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Datenkommunikation bei PV-Anlagen

Thema: Photovoltaik | 04.08.2016 | Aufrufe: 234 | Bewertung: (1 Bewertungen)

PV-Anlagen sind nicht mehr einfach nur Anlagen, die auf dem Dach installiert werden und Strom erzeugen. Sie müssen Daten mit dem Netzbetreiber austauschen und auch mit zahlreichen anderen Stellen. Daher haben sie sich mittlerweile zu hochkomplexen IT-Systemen entwickelt. In der Anfangszeit der PV-Anlagen verwendete jeder Hersteller von Wechselrichtern ein eigenes, proprietäres Protokoll, um mit der PV-Anlage zu kommunizieren. Datenlogger, die herstellerunabhängig waren, gab es in der Folge kaum am Markt. Mittlerweile jedoch setzt man auch bei der Datenkommunikation von PV-Anlagen vermehrt auf Industriestandards und offene Kommunikationsprotokolle.

Ursprünglich wurden also spezifische Datenkommunikationstools entwickelt. Diese wurden oft als Parallelsysteme ausgeführt und bei neuen Anforderungen mussten weitere Systeme zugeschaltet werden. Das ist heute nicht mehr erforderlich. Wichtig ist dagegen, dass moderne Datenkommunikation bei PV-Anlagen Schnittstellen mit Sensoren, Messsystemen und Wechselrichtern mit sich bringt. Die Daten dieser einzelnen Bestandteile müssen ausgelesen werden können und auch eine Steuerung der Komponenten muss bei Bedarf möglich sein. Ideal ist ein modulares System, dass bei sich ändernden Anforderungen jederzeit nachträglich angepasst werden kann.

Diese Daten sind wichtig bei PV-Anlagen

Bei modernen PV-Anlagen handeln meist Direktvermarkter mit dem erzeugten Solarstrom. Hier sind vor allem der Day-Ahead-Markt und der Intraday-Markt zu nennen. Sie folgen dabei einem klassischen Schema:

  1. Prognose von zu erwartender Stromerzeugung anhand Wetterdaten und Co. 
  2. Bei zu hohem Einkauf von Energie im Day-Ahead-Markt Entfernung von Leistung vom Netz im Intraday-Markt.
  3. Übertragungsnetzbetreiber muss kontrollieren, wie ausgeglichen Energieeinkauf und –verbrauch im Viertelstundentakt waren. 
  4. Wurde mehr oder weniger Energie produziert als verbraucht, müssen Direktvermarkter mit zusätzlichen Kosten rechnen. 
  5. Zur Überprüfung erhalten die Übertragungsnetzbetreiber die Daten vom Verteilnetzbetreiber und der Strombörse.
  6. Wird zu viel Strom produziert und das Netz ist überlastet, werden zunächst klassische Kraftwerke zurückgefahren.
  7. Reicht das nicht aus, muss der Übertragungsnetzbetreiber dem Verteilnetzbetreiber den Auftrag erteilen, die erneuerbaren Energien nach unten zu regeln. 

Daher zeigt sich bereits, wie wichtig die Datenkommunikation auch mit dritten Stellen bei PV-Anlagen ist, um diese jederzeit an den aktuellen Stand am Strommarkt anpassen zu können.  Durch diese Notwendigkeit wurden bei starren Datenloggern oft zusätzliche Systeme eingebaut, um die Kommunikation zu ermöglichen. 

Mit modernen Komponenten ist es allerdings nicht mehr nötig, viele verschiedene Systeme zu integrieren. Durch flexible Hard- und Software lassen sich die Anforderungen erfüllen, ohne ständig neue Geräte hinzuzunehmen. Stattdessen werden einfach einzelne Funktionen zugeschaltet, idealerweise verfügt die Kommunikationstechnik auch über einen Systemadministrator, der für die Sicherheit bei der Übertragung der Daten sorgen kann.



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