großes Potenzial bei verflüssigtem Erdgas sowie Ottomotoren, die mit komprimierten Erdgas kombiniert werden. Allerdings ist die Reichweite bisher bei letzterer Variante noch zu gering. Bei der ersten Variante ist die Infrastruktur bei weitem noch nicht weit genug ausgebaut.



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