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Brennstoffzellen in Toyotas Autos

Thema: Stromspeicher, Brennstoffzellen | 06.08.2016 | Aufrufe: 283 | Bewertung: (0 Bewertungen)

Toyota hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2050 will man es schaffen, dass der Flottenausstoß um 90 Prozent gesenkt wird. Dabei setzt der Autobauer aber nicht auf die klassischen Elektroautos, sondern vielmehr auf die Brennstoffzelle. Seit Jahresbeginn 2016 hat Toyota die vierte Generation des Prius auf dem Markt. Auch die Hybridversionen des Yaris, des kompakten Auris oder des SUVs RAV4 erfreuen sich einer großen Beliebtheit.

Bereits 1997 brachte Toyota den Prius auf den Markt, wenngleich ihm damals noch kaum der Erfolg zugetraut wurde, den der Wagen mittlerweile hat. Doch heute ist klar: Kaum ein Autobauer der heutigen Zeit kann noch auf Hybridfahrzeuge verzichten. Nur mit ihnen wird es möglich, die CO2-Flottenemissionen deutlich abzusenken.

So sehen Toyotas Zahlen bei umweltfreundlichen Autos aus

Toyota kann in Deutschland auf besonders viele Fahrzeuge mit Hybridantrieb blicken. Bereits jedes dritte verkaufte Auto ist mit einem solchen Antrieb unterwegs. In Deutschland sind sogar 37 Prozent der verkauften Toyota-Modelle Hybride. Im Schnitt stießen die im ersten Halbjahr 2016 neu zugelassenen Fahrzeuge des Herstellers nur 107,8 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Im Vergleich steht der Durchschnitt aller Marken, der bei 127,6 Gramm liegt. Wenn man lediglich die Hybridfahrzeuge betrachtet, liegt der Ausstoß sogar bei gerade einmal 87,3 Gramm CO2 pro Kilometer. Damit schafft es Toyota bereits heute, die 95-Gramm-Grenze, die ab 2021 gelten soll, zu unterschreiten.

Bis 2050 soll der CO2-Ausstoß der Toyota-Flotte sogar auf zehn Prozent des Werts von 2010 gesenkt werden. Dabei ist sich der Autobauer durchaus bewusst, dass das alleine mit Hybriden nicht zu schaffen ist. Deshalb entschied man sich für die Brennstoffzelle und hat mit der Limousine Mirai bereits das erste Fahrzeug dieser Art auf den Markt gebracht. Der Mirai wurde nach dem japanischen Wort für Zukunft benannt, ist aber noch sehr selten anzutreffen. Gerade einmal 16 Fahrzeuge des Mirai sind derzeit auf Deutschlands Straßen unterwegs. 

Brennstoffzelle braucht bessere Infrastruktur

Verantwortlich für die geringe Zahl sind vor allem zwei Faktoren: Der hohe Anschaffungspreis und die Infrastruktur der Tankstellen. In der gesamten Bundesrepublik finden Brennstoffzellen-Autofahrer gerade einmal 21 Wasserstoff-Tankstellen. Dabei hätten den aktuellen Planungen zufolge bereits Ende 2015 50 Wasserstoff-Tankstellen in Betrieb sein sollen. Allerdings sind innerhalb der letzten zwei Jahre gerade einmal zwei neue Tankstellen dieser Art in Wuppertal und Ulm an den Start gegangen. Das Ziel, bis 2023 400 Zapfsäulen für Wasserstoff in Deutschland vorweisen zu können, klingt in Anbetracht dieser Zahlen mehr als utopisch.

Warum sich Toyota für die Brennstoffzelle statt das klassische E-Auto entschieden hat, ist dabei einfach verständlich: Brennstoffzellen-Fahrzeuge lassen sich wesentlich schneller betanken, als der Akku beim E-Auto geladen werden kann. Zudem geht man von hohen Reichweiten aus. Fünf Kilogramm Wasserstoff, die in drei Minuten getankt werden können, sollen eine Reichweite von 500 Kilometern erreichen.



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